Kolping initiiert Klimaschutz
Schnuffi denkt für die Menschen mit...
aus Homburg
Rheinbrohl/Köln/Arheilgen. Neulich feierte die Kolpingsfamilie Darmstadt-Arheilgen ihr 75jähriges Jubiläum mit einem großen 80er-Konzert der Lokalmatadoren „Rocky Rose“ und der federführenden Mitwirkung beim traditionellen Kiliansfest mit Familiengottesdienst und -programm im Pfarrgarten Heilig Geist.
Aus Köln kam das bundesweit aktive Kolping-Klimamobil und auch vom Diözesanverband Mainz gab es tolle Mitmach-Aktionen, beide Angebote für kleine und große Gäste.
Prominenter Interviewpartner
„Schnuffi“, das offizielle Maskottchen der Kolpingjugend Deutschland, stattete bei dieser Gelegenheit dem Klimamobil einen Besuch ab und ließ sich hier von den verschiedenen Aktivitäten begeistern.
Wir interviewten den prominenten Gast. Wir, das sind Andreas von der Kolpingsfamilie Rheinbrohl, Christoph (Referent für das Klimaprojekt) und Paula (aus Münster) vom Kolping-Klimamobil (kurz: ACP).
Unsere Zukunft liegt uns allen am Herzen
ACP: Hey Schnuffi, schön, dich als offizielles Maskottchen der Kolpingjugend hier an unserem Klimamobil zu treffen, welches ja auch ein Angebot der Kolpingjugend ist.
Warum sind denn für junge Kolpingmitglieder aus deiner Sicht die Themen Klima, Energie, Konsum und Wald überhaupt so wichtig?
Schnuffi: Für mich als Schnuffi ist ganz klar: Unsere Zukunft liegt uns allen am Herzen und natürlich auch den jungen Menschen, also der Kolpingjugend. Klima, Energie, Konsum und Wald gehören eng zusammen. Wir brauchen eine gesunde Natur, saubere Luft und Wasser und einen Wald, in dem Tiere und Pflanzen zu Hause sind. Mit unseren Entscheidungen können wir jeden Tag etwas bewirken. Ganz einfach: Was kaufe ich ein? Wie bin ich unterwegs? Und wie nutze ich Energie? Und das kann jede und jeder tun.
Ich finde, gerade wir jungen Kolpingmitglieder können zeigen: Nachhaltig leben muss nicht langweilig sein! Wenn viele Menschen mitmachen, können wir gemeinsam richtig viel verändern.
Viele Dinge zu entdecken
ACP: Was hat dir an unserem Klimamobil denn besonders gut gefallen bzw. was fiel dir auch sofort in deine süßen Schnuffi-Augen?
Schnuffi: Ich habe große Ohren und kann auch gut zuhören, aber ganz toll finde ich, dass man beim Klimamobil viele Dinge ausprobieren und entdecken kann. Hier kann jede*r mitmachen, egal ob alt oder jung, alle können Klima auf ganz praktische Weise entdecken. Das Fahrrad ist etwas ganz Besonderes: Wenn ich kräftig in die Pedale trete, wird Energie erzeugt und es kommen Seifenblasen dabei raus. Ich merke mir Dinge immer besser, wenn ich sie selbst ausprobiere.
Auf einer großen Weltkarte kann man sehen, welche Regionen besonders vom Klimawandel betroffen sind. Man kann Müll sortieren, Energie erzeugen und gemeinsam überlegen, was man selbst für das Klima tun kann.
Die Kolpingjugend möchte klimaneutral werden und geht mit gutem Beispiel voran.
Sie möchte ihren eigenen Einfluss auf das Klima möglichst stark verringern. Dafür schaut man jetzt schon bewusst auf Energie, Mobilität, Veranstaltungen und Ressourcen. Es werden immer wieder konkrete Maßnahmen und Ideen entwickelt. Das Klimamobil mit seinem Slogan „Kolping wird‘s zu heiß“ macht auf jeden Fall MUT!
Jeder kann anfangen, was zu tun
ACP: Was wünschst du dir von der Zukunft und was tust du auch selbst (als Schnuffi), um das Klima zu schützen? Vielleicht hast du auch Tipps für uns Menschen (jeden Alters), wie wir mit Natur und Schöpfung sorgfältiger umgehen sollten?
Schnuffi: Ich wünsche mir eine Zukunft, in der Menschen, Tiere, Pflanzen und unsere ganze Schöpfung gut miteinander in Frieden leben können.
Ich möchte durch Wälder schnüffeln, ohne mir Sorgen um die Natur machen zu müssen, saubere Bäche entdecken und viele Tiere und Pflanzen kennenlernen. Und natürlich wünsche ich mir, dass auch Kinder und Jugendliche in Zukunft noch eine wunderschöne und vielfältige Natur erleben können.
Man muss nicht gleich die ganze Welt retten! Man kann im eigenen Alltag anfangen. Noch wichtiger ist aber: Gemeinsam aktiv werden. In einer Gruppe kann man Ideen entwickeln und viel mehr erreichen.
Was ich selbst dafür tue? Ich versuche, mit gutem Beispiel voranzuschnüffeln! Ich achte darauf, möglichst wenig Müll zu machen, Dinge lange zu benutzen und nichts unnötig wegzuwerfen. Ich gehe sorgsam mit der Natur um und erinnere auch meine Menschen daran, dass man nicht alles haben und kaufen muss.
Und meine Tipps für alle Menschen?
Öfter mal zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren, weniger Dinge kaufen, Lebensmittel wertschätzen, Müll vermeiden und richtig entsorgen, Energie und Wasser sparen und vor allem: raus in die Natur gehen und sie kennenlernen! Denn was man liebt, möchte man auch schützen.
Und mein wichtigster Schnuffi-Tipp überhaupt: Nicht darauf warten, dass jemand anderes anfängt. Einfach selbst loslegen! Schon kleine Veränderungen können etwas bewirken – besonders, wenn ganz viele Menschen mitmachen.
Ich glaube Adolph Kolping wäre begeistert, wenn er sehen würde, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen. Er war Sozialreformer, Priester und Mutmacher. Seine Idee, Menschen zu stärken und ihnen Chancen zu geben, passt auch heute noch sehr gut zum Kirchort Kolping und der Kolpingjugend.
Eine ganz besondere Sache
ACP: Vielen Dank für deine schnuffigen Antworten, darüber haben wir uns sehr gefreut. Würdest du uns also vom Kolping-Klimamobil auch für andere Veranstaltungen als hier in Arheilgen weiter empfehlen.
Schnuffi: Ja, das ist eine ganz besondere Sache. Und ich weiß natürlich auch, wo man euch findet, um euch zu buchen. Alle, die Lust auf das Klimamobil bekommen haben, sollten mal auf https://www.kolping.de/engagement/das-klimamobil/ vorbei schnüffeln, dort findet man alle Kontaktdaten und Informationen.
Hintergrund zum Interview
Die Fragen beantwortete Regina Koser als „Schnuffi“ vom DV Mainz (u.a. Aktionskreis Familie).
Weitere Themen
Schnuffi tritt schwungvoll in die Pedalen. Foto: Kolpingsfamilie Arheilgen