Allgemeine Berichte | 19.05.2014

Kinderschutzdienst Neuwied feiert 20-jähriges Bestehen

Gute Zusammenarbeit gewürdigt

Kreis Neuwied. Der Kinderschutzdienst in Neuwied feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen - Grund genug, auf die geleistete Arbeit zurückzublicken und seine Bedeutung im System der Jugendhilfe in Neuwied angemessen zu würdigen. Seit 2005 ist das Heilpädagogisch-Therapeutische Zentrum (HTZ) Neuwied Träger des örtlichen Kinderschutzdienstes. Der Erste Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach und der Beigeordnete der Stadt Neuwied, Jürgen Moritz, gratulierten nunmehr dem Geschäftsführer des HTZ Neuwied, Wilbert Peifer, sowie den Fachkräften Kerstin Müller und Christina Sperber anlässlich dieses Jubiläums und bedankten sich bei dieser Gelegenheit für die gute Zusammenarbeit mit beiden Jugendämtern.

Der Kinderschutzdienst hat die Aufgabe, Kinder und Jugendliche zu unterstützen, die Opfer von sexueller oder körperlicher Gewalt geworden sind.

Die Fachkräfte des Kinderschutzdienstes verstehen sich dabei als verlässliche Ansprechpartner für die betroffenen Kinder und Jugendlichen, die ihnen Glauben schenken, ihnen Hilfen zur Abwendung der Gefährdung und zum Schutz zugänglich machen, ihnen durch persönliche Zuwendung Unterstützung bei der Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse anbieten oder Hilfen durch andere Institutionen vermitteln und sie im Bedarfsfall in einem strafrechtlichen Verfahren begleiten. Der Geschäftsführer des HTZ, Wilbert Peifer, erklärte hierzu: „Die Fachkräfte unseres Kinderschutzdienstes verfolgen dabei einen kindzentrierten Ansatz und leiten keine Schritte ein, ohne die Betroffenen entsprechend ihres Alters und Entwicklungsstands einzubeziehen.“ In Rheinland-Pfalz existieren 19 Kinderschutzdienste, die von 15 freien Trägern der Jugendhilfe unterhalten werden.

Der Kinderschutzdienst Neuwied wurde vor 20 Jahren durch den Deutschen Kinderschutzbund eingerichtet. In der Zeit von 1999 bis 2005 war der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband Träger, bis die Trägerschaft 2005 schließlich vom Heilpädagogisch-Therapeutischen Zentrum Neuwied übernommen wurde. Die Finanzierung des Kinderschutzdienstes erfolgt aus Mitteln des Landes, beider Jugendämter sowie durch den Träger.

Die Fachkräfte des Neuwieder Kinderschutzdienstes verzeichnen ähnlich wie die beiden Neuwieder Jugendämter seit Jahren einen konstanten Anstieg der Fallzahlen: Sie haben im Jahr 2013 insgesamt 103 Fälle aus dem Kreisjugendamtsbezirk und 75 Fälle aus dem Bereich der Stadt Neuwied begleitet. Die häufigsten Auslöser zur Kontaktaufnahme mit dem Kinderschutzdienst waren dabei Verdachtsmomente auf sexuellen Missbrauch und Misshandlung (körperlich und psychisch).

Aber auch akute familiäre Problemlagen und Konflikte, Entwicklungsauffälligkeiten oder unzureichende Versorgung in der Familie waren Anlässe, dass entweder die betroffenen Kinder und Jugendlichen selbst oder aber Institutionen wie Kindertagesstätten oder Schulen sich hilfesuchend an den Kinderschutzdienst wendeten.

Der Erste Kreisbeigeordnete und Jugenddezernent Achim Hallerbach betonte die Bedeutung des Kinderschutzdienstes als einen wichtigen Pfeiler zur Weiterentwicklung des Kinderschutzes im Landkreis Neuwied: „Die gute Kooperation mit dem Jugendamt führt dazu, dass durch die komplementären fachlichen Ansätze Hilfen und Schutzmaßnahmen effizient eingesetzt und die betroffenen Kinder und Jugendlichen wirksam unterstützt werden können“

. Nach Ansicht von Hallerbach profitieren die Betroffenen hierbei vor allem vom niedrigschwelligen und leicht zugänglichen Beratungsangebot des Kinderschutzdienstes sowie von den weitreichenden Hilfsangeboten der Jugendämter.

Das 20-jährige Bestehen des Kinderschutzdienstes wurde daher zum Anlass genommen, den Kinderschutzdienst und seine Arbeit in der Netzwerkkonferenz „Kindeswohl und Kinderschutz“ der Fachöffentlichkeit vorzustellen. Diese Netzwerkkonferenzen werden jährlich in Kooperation beider Jugendämter organisiert und dienen dem fachlichen Austausch und der Information eines breiten Publikums zu wichtigen Themen des Kinderschutzes.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Monatliche Anzeige
Imageanzeige
Holz Loth-Entsorgung
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Schulze Klima -Image
Anlagenmechaniker
Rund ums Haus
Wohnträume
Wohnträume
Empfohlene Artikel
In Linz am Rhein fand wieder der „Klapperlauf“ statt – ein organisiertes Gemeinschaftserlebnis, bei dem zahlreiche Teilnehmer mehrmals täglich durch die Stadt ziehen und "klappern", begleitet und gefördert durch die VR Bank RheinAhrEifel eG.  Foto: Jan-Erik Burkard I VR Bank RheinAhrEifel eG
12

Linz. Der Klapperlauf in Linz am Rhein ist weit mehr als ein Brauch – er ist gelebte Tradition, Gemeinschaft und ein eindrucksvolles Zeichen regionaler Verbundenheit. Die VR Bank RheinAhrEifel eG begleitet dieses besondere Ereignis bereits seit über 40 Jahren als verlässlicher Partner und Förderer.

Weiterlesen

Gemeinsam wurden die Kartage in Vallendar verbracht.  Foto: Günter Gauer
13

Rheinbrohl. Einer schönen Tradition folgend, machten sich auch in diesem Jahr wieder 20 Kinder, Jugendliche und jung Gebliebene der Pfarrei Hl. Katharina Kasper Am unteren Mittelrhein auf den Weg, um die Kartage gemeinsam im Haus Sonnenau in Vallendar zu verbringen.

Weiterlesen

Die auch Roter Ibis oder Scharlachsichler genannten Vögel sind für ihre leuchtend rote Färbung mit schwarzen Flügelspitzen bekannt.
20

Neuwied. Gleich zwei neue Vogelarten sorgen seit Kurzem für farbenfrohe Akzente im Zoo Neuwied: Rotschulterenten und Rote Sichler sind in die Anlage gegenüber der Löwen, neben den Capybaras, eingezogen. Sie teilen sich das Gehege mit einem Pärchen der Nacktgesichtshokkos.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
30

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
6

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2026
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Rund ums Haus
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
fit für`s Alter?
Rund ums Haus
Stellenanzeige mehrere Stellen
Ostergrußanzeige
Unterstützeranzeige
Wohnträume
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 // Wohnträume MYK
Aushilfskraft (w/m/d)