Politik | 14.02.2013

Innovative Straßenbeleuchtung: Umstellung auf LED-Technik

Vorreiterrolle bei Straßenbeleuchtung

Sie konnten sich von der erneuerten Beleuchtung überzeugen: Bürgermeister Johannes Bell, Verbandsgemeinde-Mitarbeiterin Elke Schmitt-Grönwoldt, Ortsbürgermeister Manfred Sattler, MdL Marcel Hürter und Reinhard Koll (v. l.). WK

Wassenach. Um Kosten zu sparen, hat sich der Gemeinderat Wassenach bereits Ende 2010 mit dem Thema Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf die neueste Technik - LED-Leuchten - beschäftigt. Im Frühjahr wurde der Auftrag zur Umrüstung an die Firma Elektro-Koll aus Burgbrohl erteilt. Ende des vergangenen Jahres konnte die Umstellung in zwei Etappen vorgenommen werden. Zunächst wurden in den Leuchten außerhalb des Ortskerns, auf dem Dorfplatz und dem Platz vor der Klieburghalle die bisherigen HQL-Leuchtmittel mit einer 80 Watt-Leistung gegen LED-Leuchtmittel mit 30 Watt ausgetauscht. Im zweiten Abschnitt wurden die im Ortskern installierten Lang- und Kofferleuchten mit HQL-Technik (80 und 125 Watt) komplett durch neue LED-Leuchten mit 38 Watt ersetzt. Die Beleuchtung auf dem Sportplatz soll nach noch notwendigen Tests in den nächsten Wochen ebenfalls erneuert werden. Die heutige Leistung von acht Lampen mit je 2.000 Watt, also insgesamt 16.000 Watt, wird voraussichtlich durch acht Leuchten mit je nur 400 Watt, insgesamt also nur 3.200 Watt, ersetzt werden. „Wir erwarten jährliche Einsparungen bei den Stromkosten von circa 70 Prozent - eine Reduzierung von circa 8.200 Euro auf 2.300 Euro im Jahr. Die Lebensdauer der LED-Leuchtmittel von etwa 16 bis 18 Jahren führt zu weiteren Ersparnissen, da auch jährlich circa 3.500 Euro für Reparaturen und Serviceverträge entfallen“, freute sich Bürgermeister Manfred Sattler, der auch in den kommenden Jahren erhebliche Kosten für weitere Reparaturen aufgrund des Alters der Lampen auf die Gemeinde zukommen sah. Die Kosten für die Umrüstung betragen rund 66.000 Euro. Durch die weitsichtige und frühzeitige Beantragung eines Zuschusses des Bundesumweltministeriums in Höhe von 40 Prozent (heute nur noch 20 Prozent) konnten die Investitionskosten auf einen Eigenanteil von rund 39.600 Euro gedrückt werden. Der Zustand der Betonmasten machte es erforderlich, dass diese durch neue Masten und über die Straße hängende Lampen durch Wandmontage ersetzt werden. Dort, wo es durch die Abstände der Lampen erforderlich ist, werden zusätzliche Straßenlampen installiert. Diese weiteren Investitionen betragen insgesamt etwa 15.000 Euro. Die jetzt getätigten Investitionen sind durch Einsparungen in den kommenden fünfeinhalb Jahren bezahlt. Danach soll die Gemeindekasse jährlich um rund 9.000 Euro entlastet werden. Man freut sich, dass die „Rüstigen Rentner“ das Thema Straßenbeleuchtung ebenfalls zu ihrer Aufgabe gemacht haben. Sie werden in den kommenden Monaten die Masten, die infolge Alter und Verwitterung einen Neuanstrich benötigen, aufarbeiten und im neuen Glanz gemeinsam mit den neuen LED-Leuchten erstrahlen lassen.

WK

Sie konnten sich von der erneuerten Beleuchtung überzeugen: Bürgermeister Johannes Bell, Verbandsgemeinde-Mitarbeiterin Elke Schmitt-Grönwoldt, Ortsbürgermeister Manfred Sattler, MdL Marcel Hürter und Reinhard Koll (v. l.). Foto: WK

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