36. ADAC-Rallye 200 „Kempenich“
Zuschauer bekamen bei herrlichem Wetter guten Rallye-Sport geboten
Kempenich. Sehr guten Rallye-Sport und teilweise spektakuläre Bilder bekamen die Zuschauer bei der 36. ADAC-Rallye Kempenich 200 und der 4. ADAC Histo-Rallye Kempenich von den insgesamt 94 Startern geboten. Insbesondere im Bereich der drei Wertungsprüfungen auf den abgesperrten Strecken in der Eifel am Sonntag, 9. März, die allesamt je zweimal durchfahren werden mussten, konnte man Rallye-Sport vom Feinsten beobachten. Die Rallyeleitung hatte die Wertungsprüfungen „Hausten“, „Kempenich“ und „Hannebach“ ausgewählt, die sich als anspruchsvolle Strecken für Fahrer und Material herausstellten. Bereits beim Start an der Leyberghalle und rund um den „parc ferme“ säumte eine große Anzahl von rallyebegeisterten Zuschauern das Startgelände in Kempenich. Immer wieder ist es ein imposantes Bild, das die aufgestellten Fahrzeuge bieten. Vor dem offiziellen Start konnten sich die Zuschauer am Anblick einiger historischer Fahrzeuge aus dem „rollenden Rallye-Museum“ erfreuen. Der Start erfolgte pünktlich um 12.01 Uhr von der Rampe vor der Leyberghalle. Dort wurden die Teilnehmer einzeln vorgestellt und auf die Strecke geschickt. Die Vorjahreszweiten Rainer Noller/Tanja Schlicht mit ihrem Mitsubishi Lancer EVO 9 (Startnummer zwei) wollten es in diesem Jahr endlich wissen und machten von Anfang an Jagd auf die Bestzeiten.
Erste Wertungsprüfung
Die erste Wertungsprüfung wurde in Hausten um 12.14 Uhr unter die Räder genommen. Es folgten die WP 2 Kempenich und schließlich der anspruchsvolle Kurs der WP 3 Hannebach. In der gleichen Reihenfolge ging es anschließend in den zweiten Umlauf zu den Wertungsprüfungen 4, 5 und 6. Besonders bei den WP 2 und 5 südlich des Ortsteils Engeln und des Engelner Kopfes, aber auch bei den anderen Wertungsprüfungen, bekamen die Zuschauer durch das hängige und anspruchsvolle Gelände aufgrund der Geländeverhältnisse und des Streckenverlaufs imposante Drifts und spektakuläre Bilder geboten. Die Länge der Rallye betrug insgesamt 161,70 Kilometer. Die sechs Wertungsprüfungen gingen über 34,98 Kilometer. Bei der 4. ADAC Histo-Rallye Kempenich betrug die Gesamtlänge 208,10 Kilometer und die Wertungsprüfungen 74,76 Kilometer. Herrliches Frühlingswetter zog zahlreiche Zuschauer an die Strecken, die bei strahlendem Sonnenschein allerbesten Rallye-Sport geboten bekamen.
Historische Fahrzeuge
In der Gruppe der historischen Fahrzeuge konnten wieder einmal Fahrzeuge wie Porsche 911, VW Golf GTI, Peugeot 207 RC R3T, Simca Rallye 2, Toyota Celica, Ford Sierra Cosworth oder Ford Escort 2000 sowie Opel Manta bzw. Ascona und Kadett GTE oder aber die legendären 3-er BMW beobachtet werden. Nach einer spannenden Jagd um die Sekunden in allen sechs Wertungsprüfungen konnte schließlich der Vorjahreszweite Rainer Noller mit Co-Pilotin Tanja Schlicht mit 27,6 Sekunden Vorsprung in der Gesamtzeit von 22:54,2 Minuten vor Karlheinz Braun/Hans-Peter Loth (23:21,8 Min.) auf BMW M 3 Compact und Michael Bieg/Heinz Gerd Dörpinghaus (24:07,3 Min.) auf BMW 320is den Sieg erringen. Dabei konnte das Siegergespann Noller/Schlicht fünf der sechs Wertungsprüfungen für sich behaupten. Äußerst spannend ging es auch in den einzelnen Fahrzeugklassen zu. Schließlich konnten, wenn auch oft sehr knapp, doch eindeutig die Sieger in den einzelnen Klassen ermittelt und später bei der Siegerehrung in der Leyberghalle in Kempenich geehrt werden. Die Veranstaltung war auch in diesem Jahr wieder eine Werbung für den Rallye-Sport und zählte als Wertungslauf zum DMSB Rallye Pokal Region West, als Vorlauf zur ADAC Rallye Pokal Südwest, zur ADAC-Rheinland-Pfalz-Meisterschaft, zur ADAC Nordrhein-Pokalwertung Rallyesport, zur Youngtimer Rallye Trophy, zur Saar-Pfalz-Rallyemeisterschaft, zur Bergischen Motorsportmeisterschaft, zum Rheinland-Pokal und Sportabzeichen ADAC, AvD, DMV.
Siegerehrung
Bei den Historischen Fahrzeugen hatte am Ende von den 28 gestarteten Fahrzeugen das Gespann Christoph Schleimer/Jan Enderle (Opel Astra G-CC) die Nase vor Axel Potthast/Elmar Pernsch (Ford Escort RS 2000) und Ralf Droste/Maik Brezina (Porsche 911 ST). Am Abend erfolgte die Siegerehrung in der Leyberghalle, bei der die erfolgreichen Teams ihre Siegerpokale in Empfang nehmen konnten. Spannende Wertungsprüfungen mit spektakulären Fahrmanövern lassen schon jetzt das Rallye-Herz für die 37. ADAC Rallye Kempenich 200 sowie die 5. ADAC Histo-Rallye Kempenich im kommenden Jahr höher schlagen.
Die Lokalmatadoren: Kevin Müller und Sabrina Göller.
Hautnah am Start dabei Bürgermeister Johannes Bell.
