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ART AHR etablierte sich ganz groß

Über 400 Besucher bei der Premierenvernissage

37 Künstlerinnen und Künstler aus dem Kreisgebiet stellen noch bis 31. Oktober aus

22.09.2014 - 16:45

Sinzig. „Verblüfftes Erstaunen“ wandelte sich in spontane Begeisterung. Dies durchlebten die weit über 400 Besucher der Vernissage des Kunstevents "ART AHR" am vergangenen Freitag. 37 Künstler aller Spielarten zeigten ihre Werke im ehemaligen Druck und Verlagsgebäude des Krupp-Medienzentrums in der Mühlenbachstraße. Farbe und Form der Exponate bildeten einen gewollten Kontrast zum morbiden Charme des ehemaligen Industriegebäudes. Die ART AHR ist das erste Kunstfestival im Kreis Ahrweiler. Regionalen Künstlern und Kunstschaffenden, die gebürtig aus dem Landkreis Ahrweiler stammen, wurde eine Plattform geboten, auf der sie ihre individuelle Kunst aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation, Grafik, Video und Performance präsentieren können. Darüber hinaus sollte die künstlerische Vielfalt des Landkreises gezeigt und auch junge Künstler gefördert werden. In der ersten Auflage wurde unter dem Motto „Parallelwelten“ eine facettenreiche, aber auch stimmige Veranstaltung auf die Beine gestellt.


Geburtsstunde eines absoluten Highlights


Landrat Dr. Jürgen Pföhler brachte die Stimmung gut auf den Punkt: „Wir erleben die Geburtsstunde eines absoluten Highlights für den Kreis Ahrweiler“, so der Landrat, der für das Festival einen Unterstützungsscheck von 1.000 Euro im Gepäck hatte.

Schuld am Ganzen ist das Künstlerehepaar Anna und Roman Küffner. Die waren in einem kleinen Teil der Ausstellungsfläche mit ihren Fotos der „Lost Places“ vor einigen Monaten zu Gast. Ihre Idee: eine ganz große Ausstellung auf der gesamten Etagenfläche des Druckereigebäudes. Infiziert wurden Buchhändler Thomas Zimmermann und sein Bruder Christoph. „Wir hatten eine Idee aber weder Geld noch Leute“, fasste Thomas Zimmermann das eigentlich recht verrückte Unterfangen zusammen. Da kam das neue gegründete Bürgerforum mit seinem Kulturarbeitskreis gerade recht. Das Bürgerforum, erst vor einigen Wochen als seriöser eingetragener Verein formiert, zeigte sich ebenfalls verrückt genug und unterstützte mit helfenden Händen und der Organisationsstruktur des Vereins. Fröhliches und erfolgreiches Motto bei der intensiven Vorbereitung. „Wenn sich genug Verrückte zusammenfinden, dann klappt auch eine eigentliche verrückte große Geschichte“.

„Die Stadt Sinzig ist einfach stolz“, fasste Beigeordnete Charlotte Hager die Anstrengungen zusammen. „Wir sind schon auf eine verrückte Idee aufgesprungen“, so Manfred Ruch Vorsitzender des Bürgerforums. Der Verein sammelte sozusagen als Nebeneffekt bei der Vernissage auch eine ganze Reihe neuer Mitglieder ein.

Buchhändler Thomas Zimmermann setzte einen ganz anderen Seitenhieb: „So etwas können Amazon & Co nicht“.

Alle Hände voll zu tun hatte das Theken-Team des Bürgerforums, denn in der alten Druckerei wurde viel geplauscht und geredet. Ein ganz dicker Dank ging übrigens in Richtung der Chefs des Krupp-Medienzentrums. „Hermann und Peter Krupp haben das Gebäude kostenfrei und ohne Auflagen zur Verfügung gestellt“, so Thomas Zimmermann.


Viele Unterstützer


Und das Kunstfestival, das eine „wilde Mischung“ aller Stilrichtungen bietet, fand weitere Unterstützung. Floristik und Ambiente Meyer lieferte Blumengebinde und Installationen, die selbst schon sehr künstlerisch daherkamen. Die Firma Elektrotechnik Schwerter hatte für Strom und Beleuchtung gesorgt.

Die Schirmherrin, Wirtschaftsministerin Eveline Lemke weilte mit einer Delegation in China. Sie hat

ihren Besuch der Ausstellung aber für Sonntag, 28. September, von 15 bis 17 Uhr angekündigt.

Der Besuch am ersten Ausstellungswochenende konnte sich ebenfalls sehen lassen. Am Samstag und Sonntag kamen immerhin 120 Kunstinteressierte und begutachtenden Werke von Alois Scheuer, Angelika Hecht-Schneewolf, Anna Katharina Klein, Axel Ritter, Blackbird Street, Carina Eckertz, Carola Bergmann, Christian Fuhrmann, Christa Nelles, Christoph Maria Holstein, Cornelia Harss, Dieter Wessinger, Dr. Norbert Gramer , Elisabeth Knops, Evelyn Klein, Fabian Donner, Henriette Schmitt, HoT Sinzig, Kolja Schäfer, Laura Kunkel, Marco Willeke, Matthias Fröhling, Melanie Mertens, Monika Kortmann, Nikolaus Wilhelmy, Petra Hörsch, Rosmarie Feuser, Sabine Zabbei, Sarah & Daria Nonn, Stephan Maria Glöckner, Susanne Selbach, Ute Möller, Victoria Berger, Walter Kamill Zuber, Wolfgang Kutzner und Wolfgang Sturm. Die ART AHR hat bis zum 31. Oktober geöffnet: Die Öffnungszeiten sind mittwochs und freitags von 14 bis 18:30; samstags, sonntags und feiertags von 10: bis 18. Weitere Infos unter www.artahr.de.

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Uwe Klasen:
Fr. Merkel sagte vor kurzem in der Sitzung der Unionsfraktion: „Die Union müsse endlich Schluss machen mit ihrem „Pillepalle“ in der Klimapolitik – es brauche jetzt Beschlüsse, die zu „disruptiven“ Veränderungen führten.“ ---- Wir Bürger / Wähler müssen aufpassen (!) dass daraus kein „grünes Ermächtigungsgesetz“ wird!
Uwe Klasen:
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Zum Leserkommentar von Patrick Baum: Ja, man kann sich daran erinnern, wie euphorisch Joachim Paul und die AfD nach dem Burkini-Verbot waren. Die ganze Angelegenheit wurde schön plakativ vermarktet. Aber es ist ein Rohrkrepierer. Weil Paul und die AfD die Sache mit dem Burkini-Verbot nicht zu Ende gedacht haben. Das "nicht zu Ende denken" ist typisch für Joachim Paul. Paul denkt eben nur bis zum nächsten Facebook-Posting oder bis zur nächsten Pressemitteilung. Ob Joachim Paul und die AfD Koblenz etwas daraus lernen? Wohl kaum.
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