Sommerfest des SV Rot-Weiß Mayschoß
500 quietschgelbe Enten schwimmen auf der Ahr
Fröhliche Zuschauer am Ufer und auf dem Waagplatz feiern mit den Sportlern
Mayschoß. Hunderte von neugierigen und gut gelaunten Zuschauern beobachteten den ungewöhnlichen Start. In einer überdimensionalen Kiste tummelten sich etwa 500 quietschgelbe Entchen, gerade mal ein paar Zentimeter groß, aber willens, die gefährliche Ahr mit Strudeln und Stromschnellen zu bezwingen und die paar hundert Meter von der Lochmühle bis zum Festplatz in Mayschoß zurückzulegen. Und das noch möglichst flott, denn die schnellste Ente bescherte dem, der auf sie gesetzt hatte, einen der vielen Preise. Das nun schon zum 13. Mal ausgetragene Entenrennen war wieder der absolute Höhepunkt beim Sommerfest des Sportvereins Rot-Weiß Mayschoß. Der SV könnte übrigens nicht nur das schöne Wetter und einen guten Besuch feiern, sondern auch eine erfolgreiche erste Mannschaft, die in den vergangenen Jahren viermal aufgestiegen war und nun einen Mittelplatz in der Kreisliga B belegte. „Bis zur Ersten Bundesliga ist es noch weit“, lachte Alfons Schmitt, der kommissarische Vorsitzende der Rot-Weißen. Denn der Chef Rüdiger Wolf hatte sein Amt niedergelegt, sodass nun Schmitt und Geschäftsführer Anton Barz die Geschicke des 150 Mitglieder zählenden Vereins leiten. Dass es klappt mit der Zusammenarbeit im Verein, zeigte das eintägige Fest wieder eindrucksvoll. „Wir haben monatelang das Sommerfest geplant und vorbereitet. Sie sehen ja, überall helfen die Alten Herren und die erste Mannschaft, die Frauen bieten Kaffee und Kuchen an, es gibt Spießbraten und Würstchen, die Bewirtung ist prima, viele machen tatkräftig mit“, freute sich der „Kommissar“. Der Sportverein hat sein Fest, dessen Erlös in die Jugendarbeit und in die Unterhaltung des neuen Rasenplatzes fließt, auf einen Tag beschränkt, da man organisatorisch und finanziell ein ganzes Wochenende kaum stemmen könne, erläuterte Alfons Schmitt. Wie immer war das Sommerfest des SV ein beliebter Anziehungspunkt am Ufer der Ahr. Im Vorfeld hatten die jungen Kicker im Dorf „geköttet“, um die große Tombola zu bestücken. „Die örtlichen Geschäfte haben wieder toll mitgemacht, die ersten Preise, ein Laptop, ein Weinpräsent im Wert von 100 Euro und eine Digitalkamera haben wir aus eigener Tasche bezahlt. Insgesamt standen 40 Preise auf dem großen Tisch“, beschrieb der Vorsitzende eine der wichtigen Vorarbeiten. Und die Zahl von 500 Enten war zusammengekommen, da vor allem die jüngeren Fußballer in Mayschoß von Tür zu Tür gezogen waren, um die Nachbarn zum Mitmachen zu überreden und natürlich auch die Werbetrommel für das Fest zu rühren.
Wie alle Jahre wieder setzten die Teilnehmer dann auf die nummerierten Plastikenten, die wiederum per „Wettschwimmen“ die Gewinner bestimmten. Hatte sich dann ein Plastiktierchen „verschwommen“ und blieb an Ufer oder Wasserpflanzen hängen, wurde es befreit und wieder auf den rechten Weg geführt. In zwei Schlauchbooten retteten SV-Mitglieder die Entchen, sodass schließlich fast alle das Ziel erreichten. So können sie im nächsten Jahr wieder auf die kleine Reise gehen. Übrigens: Der erste Preis ging in die Niederlande, Anna Dejongs Ente war die Schnellste und erreichte nach einer Dreiviertelstunde das Ziel. Kaum langsamer die nächsten gelben Schwimmer: Den zweiten Platz holte sich Werner Schopp aus Mayschoß, den dritten Willie Haminga, der Wirt der Campingklause.
Über guten Besuch auf dem Dorfplatz freuten sich die Mitglieder des SV Rot-Weiß Mayschoß.
