Allgemeine Berichte | 03.07.2015

Abfallzweckverband REK tagte erstmals in erweiterter Besetzung und entschied über Aufgabenerfüllung im Verband

Abfallentsorgung in kommunaler Hand

Das bundeslandübergreifende REK-Führungsteam. Die neuen Funktionsträger des genehmigten und erweiterten Abfallzweckverbandes REK (v.l.n.r.): Werner Albrecht, (Rhein-Sieg-Kreis, Stellvertretender Vorsitzender der Verbandsversammlung), Manfred Becker (Bonn, REK-Geschäftsführer), Landrat Frank Puchtler (Rhein-Lahn-Kreis, Verbandsvorsteher), Christian Gold (Bonn, Vorsitzender der Verbandsversammlung), Gisela Bertram (Rheinlahn-Kreis, Stellvertretende Verbandsvorsteherin), Achim Hallerbach (REK-Geschäftsführer).REK / Wolfgang Tischler

Linkenbach. Der Abfallzweckverband REK Rheinische Entsorgungs-Kooperation tagte erstmals in seiner erweiterten, neuen Besetzung auf der Abfallentsorgungsanlage in Linkenbach (Kreis Neuwied). Bereits Ende März hatten die REK-Gründungsmitglieder Rhein-Sieg-Kreis und die Stadt Bonn den Beitritt des Kreises Neuwied und des Rhein-Lahn-Kreises beschlossen. „Seit dem 22. Juni ist der erweiterte Abfallzweckverband REK von der zuständigen Kommunalaufsicht, der Bezirksregierung Köln, kommunalaufsichtsrechtlich genehmigt. Damit wurde ein weiterer wichtiger Schritt in der von der Politik geforderten interkommunalen Zusammenarbeit getan“, erklären die beiden REK-Geschäftsführer Achim Hallerbach und Manfred Becker. Jetzt wählten die kommunalen Vertreter der vier im Zweckverband organisierten Gebietskörperschaften in der 16-köpfigen Verbandsversammlung den Bonner Stadtverordneten Christian Gold zum Vorsitzenden des Gremiums und den Kreistagsabgeordneten Werner Albrecht (Rhein-Sieg-Kreis) zu seinem Stellvertreter. Neuer Verbandsvorsteher ist Frank Puchtler, Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, seine Vertreterin ist die Erste Kreisbeigeordnete Gisela Bertram, ebenfalls aus dem Rhein-Lahn-Kreis.

Abfallwirtschaft im kommunalen Zweckverband

Regional, nachhaltig und transparent. Der Zweckverband Rheinische Entsorgungs-Kooperation (REK) wurde 2009 durch die Bundesstadt Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis gegründet. Seitdem werden schrittweise die kommunalen Aufgaben der Verbandsmitglieder auf den Verband übertragen, um im Rahmen eines kommunalen Anlagen- und Entsorgungsverbundes gemeinsam die kommunalen Abfallbehandlungsanlagen im Verbandsgebiet zu nutzen und transparente, langfristig stabile Gebühren für den Bürger zu sichern. Mit dem Beitritt des Kreises Neuwied und des Rhein-Lahn-Kreises in Rheinland-Pfalz gehören dem Zweckverband REK seit 2015 zwei weitere Mitglieder an. Damit ist eine von den Kommunalaufsichtsbehörden beider Bundesländer befürwortete kommunale Kooperation entstanden, die über die Landesgrenzen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hinaus reicht und den Zielen des neuen Landesabfallplanes in NRW und dem Landesabfallkonzept in Rheinland-Pfalz folgt, in denen die Kommunalisierung und die kommunale Kooperation ausdrücklich gewünscht sind. „Damit wurde ein Meilenstein in der interkommunalen Zusammenarbeit von entsorgungspflichtigen Gebietskörperschaften gesetzt, der auf eine langfristige und im Sinne der Bürgerschaft angelegten Zusammenarbeit ausgerichtet ist“, so die REK-Geschäftsführer Achim Hallerbach und Manfred Becker. Beide betonten, dass die kommunale Kooperation auf Augenhöhe geschehe und der bundeslandübergreifende Zusammenschluss über den Staatsvertrag legitimiert sei. Vorausgegangen war eine seit 2010 inhaltliche Zusammenarbeit mit dem REK. Eine seit 2012 durchgeführte Biomassestudie von elf Gebietskörperschaften im nördlichen Rheinland-Pfalz inklusive der Bundesstadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis verstärkte den Schulterschluss. „Dieser Prozess hat letztendlich die heutigen Akteure zusammengeführt“, unterstrich Manfred Becker. „Unser Dank gilt aber auch dem Land Rheinland-Pfalz, welches die Biomassestudie finanziell gefördert und die Bemühungen der Kommunalisierung sowie der kommunalen Kooperation ausdrücklich unterstützt hat“, so Achim Hallerbach. „Der Zweckverband REK als Aufgabenträger gewährleistet für seine vier Mitglieder die hoheitliche Abfallentsorgung autark, also in kommunaler Hand, nachhaltig und mit hohen ökologischen und sozialen Standards“, erklärt Achim Hallerbach, Sprecher der REK-Geschäftsführung und 1. Beigeordneter des Kreises Neuwied. Die interkommunale Kooperation gewährleiste zudem Entsorgungssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger und führe auch dauerhaft zu einer Reduzierung der Abfalltransporte im Verbandsgebiet.

Zweckverband entscheidet über zukünftige Aufgabenerfüllung im Verbandsgebiet

Zudem entschied der Zweckverband darüber, wie er zukünftig die Erfüllung der ihm übertragenen Aufgaben wahrnehmen wird. Mit dem Beitritt des Landkreises Neuwied sowie des Rhein-Lahn-Kreises ist der Verband nunmehr eigenverantwortlich unter anderem für Aufgaben der Sammlung und des Transports, für die Bioabfall- und Sperrmüllentsorgung sowie für die thermische Behandlung der überlassungspflichtigen Abfälle aus Teilen des Verbandsgebiets zuständig. Der REK nutzt zur Erfüllung der ihm übertragenen Aufgaben gemäß Verbandssatzung vorrangig die Anlagen und Einrichtungen seiner Zweckverbandsmitglieder. Die Verbandsversammlung beschloss auch die gesellschaftsrechtliche Beteiligung des Zweckverbandes an der Bonner Müllverwertungsanlage (MVA) durch den Erwerb eines Gesellschaftsanteils an der MVA GmbH, der allerdings noch durch die Bezirksregierung in Köln genehmigt werden muss.

Das bundeslandübergreifende REK-Führungsteam. Die neuen Funktionsträger des genehmigten und erweiterten Abfallzweckverbandes REK (v.l.n.r.): Werner Albrecht, (Rhein-Sieg-Kreis, Stellvertretender Vorsitzender der Verbandsversammlung), Manfred Becker (Bonn, REK-Geschäftsführer), Landrat Frank Puchtler (Rhein-Lahn-Kreis, Verbandsvorsteher), Christian Gold (Bonn, Vorsitzender der Verbandsversammlung), Gisela Bertram (Rheinlahn-Kreis, Stellvertretende Verbandsvorsteherin), Achim Hallerbach (REK-Geschäftsführer).Foto: REK / Wolfgang Tischler

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Rund ums Haus
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige
Angebotsanzeige (April)
Osteraktion
Stellenanzeige Personalreferent/in
Empfohlene Artikel
Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
49

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Symbolbild.
25

Region. Der März erfreute nicht nur meteorologisch mit warmen Tagen zum Frühlingsanfang, er sorgte auch auf dem regionalen Arbeitsmarkt für eine anhaltende Belebung. Im Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Rhein-Wied-Westerwald, der die Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Rhein-Lahn und Westerwald umfasst, waren im März 17.876 Menschen ohne Beschäftigung gemeldet. Das sind 385 weniger als im Februar, jedoch 240 mehr als im Vorjahr.

Weiterlesen

Alle Beteiligten waren mit großem Engagement bei der Sache und zeigten, wie wichtig ihnen ein sauberes und gepflegtes Umfeld ist.  Fotos: A.Baumeister
32

Roniger Hof. Der Interessenkreis Roniger Hof hatte am 21. März zur diesjährigen Aufräumaktion eingeladen. Bei gutem Wetter sind viele dem Aufruf gefolgt und haben dafür gesorgt, dass ihr Stadtteil wieder ein Stückchen sauberer wurde. Eine beträchtliche Menge an Müll wurde gesammelt, was den Erfolg der Aktion unterstreicht. Anschließend gab es als Dankeschön für die fleißigen Helfer Würstchen und Getränke.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2253

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Innovatives rund um Andernach
Titel
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Osterangebot
fit für`s Alter?
Kreishandwerkerschaft
Stellenanzeige mehrere Stellen
PR-Anzeige
Dauerauftrag 2026
Titelanzeige
Unterstützeranzeige
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Kita