Allgemeine Berichte | 22.10.2014

Kinderklinik des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein stellt Hygienekampagne vor

Wertschätzung braucht keinen Händedruck

Machen sich stark für „Touch hearts. Not hands.“ (v.li.): der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Privatdozent Dr. Thomas Nüßlein, Sabine Kühlwetter-Meiers von der gleichnamigen Agentur, Felix Meiers, Dr. Edgar Eich vom Förderverein der Kinderklinik, Hanne Buder-Leitgen von der Mukoviszidose Regionalgruppe Rhein-Wied und der Ärztliche Direktor des Kemperhofs, Prof. Dr. Bernd Markus. privat

Koblenz. Er gilt als Symbol der Höflichkeit - der Händedruck. Doch genau auf diesen will die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein zukünftig verzichten. Unter dem Motto „Touch hearts - not hands“ präsentiert eine der 30 größten Kinderkliniken in Deutschland ihre neue Hygienekampagne.

„Jeden Tag kann man in der Zeitung lesen, wie bedrohlich die Übertragung von Krankheitserregern von Patient zu Patient innerhalb medizinischer Einrichtungen sein kann“, sagt Privatdozent Dr. Thomas Nüßlein, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, und ergänzt: „Besonders heikel ist das Infektionsrisiko für Patienten mit eingeschränkten Abwehrmöglichkeiten. Darunter fallen alle Kinder und Jugendliche, umso mehr, je jünger sie sind, da bei ihnen das Immunsystem noch jeden Tag dazulernen muss. Ein besonders hohes Risiko weisen damit die Frühgeborenen auf, darüber hinaus Kinder mit onkologischen Erkrankungen, bei denen die Unterdrückung des Immunsystems Teil der Therapie ist, sowie zum Dritten Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen, die indirekt das Abwehrsystem überfordern, beispielsweise Mukoviszidose.“

Genau diese Spezialisierungen führten in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein seit Jahren zu einer ganz besonderen Wachsamkeit für das Thema. Frühzeitig war die Klinik an der „Aktion saubere Hände“ beteiligt. Nun soll, erstmals in Deutschland in einer Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, dieser Maßnahmenkatalog maximiert werden, indem mit dem Kampagnenstart auf den Händedruck bei Begrüßung und Verabschiedung verzichtet wird.

Keine einfache Aufgabe, für die, die das Thema vermitteln möchten. Dazu Sabine Kühlwetter-Meiers von der gleichnamigen Koblenzer Agentur: „Die Idee, dass der Verzicht des Händedrucks eine positive Sache ist, muss erst einmal sinnvoll zum Ausdruck gebracht werden.

Wir haben daher sowohl bei der Farbgestaltung als auch bei der Wortwahl auf eine positive und freundliche Variante gesetzt.“ Mit den einfachen englischen Wörtern soll ein neues Lebensmotto transportiert werden - eben die Menschen mit dem Herzen statt mit den Händen zu berühren. „Und um die Kinder noch besser zu erreichen, gibt es unseren Doktor Handmuth, den Felix Meiers aus Sicht eines Jugendlichen für die Kinder gezeichnet hat.

Er taucht bei allen Materialien für Kinder auf und nimmt ihnen im besten Fall sogar die Angst vor dem Arzt- oder Krankenhausbesuch“, so Sabine Kühlwetter-Meiers. „Diese Kampagne ist allerdings mehr als ein paar Flyer und ein paar Plakate, es ist ein neues Lebensmotto. Wir sind daher sehr froh, dass uns der Förderverein der Kinderklinik und die Mukoviszidose Regionalgruppe Rhein-Wied bei der Finanzierung der Kampagne unterstützt haben“, betont Privatdozent Dr. Thomas Nüßlein.

Machen sich stark für „Touch hearts. Not hands.“ (v.li.): der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Privatdozent Dr. Thomas Nüßlein, Sabine Kühlwetter-Meiers von der gleichnamigen Agentur, Felix Meiers, Dr. Edgar Eich vom Förderverein der Kinderklinik, Hanne Buder-Leitgen von der Mukoviszidose Regionalgruppe Rhein-Wied und der Ärztliche Direktor des Kemperhofs, Prof. Dr. Bernd Markus. Foto: privat

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