Wirtschaft | 13.07.2015

- Anzeige - Fahrsicherheitszentrum am Nürburgring feierte seinen 20. Geburtstag

Auf den vorderen Plätzen in Europa

Auch der gut 160 Quadratmeter große Erweiterungsbau wurde feierlich eingeweiht

Zum 20. Geburtstag des Fahrsicherheitszentrums gratulierten (v. l.) Bürgermeister Guido Nisius, Ortsbürgermeister Reinhold Schüssler, Eventleiterin Claudia Marx, Geschäftsführer Christian Knauth, Ortsbürgermeister Udo Mergen und Instruktor Carlo Scherer sowie sitzend Christian Menzel und Franz Fabian. JOST

Nürburg. Genau wie bei der Eröffnung des Fahrsicherheitszentrums am Nürburgring vor 20 Jahren war auch die Einweihung des Erweiterungsbaus zeitlich eine Punktlandung. Technikchef Jaime Duarte da Silva dos Santos, von allen liebevoll „Jimmy“ genannt, zog noch wenige Stunden vor Beginn der Einweihungsfeier die letzten Schrauben fest - genau wie vor 20 Jahren, als die ersten Kursteilnehmer noch Slalom zwischen den Bauarbeitern hindurch fahren mussten. Damals waren die Sitten noch rauer, der Umgangston lauter und das Zusammengehörigkeitsgefühl trotzdem noch enger, erinnerte sich Gründer Franz Fabian vor etwa 100 Wegbegleitern, Kunden, Sponsoren und Freunden des Hauses in seinem launigen Rückblick.

Fabian machte dabei klar, dass die Idee zum ersten Fahrsicherheitszentrum seiner Art in Deutschland vor 20 Jahren aus Österreich importiert worden sei - wenn auch am Anfang nur wenige dem Projekt eine Chance gegeben hätten. So habe ein bekannter ADAC-Grande ihm 1994 geraten, seine damalige Wohnung in Wien auf keinen Fall zu verkaufen, denn er müsse wohl bald wieder dorthin zurückkehren. Doch es kam alles ganz anders, das Fahrsicherheitszentrum wurde ein voller Erfolg und feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag.

Und das in neuen Räumen, wie Christian Knauth, seit einem Jahr der neue Geschäftsführer, erklärte. Denn zugleich wurden ein 160 Quadratmeter großer Neubau sowie die komplett renovierten Räumlichkeiten im FSZ 1 vorgestellt und eingeweiht. Die vergangenen beiden Jahrzehnte hätten durchaus Spuren an den Gebäuden hinterlassen, deshalb sei es absolut sinnvoll gewesen, hier eine gute halbe Million Euro zu investieren. „Es ist mehr als beeindruckend geworden“, zeigte sich Knauth zufrieden mit dem Ergebnis nach nur sieben Monaten Bauzeit.

Die Fläche des früheren Empfangs- und Bistro-Bereiches sei glatt verfünffacht worden, eine moderne Lounge wurde geschaffen und die gesamte Fläche sei nun multifunktional nutzbar und mit mobilen Wänden ausgestattet. Auch eine neue Bestuhlung trage zum Wohlbefinden der Kunden künftig bei, war er überzeugt. Davon konnten sich unter anderem auch Guido Nisius, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, sowie die beiden Ortsbürgermeister Reinhold Schüssler (Nürburg) und Udo Mergen (Müllenbach) überzeugen.

Mehr als 350.000 Teilnehmer seien bisher im Fahrsicherheitszentrum am Nürburgring zu Gast gewesen und hätten an den verschiedenen Trainings, Incentives und Events teilgenommen, so Knauth. „Damit zählen wir zu den erfolgreichsten Zentren in Europa und zu einer festen Größe auf dem Sektor der Fahr- und Verkehrssicherheit.“ Um die Zufriedenheit der Kunden kümmern sich 45 Mitarbeiter, darunter 15 Festangestellte und 30 freiberufliche Instruktoren, sie hätten damit maßgeblichen Anteil am Erfolg des Fahrsicherheitszentrums. Ein besonderer Dank galt aber den beiden Urgesteinen, Eventleiterin Claudia Marx und Instruktor Carlo Scherer, die von Anfang an dabei sind und beide ein Präsent erhielten. Ein besonderes Lob galt Jimmy Santos, der als Bauleiter die komplette Baumaßnahme unter seine Fittiche genommen hatte, sich wesentlich für die punktgenaue Umsetzung verantwortlich zeichnete und am Ende mit einem riesigen Präsentkorb nach Hause ging.

Die negative Presse soll vergessen werden

„Wir wollen mit der Modernisierung des Fahrsicherheitszentrums am Nürburgring ein Zeichen setzen“, betonte Knauth. „Es gibt weiter mit dem Nürburgring, wir werden das Fahrsicherheitszentrum weiterentwickeln und geben Planungssicherheit für die nächsten Jahre.“ Die negative Presse der vergangenen Jahre rund um den Nürburgring solle vergessen werden, gemeinsam wolle man nach vorne blicken und einen Neustart wagen. „Wir wollen eine klare Botschaft senden: Der Nürburgring lebt und bietet einzigartige Möglichkeiten für Veranstaltungen und Events.“ Der Neubau sei allerdings nur der erste Schritt, weitere Projekte seien in Planung, unter anderem die Modernisierung des Außengeländes und der Sicherheitstechnik. Die Programme sollen aktualisiert und zeitgemäßer gestaltet werden.

Das Fahrsicherheitszentrum am Nürburgring verfügt über zwei Grundstücke mit einer Fläche von insgesamt 130.000 Quadratmetern, ganzjährig werden unterschiedliche Kurse für Autos, Motorräder sowie Lastwagen und Busse angeboten. Neben den Fahrsicherheitstrainings bietet das FSZ aber auch den idealen Veranstaltungsort für Incentives mit automobilem Flair, Tests und Fahrzeugpräsentationen.

In Sichtweite zur legendären Rennstrecke dürfen auch in Zukunft die Gäste auf einzigartige Art und Weise den Spaß am Autofahren mit sinnvollen Fahrsicherheitstrainings kombinieren und sich so realistisch auf die Gefahren im Straßenverkehr vorbereiten. Dabei erfahren sie auch, dass Motorsport in erster Linie für perfekte Fahrzeugbeherrschung steht, schließlich zählt eine Reihe von namhaften Rennfahrern zu den erfahrenen Instruktoren. So geben etwa Wolfgang Kaufmann, Marco Werner und Christian Menzel ihr Wissen und ihre Erfahrung an die Teilnehmer weiter.

Eine Infrastrukturmaßnahme, die wirklich funktioniert

Menzel war es auch, der bei der Einweihungsfeier einen Blick in die Anfangsjahre zurückwarf und feststellte: „Damals ging alles noch lockerer zu.“ Und wenn das Eingangstor am Abend abgeschlossen war, ging es erst richtig los. Er konnte von einigen Begebenheiten erzählen, die heute so manchem Fahrsicherheitsinstruktor die Haare zu Berge stehen lassen würden. Doch alles in allem stellte er fest: „Das Fahrsicherheitszentrum ist eine Infrastrukturmaßnahme, die wirklich funktioniert hat.“

Das Gebäude des Fahrsicherheitszentrums am Nürburgring wurde um einen 160 Quadratmeter großen Trakt erweitert.

Das Gebäude des Fahrsicherheitszentrums am Nürburgring wurde um einen 160 Quadratmeter großen Trakt erweitert.

Zum 20. Geburtstag des Fahrsicherheitszentrums gratulierten (v. l.) Bürgermeister Guido Nisius, Ortsbürgermeister Reinhold Schüssler, Eventleiterin Claudia Marx, Geschäftsführer Christian Knauth, Ortsbürgermeister Udo Mergen und Instruktor Carlo Scherer sowie sitzend Christian Menzel und Franz Fabian. Fotos: JOST

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
2+1 Aktion
Anzeige Social Ride Sonderseite Vortour der Hoffnung
Immobilienanzeige
Stellenanzeige
Stellenanzeige Fachbereichsleitung Finanzen
kostenlose Wiedergutmachung aus 995874
Stellenanzeige Sachbearbeiterin im Veterinärwesen
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Vor wenigen Wochen veröffentlichte die Polizeiinspektion Andernach eine Mitteilung, in der sie über verstärkte Kontrollen in der Andernacher Fußgängerzone informierte.
1322

Anlass waren zahlreiche Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern. Immer wieder werde die Fußgängerzone trotz des geltenden Fahrverbots von Radfahrern sowie Fahrerinnen und Fahrern von E-Scootern befahren. Lesen Sie mehr in unserem RegioMAGAZIN

Weiterlesen

Da die Bundesstraße im Bereich der Unfallstelle über eine Hochbrücke verläuft und der Lkw auf der zerstörten Leitplanke direkt vor dem Abgrund stehen geblieben war, gestaltete sich die Bergungssituation als anspruchsvoll.
2334

Altenahr / VG Altenahr. Am heutigen Freitagmorgen wurde die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Altenahr um 09:56 Uhr durch die Integrierte Leitstelle (ILS) Koblenz zu einem Verkehrsunfall mit einem Lkw auf der Bundesstraße 257 in Fahrtrichtung Adenau alarmiert. Die Einsatzstelle befand sich nur wenige hundert Meter vom temporären Standort der Freiwilligen Feuerwehr Altenahr entfernt, unmittelbar hinter dem Übigs-Tunnel.

Von Verbandsgmeindeverwaltung Altenahr Presse- und Öff aus Altenahr

Weiterlesen

Symbolbild.
1505

PETA Streetteam Koblenz protestiert gegen Speziesismus

18.07.: „Tiere“ verspeisen Menschen bei blutigem Mahl

Koblenz. In Koblenz wird ein Protest gegen Speziesismus organisiert. Am 18. Juli 2026 veranstaltet das freiwillige PETA Streetteam Koblenz eine eindrucksvolle Demonstration auf dem Richard Wilke Platz. Die Aktion, die von 15 bis 16 Uhr stattfindet, soll auf die weit verbreitete Diskriminierung von Tieren in der Gesellschaft aufmerksam machen. Teilnehmende in Tierkostümen werden symbolisch einen Menschen...

Weiterlesen