Erwin Rüddel hatte zum vierten Prinzentreffen der Kreis-CDU ins Center-Forum geladen
Tollitäten trafen sich zum lustigen Stelldichein
Moderator Ewald Buslei gelang der närrische Spagat zwischen Alaaf- und Helau-Rufern
Unkel. Proppenvoll war das Center-Forum Unkel am Donnerstagabend, hatten die Christdemokraten des Kreises Neuwied um ihren Bundestagsabgeordneten und RKK-Bezirksvorsitzenden Erwin Rüddel doch zum inzwischen nicht nur nach rheinischer Zählweise traditionellen Prinzentreffen dorthin eingeladen. Und so war denn auch nicht nur die Lokalmatadorin, Prinzessin Lena I. mit ihren Paginnen Marina und Berenike samt der Unkeler KG mit Elferrat um Präsident Markus Winkelbach, Bläserkorps und Majoretten vertreten. Vom hohen Westerwald bis zur Rheinschiene waren blaublütige Jecken angereist, um gemeinsam einen närrischen Abend zu verleben, den die Unkeler Christdemokraten um Alfons Mußhoff und Knut von Wülfing mit Unterstützung ihrer Parteifreunde aus dem Gemeindeverband perfekt vorbereitet hatten. .
„Auf unseren schönen Fastelovend ein dreifaches Unkel-Prinzentreffen-CDU - Alaaf“, begrüßte Erwin Rüddel die jecken Gäste des Fasanenfedern-Konvents, unter diesen auch „führerlose“ Gesellschaften, Damenkomitees und Möhnenvereine. Unmittelbar nach dem Auftritt der Akro-Girls aus Rheinbrohl, die als Eisbrecher jedem Einzelnen im Saal versicherten: „I need your love, I need your time!“, wurde der ganz in kurkölscher Tradition verhaftete Wenter daran erinnert, dass der Einfluss des rheinischen Fastelaer rund um den südlichsten Stadtteil von Köln, bei den Strünzern endet. Und so grüßten die ersten blaublütigen Gäste, die von „Sitzungspräsident“ Ewald Buslei auf die Bühne gerufen wurden, Prinz Andreas II. und „Sahnekamellche“ Prinzessin Tanja I. aus Waldbreitbach, zusammen mit ihren „Brave Jonge“ die Festgesellschaft mit einem ungewohnten „Breibisch Helau!“
„Mir denke dabei nur an unsere Landeshautstadt und nit an D-Dorf“ knirschte ein Jeck vom nördlichen Mittelrhein, den die „Braven Mädcher“ von der Wied aber mit ihrem Tanz zum Bläck-Fööss-Hit „En Kölle jebütz es Bütze de Luxe!“ umgehend versöhnten. „Die Nacht ist nicht zum schlafen da“, mahnten dann die Tänzerinnen der Blau-Wiessen Funken der Bunten Stadt am Rhein, die ihre Tollität Christian I. „Commodore der Schweren Artillerie“ ins Center-Forum begleitet hatten. Die stimmte dann mit ihren Adjutanten „Bully“ und „Stone“ ihr Prinzenlied, in dem der Strünzer-Prinz versprach, dat sin Freud‘ mit alle Jecke jedeilt wed. Un so föhlten se denn all auch prompt, Ärm in Ärm schunkelnd, vill Freud‘.
Die verbreitete auch Prinz Hans III. „der Neubürger“, auch wenn er nur mit Teilen der Großen Erpeler KG von der nahen Ley angereist war. Vollzählig ins Rennen schicken konnte der Kommandant der Stadtsoldaten, Felix Weber, nur die Prinzengarde, die mit den „Höhnern“ sicher waren: „Üverall jit et Fans von FC Kölle!“, bevor ihr PP, kurz für den aus Aachen stammenden Printen-Prinz, das Hohelied auf seinen „Smart“ sang.
Da warteten etwa noch Prinz Jürgen us Hünije, die „Ringnarren Neuwied“ mit ihrem Prinzenpaar Norbert II. und Prinzessin Sabine sowie ihre Gladbacher Nachbarn, Prinz Uli I. und Prinzessin Sandra I. auf ihren Auftritt. Mit jedem von diesen wurden die Schritte von Erwin Rüddel schwerer. Auch wenn der „Marathon-Mann us Wente“ gut zu Fuß ist, die Last der Sessions-Orden um seinen Hals nahm stetig zu, so dass er nach Mitternacht tief gebeugt den Heimweg angetreten haben und in Gedanken bereits beim Ausbau seines Kelleraums gewesen sein dürfte, in dem er bereits eine überaus staatliche Zahl der närrischen Auszeichnungen gehortet hat.
„Guck auf dein Handy. Dieses Mal war ich pünktlich“, forderte Erwin Rüddel Chef-Organisator Alfons Mußhoff auf.
