KG „Jeckige Globistere“ Waldorf feierte ihren „Fastelovendszauber“ in der Vinxtbachhalle

„Waldorfer Backstüffje“ begeisterte die Narren mit Klatsch und Tratsch

27.01.2015 - 09:03

Waldorf. Vor vollem Haus präsentierte die Karnevalsgesellschaft „Jeckige Globistere“ Waldorf ihren „Fastelovendszauber“ im „Waldorfer Backstüffje“, wozu die Verantwortlichen die Bühne der Vinxtbachhalle umdekoriert hatten. „Bäckermeister“ Andreas Wehlen mit seiner „Bäckereifachverkäuferin“ Steffi Nachtsheim und der „Reinigungskraft“ Regina Mehren präsentierten ein buntes Programm, das für jeden etwas beinhaltete. Büttenreden, Tänze, Spiel und Unterhaltung sorgten für einen unterhaltsamen, kurzweiligen Abend.

Das „Waldorfer Backstüffje“ hatte kaum seine Türen geöffnet, als mit Manuela Girolstein und Michael Schüller bereits die ersten Kunden erschienen. Dass dabei erheiternde Dialoge entstanden, ist selbstverständlich. Für viel Schwung in der Backstube sorgte anschließend die Tanzgarde der KG „Jeckige Globistere“, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert. Sandra Bous, Lisa Flöck, Lara Gehrke, Lea Mehren, Anna-Lena Mercer, Marina Nachtsheim, Alexandra Reuter, Carmen Schmitt und Eva Selbach zeigten einen schmissigen Gardetanz. Sie sorgten gleich zu Beginn der Veranstaltung für einen ersten Höhepunkt und begeisterten alle Narren in der Vinxtbachhalle. Selbstverständlich war eine Zugabe fällig.

Natürlich begrüßt man bei einer solchen Veranstaltung auch viele Gäste. Unter ihnen befanden sich auch MdL Guido Ernst, VG-Beigeordneter Hans-Josef Marx und Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten. Die Drei mussten sich dann im Kioskspiel mit den „Wagenbauern“ Rainer Nachtsheim, Paul Weber und Werner Krupp messen. Dabei galt es, zu den pantomimischen Darstellungen des närrischen Publikums Begriffe zu erraten. Das Spiel endete zur Freude aller mit einem Unentschieden. Die Wagenbauer waren zuvor für ihr 50-jähriges Engagement im Waldorfer Rosenmontagszug geehrt worden. Gerne erinnerte man sich an den ersten Wagen im Jahre 1965, der zur Folge hatte, dass sich im nächsten Jahr die Waldorfer Kinder über einen befestigten Schulhof wie auch den ersten Kinderspielplatz freuen durften. „Auch in diesem Jahr werden wir vielleicht mit unserem Wagen den Grundstein für ein großes Ereignis in den nächsten Jahren schaffen“, schmunzelten die Wagenbauer, die für ihr Engagement die erste Rakete des Abends erhielten. Für „Dorftratsch“ sorgten dann verschiedene Kunden des „Waldorfer Backstüffje“.


Männerballett schwebte „grazil und anmutig“ über die Bühne


Nach einer kurzen Verschnaufpause sorgte die Tanzformation „Rio Palace“ für einen tollen weiteren Fortgang des Programms. Die seit elf Jahren bestehende Gruppe präsentierte eine Choreographie zu „Alice im Wunderland“. Für Lachsalven sorgte Josefine Schmolzbach alias „Oma Finchen“ (Claudia Stolte-Herdeler). Ihre praktischen Tipps zum Backen und Kochen und ihre Begegnungen mit „Schnabelschnüsse-Lies“ sorgten für viel Heiterkeit, wie auch anschließend die „Arbeitsgruppe Stenz“, ein seit Jahren im Waldorfer Fastelovend präsentes Männerballett. Zogen sie als Stadtsoldaten noch mit Prinz (Sascha Cremer) und Prinzessin (Guido Nachtsheim) in die Vinxtbachhalle ein, so tanzten sie schließlich nach einem Strip zu Tschaikowskis Ballett „Schwanensee“, wobei sie „grazil und anmutig über die Bühne schwebten“. Sascha Cremer, Markus Dahm, Fabian Deidenbach, Tobias Felten, Peter Friedsam, Jörg Girolstein, Marius Hoppe, Andreas Krupp, Guido Nachtsheim, Sascha Nachtsheim, Michael Schmitz, Werner Stenz und Andreas Weber liefen dabei zur Höchstform auf und zeigten auch turnerische Qualitäten. Da hielt es keinen mehr auf den Sitzen und natürlich war auch hier eine Zugabe fällig. Vor der nächsten Drittelpause trafen sich dann im „Waldorfer Backstüffje“ nochmals einige „Quasselstrippen“, die natürlich wieder hier und da etwas gehört hatten, was sie zur Erheiterung der närrischen Schar preisgaben.

Eine beeindruckende „Trommler-Show“ zeigte zu Beginn des letzten Programmblocks das Duo „Real Safri“. Sascha Friedhofen und Thomas Gorlinski sorgten für viel Bewegung und gute Stimmung. Nicht nur für ihre Feuershow erhielten sie eine wohlverdiente Rakete, sie beherrschten auch das Trommeln mit verbundenen Augen. An Komik kaum zu überbieten ist Irmgard Köhler-Regnery als „Ähn aus Jönneschdorf“. Wortgewandt widmete sie sich wegen des Fehlens politischer Diskussionsgrundlagen den Geschichten aus dem Leben zu, wobei sie feststellte: „In jeder guten Beziehung ist einer der Chef und der andere der Mann!“. Den Rufen nach einer Zugabe kam sie gerne nach und sie erhielt Standing Ovations und ebenfalls eine Rakete. Mit ihrem diesjährigen Showtanz rundete die Tanzgarde der KG das offizielle Programm ab - eine gekonnte Darbietung der jungen Damen im Afrika-Look. Man freute sich, dass im Showtanz Hannah Seul ihr Debüt gab, was auch für Anna-Lena Mercer beim Gardetanz galt, die an ihrem Geburtstag erstmals auftrat und den „größten Chor beim Geburtstagsständchen“ hatte.

Am Ende blieb dem Moderatorenteam nur noch der Dank an die vielen fleißigen Helfer vor und hinter den Kulissen, die alle zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen hatten. Doch mit dem Finale war noch lange nicht Schluss. Bernd Bott sorgte im Anschluss für viel Betrieb auf der Tanzfläche. So endete der Besuch in der Vinxtbachhalle für viele erst weit nach Mitternacht.


Reigen der närrischen Veranstaltungen geht weiter


Der Reigen der großen Veranstaltungen der KG „Jeckige Globistere“ Waldorf geht mit der großen Kindersitzung am Sonntag, 8. Februar um 14.11 Uhr in der Vinxtbachhalle weiter. An Weiberdonnerstag, 12. Februar feiern dort die Waldorfer Möhnen, bevor am Rosenmontag, 16. Februar um 14.11 Uhr der alljährliche große Rosenmontagszug durch Waldorf zieht und seinen Abschluss im bunten Narrentreiben in der Vinxtbachhalle findet.

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Kommentare
juergen mueller:
Ein Bruch der Tarifverträge ist noch gelinde ausgedrückt. Wer es soweit kommen lässt, dass die Beschäftigten für etwas büßen sollen, was sie nicht im geringsten verschuldet haben, der sollte sich allen ernstes fragen, wie es möglich ist, dass es überhaupt soweit kommen konnte, obgleich man sowohl in...
juergen mueller:
Kurzfristig bekanntgewordene Liquiditätsprobleme? Das Wort kurzfristig muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Die Stadt Koblenz u. der Landkreis Mayen-Koblenz sind mit jeweils 25% beteiligt. Man schaue sich einmal die BETEILIGUNGSBERICHTE der STADT KOBLENZ der vergangenen Jahre an. Das...
juergen mueller:
Wirtschaftliche Perspektive? Wenn ein Unternehmen, wie das GKM, kontinuierlich Liquiditätsprobleme hat, dann geht man zuerst an diejenigen, die dafür am wenigsten können? Herr Langner ist Vorsitzender der Gesellschafterversammlung u. sitzt im Aufsichtsrat. Wenn im Januar oder Februar wieder diese...
K. Schmidt:
Ja, diese Verlängerung ist notwendig und sinnvoll. Dass sich diverse politische Köpfe des Ahrtals darüber erfreut äußern, nachvollziehbar. In all der Euphorie muss man sich aber noch mal genau anschauen, was da eigentlich verlängert wurde: Es geht hier nur um eine praktisch seitens des Bundes beliebig...
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