Ab 2. Januar rollen 20 nagelneue Müllfahrzeuge im Kreises Neuwied
Kommunale Entsorger wollen die Gebühren stabil halten
An den Leistungen für den Bürger ändert sich nichts
Kreis Neuwied. Nur noch wenige Tage, dann ändert sich das Bild der täglichen Abfallsammlung im Kreis Neuwied. Denn ab Samstag, 2. Januar 2016, rollen 20 nagelneue weiße Mülllaster unter dem Dach und Logo des REK über die Straßen des Kreises Neuwied. Hinter den drei Buchstaben steht der länderübergreifende Abfallzweckverband Rheinische Entsorgungs-Kooperation, dem der Kreis Neuwied wie auch der Rhein-Lahn-Kreis im Frühjahr beigetreten sind. Der Rhein-Sieg-Kreis und die Stadt Bonn haben diesen Verbund bereits 2009 gegründet, um abfallwirtschaftlich enger und für den Bürger kostengünstiger zusammenzuarbeiten.
Bisher hat der private Entsorger Sita die Restmüll- und Biotonnen im Kreis geleert. Mit dem Jahreswechsel geht diese Aufgabe in die kommunale Hand. „Wir freuen uns riesig auf den Start und werden vom ersten Tag an unser Bestes geben. Dass das tägliche Abfuhrgeschäft unter kommunaler Führung gut funktionieren kann, beweisen der Rhein-Sieg-Kreis und die Stadt Bonn seit vielen Jahren mit hoher Qualität. Das sollte auch für uns Ansporn sein“, sagt Achim Hallerbach, Sprecher der Geschäftsführung des REK, 1. Kreisbeigeordneter und Abfallwirtschaftsdezernent des Kreises Neuwied. Wichtig ist, dass sich an den Leistungen für den Bürger nichts ändert. Und oberstes Ziel ist für die Verantwortlichen, die Gebühren stabil zu halten. „Bevor die Konzentration in der Entsorgungsbranche auf einige wenige Unternehmen die Gefahr von Gebührenerhöhungen wachsen lässt, beschreiten wir gemeinsam mit unseren Partnern andere Wege. Mit der Zielvorgabe: Weiterhin eine bürgerfreundliche Abfallentsorgung im gesamten Kreisgebiet, ein Höchstmaß an umweltgerechter Verwertung und eben die Gebührenstabilität zu gewährleisten“, ergänzt Hallerbach. Um allen Bürgerinnen und Bürger die wichtigsten Informationen zum Neubeginn zu geben, hat die Kreisabfallwirtschaft ein Magazin herausgebenen. Dieses wird an alle Haushalte verteilt. Zusammen mit der neuen REK-Standortleiterin Yvonne Nagel, die mit zwei weiteren Kollegen die Touren und Einsatzpläne sowie das Behältermanagement koordieniert, begrüßte Hallerbach am derzeitigen Standort Rasselstein in Neuwied die ersten 24 neuen Müllwerker - weitere Mitarbeiter folgen ab März. „Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und gutes Gelingen an Ihrem neuen Arbeitsplatz“, sagten Nagel und Hallerbach unisono, bevor sich die Mitarbeiter erst einmal in den Jahreswechsel verabschiedeten. Einige kennen sich auf den Straßen des 627 Quadratkilometer großen Kreisgebietes bereits gut aus, kommen sie doch vom privaten Entsorger Sita und haben jetzt beim REK einen Anschlusssvertrag erhalten. In den letzten Tagen haben sie sich insbesondere mit der Fahrzeugtechnik der neuen Mülllaster beschäftigt, die Seitenlader- und Heckladertechnik noch einmal einstudiert und sich die Abfuhrbereiche auf den Kreis- und Gemeindekarten intensiv angeschaut. Ab Samstag, 2. Januar warten dann 73.700 Restmüll- und 63.704 Biotonnen am Straßenrad, die regelmäßig gekippt werden müssen. Hinzu kommen noch 1.373 Restmüllcontainer. Pro Jahr wird von 3,85 Millionen Behälterleerungen ausgegangen. Die Papiertonnen werden noch bis Ende 2016 von der Nord-Westdeutschen Papierrohstoff Gmbh geleert.
Hintergrund: Im Jahr 2004 beschlossen Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis, die hoheitlichen Aufgaben der Abfallwirtschaft in der Region rein in kommunaler Hand zu organisieren, autark, nachhaltig, nah, transparent, kostengünstig und mit höchsten ökologischen und sozialen Standards. 2009 wurde der Zweckverband Rheinische Entsorgungs-Kooperation (REK) gegründet.
Seitdem werden schrittweise die regionalen Abfallmengen und Stoffströme gebündelt, um die kommunalen Abfallbehandlungsanlagen im Verbandsgebiet gemeinsam auszulasten, günstige Gebühren für den Bürger zu sichern und Abfalltransporte im Kooperationsgebiet zu reduzieren. Mit dem Beitritt des Kreises Neuwied und des Rhein-Lahn-Kreises gehören dem Zweckverband REK seit 2015 zwei weitere Partner an. Pressemitteilung
Kreisverwaltung Neuwied
Ab Samstag, 2. Januar 2016, rollen 20 nagelneue weiße Mülllaster unter dem Dach und Logo des REK über die Straßen des Kreises Neuwied. Hinter den drei Buchstaben steht der länderübergreifende Abfallzweckverband Rheinische Entsorgungs-Kooperation, dem der Kreis Neuwied wie auch der Rhein-Lahn-Kreis im Frühjahr beigetreten sind. Wichtig ist, dass sich an den Leistungen für den Bürger nichts ändert. Der Rhein-Sieg-Kreis (RSAG) und die Stadt Bonn haben diesen Verbund bereits 2009 gegründet, um abfallwirtschaftlich enger und für den Bürger kostengünstiger zusammenzuarbeiten. Zusammen mit (vorne v.r.n.l.) Ludgera Decking, Vorständin der RSAG, die neue REK-Standortleiterin Yvonne Nagel und Manfred Becker, Geschäftsführer REK und Geschäftsführer der MVA Bonn begrüßte Hallerbach am derzeitigen Standort Rasselstein in Neuwied die ersten 24 neuen Müllwerker - weitere Mitarbeiter folgen ab März. Um allen Bürgerinnen und Bürger die wichtigsten Informationen zum Neubeginn zu geben, hat die Kreisabfallwirtschaft ein Magazin herausgebenen. Dieses wird an alle Haushalte verteilt. Foto: Kreisverwaltung
