Allgemeine Berichte | 27.05.2014

Bergkameradschaft DIE WATZMÄNNER berichten:

Watzmänner wandern über den Wildnistrail im Nationalpark Eifel

An vier Tagen wanderten die Watzmänner durch den Nationalpark Eifel. privat

Bad Breisig. Sämtliche Landschaften und Lebensräume des Nationalparks Eifel kann man auf dem 85 Kilometer langen Wildnistrail hautnah erleben. In vier Tagesetappen führt die Route von Monschau-Höfen im Süden bis hinauf zur nördlichen Spitze des Nationalparks bei Hürtgenwald-Zerkall. Rauschende Bäche, weitläufige Blumenwiesen und einsame Bachtäler begleiten dabei die Wanderer durch die einzigartige Landschaft der Nordeifel, die immer wieder mit traumhaften Panoramablicken und idyllisch gelegenen Stauseen zu gefallen weiß. Am Nationalparktor in Höfen starten die Watzmänner anlässlich ihrer Zweitagestour 2014 in den 25 Kilometer langen 1. Teilabschnitt und wandern auf Wald- und Wiesenwegen in das Perlenbachtal hinein. Im Talgrund geht es an der verlandeten Perlenbachtalsperre und an den stets im zeitigen Frühjahr aufblühenden Narzissenwiesen vorbei. Auch das folgende Fuhrtsbachtal mit seinen moorigen Feuchtwiesen beeindruckt die Bergkameraden sehr. Auf der Wahlerscheider Höhe wird erste Rast gehalten, um dann der Route ins Wüstebachtal hinein zu folgen. Auch hier zeigt die Landschaft ihren urwüchsigen Charakter und bietet Wildkatzen, Rothirschen und vielen anderen Tierarten ungestörte Lebensräume. Schließlich gelangt die Gruppe auf die 33 km² große Dreiborner Hochfläche. Weißdornhecken und gelb blühende Ginsterbüsche bestimmen jetzt das Bild der Landschaft. Der Blick schweift über die ausgedehnten Wälder der Nordeifel, bevor die 8-köpfige Gruppe dem Schöpfungspfad mit seinen eindrucksvollen Sinnsprüchen wieder in den Wald folgt. In halber Hanglage führt die Route jetzt auf schmalen Steigen durch den sonnigen Forst, an einem alten Bergwerksstollen vorbei und dann hinab nach Erkensruhr. Ein letzter strammer Anstieg ist zu meistern, bevor die Bergkameraden nach Einruhr gelangen, dem Zielort der 1. Etappe. Nicht nur die einzigartige Landschaft der Nordeifel, sondern auch historischen Zeitzeugen entlang der Route prägen die 21 Kilometer lange 2. Etappe des Wildnistrails, die sich die Bergkameraden am zweiten Tag vornehmen. Von Einruhr wandern die Watzmänner eine Weile auf dem windungsreichen Uferweg am Obersee der Rurtalsperre entlang und genießen dabei die idyllischen Ausblicke auf das azurblaue Wasser der gewaltigen Talsperre. Schließlich führt der Wildnistrail nach rechts schwenkend steil bergan zur Urftseestaumauer hinauf. Sie wurde im Jahre 1905 errichtet und war seinerzeit mit einer Höhe von 58 Metern und einer Länge von 226 Metern eines der größten Stauwerke überhaupt. Die Watzmänner wandern über die Dammkrone und genießen die traumhaften Aussichten auf den Urftstausee und den darunter liegenden Obersee der Rurtalsperre. Nach einer Wanderrast im Staudammcafe folgt die Gruppe der Streckenführung erneut zur Dreiborner Hochfläche hinauf. Ebenerdig auf breiten Wegen geht es über das mit Magergras bewachsene weitläufige Plateau zur Wüstung Wollseifen hinüber, einem nach dem 2. Weltkrieg geräumten und aufgegebenen Ort, von dem lediglich die alte Kirche erhalten geblieben ist. Wenig später gelangen die Bergkameraden zur ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang. Die Panoramablicke von der Aussichtsterrasse der ansonsten wenig ansprechenden Anlage hinab auf die Urfttalsperre sind überaus erwähnenswert. Auf Bretterstiegen wird das Morsbachtal durchschritten. Herausragende Fernsichten von der Kickley und die Eifelblicke vom Modenhubel begeistern noch einmal sehr, bevor die Bergkameraden Gemünd erreichen und die Zweitagestour über den Wildnistrail bei einem Eifeler Landbier im Gemünder Brauhaus ausklingen lassen. Überaus beeindruckt von den vielfältigen Eindrücken und der abwechslungsreichen Routenführung treten die Watzmänner sodann den Rückweg ins Brohltal an. Ausführliche Wanderberichte und Fotoserien dieser Zweitagestour können auf der Startseite des Internetportals www.die-wehrer-watzmaenner.de eingesehen werden.

An vier Tagen wanderten die Watzmänner durch den Nationalpark Eifel. Foto: privat

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