Allgemeine Berichte | 29.11.2014

Landkreis Neuwied führt zweijährige Ausbildung „Nachhaltige Stabsarbeit“ durch

Bundesweites Pilotprojekt im Katastrophenschutz

Bei Großschadenslagen sind die Führungskräfte besonders stark gefordert. M.Lemgen

Bonn / Neuwied. Als erste Gebietskörperschaft in Deutschland wird der Landkreis Neuwied in den nächsten zwei Jahren von der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) mit Sitz in Bad Neuenahr-Ahrweiler im Rahmen der „Nachhaltigen Stabsarbeit“ ausgebildet und begleitet. Im Falle von großen Schadenslagen, wie beispielsweise extremes Hochwasser oder einem langandauernden Stromausfall, die die Kapazität der Verbandsgemeinde oder der Stadt Neuwied überschreiten, übernimmt der Landkreis die Einsatzleitung. Dies geschieht für den operativen Bereich durch die Technische Einsatzleitung oder einen Führungsstab. Der Führungsstab besteht aus Mitgliedern aller im Landkreis vertretenen Hilfsorganisationen Feuerwehr, THW, Polizei, Bundeswehr, Malteser, DRK, DLRG sowie den Leitenden Notärzten, Organisatorischen Leitern und Wehrleitern. Insgesamt wird eine Gruppe von etwa 60 Fachkräften geschult. „Anders als in der bisherigen Praxis wird in der „Nachhaltigen Stabsarbeit“ nun der komplette Stab nicht nur in Einzellehrgängen ausgebildet sondern über zwei Jahre intensiv begleitet.“, sagt Harald Simeit von der AKNZ. „Durch die kontinuierliche Begleitung können wir die Ausbildungsfortschritte deutlich besser beurteilen, als wenn wir lediglich einzelne Personen kurzfristig schulen oder eine Übung begleiten.“, ergänzt sein Kollege Frank Meurer.

Kick-Off Veranstaltung in Waldbreitbach

Zusammen werden die beiden Dozenten der AKNZ die Ausbildung durchführen. Sie stellten auch den geplanten Ablauf bei einer Kick-Off Veranstaltung in Waldbreitbach vor. Die Lehrgangsreihe sieht mindestens vier Stationen vor, die sich über zwei Jahre erstrecken. Die Seminare werden jeweils mit 15 Teilnehmern durchgeführt.

1. Grundlagenseminar

Im September dieses Jahres und Anfang nächsten Jahres starten jeweils zwei Grundlagenseminare. Diese bestehen aus einer zweimonatigen E-Learning Phase, in der die Teilnehmer 15 Lerneinheiten durchnehmen sollen. Anschließend folgt eine dreitägige Präsenzphase an der AKNZ in Ahrweiler.

2. Individuelle Schulung

Im nächsten Schritt steht jedem Teilnehmer eine Vielzahl an Fachlehrgängen zur Verfügung. Nicht jede Einsatzkraft besetzt alle Funktionen im Stab oder der Technischen Einsatzleitung. So besteht hier die Möglichkeit die eigenen Fachkenntnisse zu vertiefen. Sei es beispielsweise in der Lagedarstellung, Einsatzführung, Kommunikation oder Presse- und Medienarbeit.

3. Stabsübung an der AKNZ

Während einer weiteren Präsenzphase an der AKNZ wird eine komplette einwöchige Stabsübung durchgeführt.

4. Operativ-Taktische Übung vor Ort

Den Abschluss der Ausbildung bildet eine mehrtägige Übung im Landkreis Neuwied, in der in mehreren Schichten mit dem gesamten Stab gearbeitet werden muss. Das Szenario einer solchen Übung könnte beispielsweise Hochwasser oder ein flächendeckender Stromausfall sein. Landrat Rainer Kaul und Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) Werner Böcking und der für die Technische Einsatzleitung verantwortliche stellvertretende KFI Holger Kurz sind sich einig: „Wir haben ein funktionierendes System für Großschadenslagen, jedoch bietet sich jetzt die Möglichkeit die Einsatzkräfte gemeinsam fortzubilden und, aufgrund der externen Betrachtung, das System auch zu überprüfen. Gerade Großschadenslagen bilden eine extreme Herausforderung für alle Beteiligten. Eine gute Vorbereitung ist hier unerlässlich.“

Pressemitteilung

Technische Einsatzleitung Landkreis Neuwied

Bei Großschadenslagen sind die Führungskräfte besonders stark gefordert. Foto: M.Lemgen

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Rund um´s Haus
Dauerauftrag 2025
Holz Loth-Entsorgung
Innovatives rund um Andernach
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
First Friday Anzeige März
Anzeige KW 14
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige
Empfohlene Artikel
Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
49

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Symbolbild.
25

Region. Der März erfreute nicht nur meteorologisch mit warmen Tagen zum Frühlingsanfang, er sorgte auch auf dem regionalen Arbeitsmarkt für eine anhaltende Belebung. Im Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Rhein-Wied-Westerwald, der die Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Rhein-Lahn und Westerwald umfasst, waren im März 17.876 Menschen ohne Beschäftigung gemeldet. Das sind 385 weniger als im Februar, jedoch 240 mehr als im Vorjahr.

Weiterlesen

Alle Beteiligten waren mit großem Engagement bei der Sache und zeigten, wie wichtig ihnen ein sauberes und gepflegtes Umfeld ist.  Fotos: A.Baumeister
32

Roniger Hof. Der Interessenkreis Roniger Hof hatte am 21. März zur diesjährigen Aufräumaktion eingeladen. Bei gutem Wetter sind viele dem Aufruf gefolgt und haben dafür gesorgt, dass ihr Stadtteil wieder ein Stückchen sauberer wurde. Eine beträchtliche Menge an Müll wurde gesammelt, was den Erfolg der Aktion unterstreicht. Anschließend gab es als Dankeschön für die fleißigen Helfer Würstchen und Getränke.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2252

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Rund ums Haus
Schulze Klima -Image
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Ostergruß
Osterangebot
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Container Anzeige
Innovatives rund um Andernach
Dauerauftrag 2026
Anzeige Lange Samstage
Unterstützeranzeige
Unterstützeranzeige