MGV gem. Chor Eintracht 1909 Nieder-Oberweiler
Überraschung beim Cäcilienfest
Rolf Klein wurde mit Ehrennadel und -urkunde für 60 Jahre Sängerschaft geehrt
Burgbrohl-Weiler. Am Cäcilienfest des Chores MGV gemischter Chor Eintracht 1909 Niederoberweiler setzte sich der erste Vorsitzende des MGV Niederzissen, Günter Nerger, neben Rolf Klein mit den Worten: „Wir müssen uns noch unterhalten.“
Jubilar Rolf Klein schenkte dieser Bemerkung erst keine Beachtung. Als jedoch im Laufe der Veranstaltung Fotografen auftauchten, erhob sich Günter Nerger und meinte zu Rolf Klein: „Ich habe noch etwas für Dich.“ Dann gab sich Günter Nerger als Vorsitzender des Chorverbandes Ahrweiler zu erkennen und hielt eine kleine Ansprache, in der er die Leistungen des Jubilars Rolf Klein als Sänger würdigte. Dann übergab er im Namen des Präsidenten des Deutschen Chorverbandes, Henning Scherf, die Urkunde für 60 Jahre aktive Sängerschaft mit der dazugehörigen Anstecknadel.
Rolf Klein begann seine Sängerkarriere schon im Kindesalter. Er stammt aus einer sehr musikalischen Familie, in der Vater Mutter und die Kinder zusammen Musik gemacht und gesungen haben. 1953 absolvierte Rolf Klein dann eine Ausbildung an der Opernschule in Koblenz. Im selben Jahr trat er in den Chor MGV Eintracht 1909 Niederoberweiler ein und hatte auch seinen ersten öffentlichen Auftritt als Solist. Seine erste Arie war die des Max aus dem Freischütz von Karl Maria von Weber. Es folgten viele weitere Auftritte im Westerwald, in Mayen, in Ettringen, in Krefeld und in Frankreich. Da er mit Leib und Seele seine Vorträge darbrachte, hatte er bald den Spitznamen „Der Rudolf Schock des Brohltals“.
Sein Repertoire begann mit der klassischen Oper. Er sang Opernarien wie den Bajazzo, die Zauberflöte, den Papageno in der Königin der Nacht. Später kamen dann Lieder von Richard Tauber und Rudolf Schock dazu. Natürlich übernahm er auch die Solopartien im Chor.
Rolf Klein hat sich immer in den Dienst der Sache gestellt, wobei seine Frau dadurch auf vieles verzichten musste. Er war auch lange im Vorstand des MGV Eintracht tätig, zum Beispiel als Erster Kassierer.
Das Liedgut ist seine Leidenschaft, auch nach 60 Jahren, wenn er nach speziellen Liedern gefragt wird, singt er sie immer noch und kennt unzählige Anekdoten über seine Auftritte und Ehrungen. Der Spruch 80 Jahre und kein bisschen leise, passt hundertprozentig auf ihn, denn er singt, trotz seiner 80 Jahre, immer noch und ist bei jeder Probe dabei.
