Allgemeine Berichte | 31.10.2016

Breisiger Abendmusik diesmal mit ungewohnten Klängen

St. Hubertus mit Jagdhörnern und Orgel geehrt

Das Jagdhornbläsercorps „Wilde Endert“ und Sven Scheuren.FA

Bad Breisig. Ungewohnte Töne bei der neuerlichen Ausgabe der allmonatlichen „Abendmusik“ in der Pfarrkirche St. Marien: Das neunköpfige Parforcebläsercorps der „Jagdmusikfreunde Wilde Endert“ aus Kaisersesch erfüllte die barocke Kirche mit seinen satten Klängen. In der Hyper-Akustik des Gewölbes von St. Marien vermischten sich die Naturtöne der Jagdhörner zu oft überschäumenden Harmonien – was aber bei den meisterhaft geblasenen Instrumenten allgemein melodisch, sympathisch, oft begeisternd klang. Die in Waidmanns-Tracht gekleideten Musikanten beherrschen ihre Instrumente so gut - sie können damit sogar piano blasen – so es die Noten der Hubertusmesse vorschreiben. Zumal im Zusammenspiel mit dem virtuosen Sven Scheuren an der Barockorgel ergeben sich mitunter zauberhafte Melodienläufe, auf Noten gebracht von französischen und belgischen Tonsetzern im 19. Jahrhundert. Zustande gekommen ist eine komplette Messe in 10 Sätzen, teils für Parforcehörner und Orgel, teils für die Blechbläser allein. Im Grunde genommen gehören die Jagdhornbläser mit ihren Darbietungen in die freie Natur – und dafür sind die Kompositionen ursprünglich auch geschrieben. Aber in der Kirche lassen sich die durchaus spirituell ausgerichteten Stücke durch die Klänge einer meisterhaft gespielten Orgel ergänzen und füllen – und das machte das Zuhören in der Marienkirche zum Erlebnis. Eingeschoben in die gemeinsam dargebotenen Kompositionen erfreute Sven Scheuren auf den Tasten und Registern der Barockorgel die Zuhörer mit solistischen Darbietungen, so mit den zauberhaften Orgel-Variationen über „Ihr Freunde Gottes“ oder den in die

Marienkirche passenden „Variationen über ein marianisches Thema“; dazu rauschende, die Kirche füllenden Toccaten. Das war gut so, damit das Gehör über die sich gleichenden Harmonien der Natur-Hörner nicht ermüden konnte. So aber wurde aus dem Zusammenspiel ein prächtiges Hör-Erlebnis, Man kann halt Blasinstrumente so und so spielen – die Jäger aus der „Wilden Endert“ machten es vorzüglich. Wilma Wagner, ihre Hornmeisterin hatte das Dirigat im Griff, und Josi Becker sprach verbindende, erläuternde Worte. Die sakrale Seite der Abendsmusik wurde durch die besinnlichen Beiträge von Pfarreireferentin Christel Fassian-Müller ausgefüllt.

FA

Das Jagdhornbläsercorps „Wilde Endert“ und Sven Scheuren.Foto: FA

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