20. Nickenicher Foto Tage
Zahlreiche Highlights begeisterten die Fotoenthusiasten
Nickenich. Dass die Nickenicher Foto Tage inzwischen zu einem Begriff in der Foto-Szene geworden sind, versprach schon das anspruchsvolle Programm der 20. Nickenicher Foto Tage. Die gesetzten Ziele „Schönstatt - religiöses Weltzentrum“, die Altstadt von Koblenz mit ihren vielen fotografischen Reizen sowie das Kreuzwäldchen von Kempenich und die Tuffsteinbrüche von Weibern waren als markante Objekte und fotogene Motive angekündigt.
So lobte in seiner Begrüßung Bürgermeister Gottfried Busch das Engagement von Fred Doll, der Nickenich inzwischen weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat. Er meinte auch, dass das touristische und kulturelle Leben dadurch besondere Bereicherung erfahren habe. Die sich anschließenden Fotowettbewerbe mit Vernissage und Ausstellungen zeigten der Öffentlichkeit Einblicke in die Sehweise der internationalen Fotografen, so wie diese die Landschaft und ihre Sehenswürdigkeiten darstellen.
Mit bekanntem Bienenfleiß ist es dem Organisator nun bereits seit 21 Jahren gelungen, seine Persönlichkeit in die Seminare einzubringen. Von seinem Wissen und Können profitieren viele Fotografen aus dem In- und Ausland, aber auch die vielen Multiplikatoren, die in ihren Fotogruppen und -vereinen von ihren Erlebnissen während der Nickenicher Foto Tage berichten und dann diese Ziele nochmals besuchen.
Den Programmeinstieg am Freitag mit dem Referat zum religiösen Weltzentrum Schönstatt durch Sr. Marié Munz ließ die Teilnehmer aufhorchen und mit hohen Erwartungen den kommenden Tag beginnen. Begeisterung und Highlights vor Ort: Kirchen, Kapellen und vor allem die Architektur der Anbetungskirche ließen die Verschlüsse klicken. Das nächste Highlight war, mit der Gondel die Festung Ehrenbreitstein zu erstürmen und aus luftiger Höhe das Deutsche Eck, Confluentia sowie die historische Altstadt zu betrachten und abzulichten.
Doch auch die anschließende Altstadtführung zeigte Schönheiten der Rhein-Mosel-Stadt.
Mit dem Vorsitzenden des Kempenicher Heimatvereins Oliver Schüller erlebte man einen weiteren engagierten heimatverbundenen Referenten für das Thema des nächsten Tages. Das Kreuzwäldchen und auch die Sage vom Kreuz-Ännchen ließen weitere fotogene Ziele erwarten. Am Parkplatz wurden die Seminarteilnehmer von Verbandsbürgermeister Johannes Bell herzlich willkommen geheißen. Er betonte, wie wichtig für den Tourismus in der Ost-Eifel und auch für das Brohltal ehrenamtliche Tätige sind. Er bedankte sich bei Fred Doll für dessen Engagement und begleitete die Fotografen mit Oliver Schüller zu den einzelnen Zielpunkten.
Das weitere Tagesziel war der Eifelort Weibern mit seinen Tuffsteinbrüchen und den in der Steinbearbeitung versierten Steinmetzen, einige waren den Fotografen aus der Dombauhütte von Köln bekannt. Fred Doll hatte im Vorfeld mit einem Referat auch hier für den richtigen Einstieg gesorgt. Willi Klapperich und Manfred Dahm, beide engagierte Steinmetze, die für den Steinhauerverein auch als Gästeführer tätig sind, konnten bei den Vorführungen der Tuffsteinbearbeitung alle Blicke auf sich ziehen. Auch konnte man den früher schweren körperlichen Einsatz der Steinmetze nun besser einordnen.
Doch wie immer war irgendwann das Ende gekommen. Fred Doll stellte in einem Zeitraffer nochmals alle Highlights der 20. Nickenicher Foto Tage heraus und konnte feststellen, dass die Begeisterung der Fotografen aus dem In- und Ausland nach weiteren Seminaren drängt. Beim Abschluss waren sich alle einig, dass dieses Wochenende gespickt war mit fotogenen Zielen und bestens vorbereitet durch die einstimmenden Referate und Vorträge.
Die immer wieder gestellte Frage lautete: „Wann finden die nächsten Nickenicher Foto Tage statt?“ Um dies mit den Worten von Bürgermeister Busch und Verbandsbürgermeister Bell zu antworten: „Für Nickenich und den Fremdenverkehr in der Region sind die Nickenicher Foto Tage eine Bereicherung, die viele Touristen in unsere Heimat bringt, es wäre schade, wenn es sie nicht mehr gäbe.“
Gespannt kann man bereits jetzt auf die Vorstellung der Ergebnisse bei der Vernissage sein, in der sie der breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.
