Aktion „Unser Dorf hat Zukunft“
Sechs Gemeinden wurden ausgezeichnet
Niederbreitbach konnte sich über Kreissieg freuen
Kreis Neuwied. Beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2014 haben insgesamt 6 Ortsgemeinden bzw. Ortsteile teilgenommen. Nun fand die Siegerehrung im Dorfmuseum in Niederbreitbach statt. Eingeladen hatte die Kreisverwaltung Neuwied, organisiert hatte die Veranstaltung mit viel Liebe und Engagement Martina Jungbluth. Landrat Rainer Kaul begrüßte im Dorfmuseum die Ortsbürgermeister aus Niederbreitbach, Daufenbach, Niederraden, Oberdreis, Hammerstein und Etscheid sowie viele weitere interessierte Gäste und Ehrengäste. Auch die Kommission - bestehend aus Martina Jungbluth, Achim Braasch, Kurt Milad und seit diesem Jahr neu hinzugekommen Karlheinz Stein aus Waldbreitbach für den ausgeschiedenen Klaus Georg war anwesend. Musikalisch untermalt wurde die Siegerehrung von Michael und Eric Schmidt. Achim Hallerbach sprach nun Klaus Georg, der lange Jahre für die Baugestaltung und Bauentwicklung in der Kommission zuständig war, seinen Dank für sein Engagement aus. Er beschrieb auf sehr unterhaltsame Weise die Zusammenarbeit mit Herrn Georg und vermittelte dabei den Eindruck, dass die Zugehörigkeit zur Kommission nicht nur Arbeit, sondern auch viel Spaß mit sich bringt. Klaus Georg bekam nun eine Ehrung und ein dickes Dankeschön für seine langjährige Mitarbeit. Und es wurde schnell klar, dass Karlheinz Stein als sein Nachfolger hier in große Fußstapfen tritt. Weiter ging’s dann mit der Siegerehrung der einzelnen Gemeinden, die ebenfalls Achim Hallerbach vornahm. Er begann mit dem Ortsteil Etscheid. Hier gab es zahlreiche Punkte zu nennen, die für die Kommission entscheidend waren. Besonders hob er hier den Erwerb eines alten Gebäudes neben der Kapelle hervor, das entfernt und dann auf dem Gelände dann eine Multifunktionsfläche und ein Treffpunkt errichtet wurde. Das zeichnete für die Kommission Zukunft und gemeinsames Dorfleben aus. In Oberdreis war der Bürgermeister laut Achim Hallerbach kaum zu halten. Die Kommission wurde in alle Ortsteile verschleppt und staunte, was hier alles auf die Beine gestellt wurde. In Lautzert beispielsweise gibt es neben Baumaßnahmen wie LED-Straßenbeleuchtung und einer neuen Trinkwasserstation ein Osterfrühstück für Jung und Alt. In Oberdreis gibt es die „Olichsmüll“ zu bestaunen, eine seit 175 Jahren bestehende Töpferei und ein Backes, in dem noch heute Brot gebacken wird. Letztlich besichtigte die Kommission in Dendert die Getreidemühle, in der noch bis 2003 Getreide gemahlen wurde. Daufenbach hat die Kommission gleich in seinen Bann gezogen. Hier wird viel für das dörfliche Miteinander getan. Angefangen von Apfelsaftaktionen und Tag des Wassers über einen Stammtisch für die Altersklasse 55+ - denn die Rentner sind diejenigen, die ein Dorf mit ihrer tatkräftigen Hilfe erhalten - einer AG Naturschutz und einem vorbildlichen Leerstandsmanagement. Aber auch baulich hat Daufenbach einiges zu bieten. In Hammerstein wird der Ausbau der B 42 als große Chance für den Ort angesehen. Aber auch im Ort selbst wird das Dorfleben gelebt und kultiviert. Die alte Schule wurde mit viel Eigenleistung zur „Guten Stube“ umfunktioniert. Viele Anregungen aus früheren Begehungen wurden umgesetzt. Und nicht zuletzt wird das Brauchtum hier in Schützenverein, Karnevalsverein und vielen anderen Vereinen und Veranstaltungen gepflegt. Niederraden verfügt über ein sehr gutes Ortsentwicklungskonzept. Aber hier ist auch die große Identität der Bürger mit ihrem Ort zu spüren. Es gibt T-Shirts mit einheitlichem Logo - und damit waren die Niederradener auch zahlreich bei der Siegerehrung vertreten. Es wurde ein überdachter Grill am Dorfgemeinschaftshaus errichtet und ein neuer Bouleplatz. Und noch einiges mehr. Hervorzuheben ist hier z.B. der Fußweg vom Dorfgemeinschaftshaus zum Dorfgemeinschaftshaus in Oberraden. Den Sieg davongetragen hat Niederbreitbach. „Das Sagen hat hier Ortsbürgermeister Bruno Hoffmann - der Verbandsbürgermeister Werner Grüber darf hier aber wohnen!“, so Hallerbach. In Niederbreitbach zeigt sich ein starker Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft. Auch hier gibt es zahlreiche Vereine über alle Altersklassen, die hervorragend zusammenarbeiten. Niederbreitbach kann ein sauberes und gepflegtes Erscheinungsbild vorweisen. Besonders aufgefallen ist der Kommission das Neubaugebiet, das sich sehr schön in die Landschaft einbettet. Und sogar mit schalkeblauen Hausfassaden aufwarten kann, ebenso wie mit der Nagelschere gepflegten Rasen. Auch im Naturschutz wird sich hier vorbildlich engagiert. Das große Highlight - neben der Kulturwerkstatt - ist hier aber sicherlich das Dorfmuseum. Beim Besuch in Niederbreitbach war gleich klar, dass die Siegerehrung hier in diesem gemütlichen Kleinod stattfinden wird. Hier kümmert sich Herbert Kröll mit seinem Museumsverein sehr engagiert um die Geschichte des Ortes. Und für den Kreissieg gab es dann auch einen Scheck über 500 Euro von der Sparkasse Neuwied. Schade, dass es sechs Gemeinden waren, die Achim Hallerbach vorzustellen hatte. Man hätte ihm noch weitere sechs Gemeinden lang zuhören können. Aber nun freuten sich die Gemeinden über die Anerkennung für ihre Arbeit. Und die Gäste konnten sich an einem Büfett stärken und noch gemütlich im Dorfmuseum zusammensitzen. Und nun darf man gespannt sein, welche Orte sich diese Sieger nun zum Vorbild nehmen und im nächsten Jahr ebenfalls an der Aktion teilnehmen.
Landrat Rainer Kaul begrüßte die Gäste und Ehrengäste im Dorfmuseum Niederbreitbach zur Siegerehrung der Aktion „Unser Dorf hat Zukunft“.
Klaus Georg wirkte lange Jahre in der Kommission mit und wurde nun für diese Mitarbeit und sein Engagement geehrt.
