Zum Weltfrauentag 2014
Was getan werden muss
Frauenpolitik in der neuen Wahlperiode
Kreisstadt. Als im Februar 1908 der erste Frauentag in den USA begangen wurde, kämpften die Frauen nicht nur um Gleichberechtigung allgemein, sondern auch um ihr Stimmrecht. In Deutschland war es zehn Jahre später soweit: seit 1918 dürfen Männer und Frauen gleichberechtigt wählen und gewählt werden. Das war ein wichtiger Schritt zu mehr Gleichberechtigung, den die Frauenbewegung erreicht hat. Das Ende des Weges ist aber noch nicht erreicht. Auch im Jahr 2014 haben Frauen nicht immer die gleichen Chancen wie Männer, werden aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt. Deshalb wird die Große Koalition neue Anstrengungen für die Gleichstellung der Frauen unternehmen, zum Beispiel durch die Einführung einer Frauenquote und durch das Recht, aus einer Teilzeitbeschäftigung wieder in eine Vollzeitstelle zurückzukehren. Wichtig ist für die Große Koalition vor allem die Bekämpfung von Menschenhandel und Zwangsprostitution. Jedes Jahr kommt es laut Bundeskriminalamt zu etwa 500 Verurteilungen von Menschenhandel und Zuhälterei – die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher sein. Die geltende Rechtslage bietet keinen ausreichenden Schutz. Deshalb wurde in den Koalitionsverhandlungen beschlossen, das Prostitutionsgesetz im Hinblick auf die Regulierung der Prostitution zu überarbeiten und ordnungsbehördliche Kontrollmöglichkeiten gesetzlich zu verbessern. Es soll nicht nur gegen die Menschenhändler, sondern auch gegen diejenigen vorgegangen werden, die die Zwangslage der Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution wissentlich ausnutzen und diese zu sexuellen Handlungen missbrauchen. Das sind große Aufgaben, vor denen die Gesellschaft heute steht und die sie sich nicht nur am Weltfrauentag vor Augen führen lassen sollte.
Pressemitteilung
Mechthild Heil MdB
