Jubiläumskonzert des MGV „Liedertafel mit vielen Gästen
Viel Gesang und Mandolinenklang
Bad Breisig. 130 Jahre Liedertafel Niederbreisig - das muss mit einem angemessenen Festkonzert gefeiert werden. Zur Feier des Jubiläums wurde der Chor tatkräftig musikalisch unterstützt. So waren im gut besetzten Saal des Rheinhotels „Vier Jahreszeiten“ mit dabei der Männer- und der Frauenchor aus dem Neuwieder Stadtteil Wollendorf und das Mandolinenorchester aus Untershausen. Unter den Gratulanten einige Ehrengäste, so Erich Fabritius, der heutige Ehrenvorsitzende der Liedertafel, MdL Guido Ernst, Bernd Weidenbach, Bürgermeister und Schirmherr des Jubiläums, die erste Beigeordnete Gabriele Hermann-Lersch, der Kreischorleiter Wilfried Schäfer, der städtische SPD-Chef Bern Lang und einige weitere Honoratioren aus Wirtschaft und Lokalpolitik. Viktor Schmickler, der Vorsitzende des Jubiläumschors, band Gäste und Ehrengäste in seine Begrüßung ein. Bernd Weidenbach unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung des Chorgesangs und insbesondere der Liedertafel für die Quellenstadt und lobte das „soziale Miteinander“. Wilfried Schäfer hielt als Vertreter des Bundeschorverbandes ein Plädoyer für die Wichtigkeit des Musikunterrichts in den Schulen.
Ehrung langjähriger Mitglieder
Er übernahm dann gemeinsam mit dem Bürgermeister die Aufgabe, drei Sänger der Liedertafel für mehr als 50-jährige Mitgliedschaft mit Verdienstnadel und Urkunde zu ehren: Günter Probst, Alois Schoch und Herbert Schmitz. Endlich begann das Konzert zunächst durch den Jubiläumschor, geleitet von Eberhard Hohn. Im Loblied „Vom schönen Rhein“ (von Richard Pappert) brillierte Hans Probst als Tenor-Solist des Jubiläumschors . Im Lied von der Plaudertasche „Ilsebill“ (von Bernhard Weber) waren die schnellen Zungen der Sänger gefordert. Gemeinsam mit den Freunden des MGV Wollendorf sangen die Breisiger „Musica zu Ehren“ (von Wilhelm Heinrichs), ein „Trinklied“ (von Christan Siegler), danach die feierlichen „Irischen Segenswünsche“ (von Otmar Kist). Dabei trat zum ersten Mal die begleitende Pianistin Annette Soulier-Loch in Aktion, die sich im Laufe des weiteren Programms als pianistischer „Volltreffer“ erwies. So auch im Zusammenspiel mit Wollendorfer Frauenchor, dirigiert von Eberhard Hohn. Er trug „Blühende Reben“ (von Otto Fischer) vor, ein fröhliches Loblied auf den Wein. Ein einziges - auch freches - Loblied auf „l’amour“ sind die „Pariser Geschichten“ (von Walther Schneider). Im Dreivierteltakt besangen die Frauen den „Montan de Fuego“ - den Feuerberg in Spanien (von Pasquale Thibaut).
Die Gäste aus dem Westerwald begeisterten
Erstmals kam nun das Mandolinenorchester aus dem Westerwald unter dem Dirigat von Henryk Gunia zur Geltung. Bei dem Karl Berbuer-Karnevalssong „O Mosella“ war es noch Erstaunen, der Johann Strauß - Vorzeige-Walzer „An der schönen blauen Donau“ löste wegen des perfekten Vortrags helle Begeisterung aus. Die steigerte sich noch, als alle Chöre mit dem Orchester Bernhard Webers Vertonung von Schillers „Ode an die Freude“ schmetterten. Der kleine Chor des MGV Wollendorf präsentierte sich nach der Pause mit „Gefüllt das Glas“, einer musikalischen Analyse der schönsten Weinlagen (von Robert Pappert“. Mit dem von Heinz Lemmermann arrangierten Volkslied „Keiner soll sagen…“ verteidigte der Chor sein Lieblingsgetränk - den Wein. Er tat das auch mit dem populären Trinklied aus dem Singspiel „Der Student aus Heidelberg“ (von Siegmund Romberg). Es folgten die im Paso doble - Stil besungenen Andalusischen Nächte und damit die „Chiquita Rosa“ (von Pasquale Thibaut). Beide Männerchöre - der von Wollendorf und der von Niederbreisig vereinigten sich in einem Chanty, dem im Gassenhauer-Stil von Adam Thos geschaffenen Seemannslied „Fremde Häfen“. Otto Groll hat in dem Medley „American Folksongs“ die Weite der Prärie musikalisch erfasst. Der Frauenchor meldete sich noch einmal mit zwei Gesangswerken von Otto Groll: „An den Ufern des Missouri“, einer musikalischen Reise vom Oberlauf des Flusses bis zur Mündung in den Mississippi. Danach die bekannte Rummelplatzmelodie „Entertainer Rag“, verarbeitet als Chor-Nummer. Das Publikum wartete gespannt auf einen erneuten Leistungsbeweis des Mandolinen-Orchesters. Der kam mit der vorzüglichen Interpretation der Komposition von „La Mer“ des Franzosen Charles Trenet und den „Wolgaklängen“ (von Theodor Ritter). Alle Chöre und das Orchester vereinigten sich zum Finale mit Bernhard Webers Jubelchor „Oh Rhein, du heiliger Strom !“ Lang andauernder Beifall des für den zauberhaften musikalischen Abend dankbaren Publikums.
