Weitere Stolpersteine in Rheinbrohl
Erinnerungen an jüdische Opfer des Nationalsozialismus
aus Homburg
Rheinbrohl. Kürzlich wurden in Rheinbrohl sieben weitere Stolpersteine verlegt, um das Andenken an jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger zu bewahren, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Bürgermeister Oliver Labonde begleitete die Verlegung durch Frank-Matthias Mann, Assistent im Stolperstein-Team von Gunter Demnig, in der Wilhelm- und der Hauptstraße.
Die Gedenkorte und Schicksale
Nach dem es schon seit über 25 Jahren vier Stolpersteine in der oberen Kirchstraße zum Gedenken an Albert und Rosa Baer sowie Moritz und Katharina Baer gibt, erinnern die neuen Steine an Die Stolpersteine erinnern an die Josef Jonas (Jg. 1876, deportiert 1942, ermordet) und Bertha Jonas geb. Jakob (Jg. 1886, gedemütigt/entrechtet, gestorben am 6. Dez. 1941) in der Wilhelmstraße sowie Hermann (Jg. 1890, ‚Schutzhaft‘ 1938, KZ Dachau, deportiert 1942, ermordet), Mathilde geb. Steinberg (Jg. 1896, deportiert 1942, ermordet), Leo (Jg. 1889, deportiert 1942, ermordet) Hertha geb. Abraham (Jg. 1907, deportiert 1942, ermordet) und Paula Wolff geb. Sommer (Jg. 1891, ermordet) in der Hauptstraße.
Ein Aufruf zum weiteren Gedenken
Die Stolpersteinverlegung ist ein bedeutender Schritt in der Aufarbeitung der lokalen Geschichte Rheinbrohls. Frank-Matthias Mann betonte die Wichtigkeit, Zeitzeugen und deren Angehörige einzubeziehen, solange dies noch möglich ist. Insbesondere der Austausch mit Personen, die noch persönliche Geschichten oder Dokumente besitzen, stellt eine wertvolle Quelle für das historische Gedächtnis dar.
Für weiterführende Recherchen zur jüdischen Geschichte in Rheinbrohl werden die Internetportale www.juedische-gemeinden.de sowie www.alemannia-judaica.de empfohlen.
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Fünf neue Stolpersteine wurden in der Hauptstraße verlegt. Foto: Andreas Kossmann