Pilgerwanderung von Dedenbach nach Trier
St. Matthias war das Ziel
Trier. Eine Dame und sieben Herren aus Dedenbach und Rodder pilgerten bzw. wanderten kürzlich wieder nach Trier zum Apostelgrab in der St. Matthias Abtei. Zum mittlerweile 14. Mal seit 2002 erinnern sie damit an die St. Matthias Bruderschaft, die bis in die 80er Jahre des 19. Jahrhunderts in Dedenbach von großer Bedeutung war. Motivation sind aber auch die sportliche Herausforderung und die Freude an dem Naturerlebnis. Die Wanderpilger hatten mit der St. Matthias Abtei ein gemeinsames Ziel. Um es zu erreichen, wählten sie in diesem Jahr unterschiedliche Wege, je nach zeitlichen und konditionellen Möglichkeiten. Einer steuerte Trier auf direktem Weg von Dedenbach aus an. Fünf machten sich zwar auch von Dedenbach auf den Weg, jedoch zunächst über Kirchsahr und Mechernich bis Lammersdorf, wo sie auf zwei weitere trafen, die ihre Wanderung mit der Etappe Aachen – Lammersdorf begonnen hatten. Gemeinsam durchwanderten sie die herrliche Frühlingslandschaft der Eifel mit weiteren Etappenzielen in Hellenthal, Stadtkyll und Gerolstein. Sie schritten oft durch eine Welt in den Dedenbacher Farben grün und gelb, gestaltet von Wiesen mit Löwenzahn. Obstbäume blühten am Wegesrand, Bäche plätscherten in ruhigen Tälern. Betonklötze des Westwalls erinnerten jedoch auch daran, dass dieses Idyll andere Zeiten erlebt hatte. Am letzten Tag ging es zunächst bis Mürlenbach, wo der Zug nach Trier bestiegen wurde. Die letzten knapp vier Kilometer Fußmarsch führten an der Porta Nigra vorbei zum Dom und zur St. Matthias Abtei.
Pilgerpfarrer Bruder Athanasius Polag empfing dort alle Fußpilger, Helfer und Freunde, die dieses Jahr nicht mitgehen konnten. Er führte die einträchtige Gruppe unter dem Geläut der Glocken, „Großer Gott wir loben Dich“ singend, an die gotische Liegefigur des Heiligen Matthias, weiter an den Marienaltar und schließlich an den Schrein in der Krypta, wo einer Legende folgend die Gebeine des Apostels Matthias aufbewahrt werden. Nach der kleinen Feier zeigte sich „Brudermeister“ Rainer Breuer bei Pilgerpater Bruder Athanasius Polag für die gemeinsamen Gebete, die hoffnungsfrohen Worte und den freundlichen Empfang der etwas anderen Pilgergruppe erkenntlich. Anders, weil unterwegs allenfalls nur still mit Worten gebetet wird. Der Weg nach St. Matthias in Trier wird mehr als Dank verstanden für die schöne Gemeinschaft in der wunderbaren Natur.
