Kurorte als wesentlicher Faktor des Gesundheitssystems
Aus Wiederaufbau wird Zukunft: Bundeskanzler Friedrich Merz besucht Kurpark
aus Bad Neuenahr-Ahrweiler
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Anlässlich des Flutgedenktages im Ahrtal besuchte Bundeskanzler Friedrich Merz gemeinsam mit dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Gordon Schnieder sowie der stellvertretenden Ministerpräsidentin Sabine Bätzing-Lichtenthäler auch den Kurpark Bad Neuenahr-Ahrweiler. Hier stand der Wiederaufbau des Kurparks als eines der zentralen Zukunftsprojekte der Stadt und als wichtiger Baustein des aktuellen Kurortentwicklungskonzeptes im Mittelpunkt.
Begleitet wurde die Delegation von Bürgermeister Pascal Rowald, Jan Ritter, Geschäftsführer der Ahrtal Marketing GmbH (AMG), sowie Dania Münch, Referentin Gesundheitsstandort bei der AMG. Im Rahmen des Besuchs wurden neben den laufenden Bauprojekten auch die Chancen einer stärkeren Verankerung von Prävention und Rehabilitation in der künftigen Gesundheitspolitik erörtert.
Der Kurpark Bad Neuenahr-Ahrweiler steht beispielhaft für den Anspruch, den Wiederaufbau nicht allein als Wiederherstellung verlorener Infrastruktur zu verstehen, sondern als Chance für die nachhaltige Weiterentwicklung des Gesundheits- und Tourismusstandortes.
„Was heute auf den ersten Blick wie eine große Baustelle erscheint, ist in Wahrheit ein bedeutendes Zukunftsprojekt unserer Stadt“, betonte Jan Ritter. „Der Kurpark ist weit mehr als eine Grünanlage. Er ist das Herz unseres Kurortes und verbindet Gesundheit, Bewegung, Erholung, Kultur und Begegnung. Hier entsteht ein Ort, der die Lebensqualität der Menschen stärkt und zugleich neue Impulse für den Tourismus sowie die regionale Wertschöpfung setzt.“
Bis zum Sommer 2027 wird im Herzen des Kurparks ein neues Zentrum für Gesundheit, Kultur, Bildung, Begegnung und Tourismus geschaffen. Geplant sind eine moderne Konzerthalle, die Tourist-Information, eine Trinkhalle mit Heilwasserausgabe sowie Deutschlands erste Heilwasser-Erlebniswelt. Gleichzeitig wird der rund vier Hektar große Kurpark mit Heilkräutergärten, Bewegungsangeboten, attraktiven Aufenthaltsbereichen und einer nachhaltigen Energieversorgung durch den „Großen Sprudel“ umfassend neugestaltet.
Prävention und Rehabilitation stärker in den Fokus rücken
Prävention und Rehabilitation stärker in den Fokus rücken
Im Gespräch warb man dafür, Prävention und Rehabilitation bei den anstehenden Reformen des Gesundheitssystems noch stärker zu berücksichtigen. „Gerade angesichts des demografischen Wandels müssen wir Gesundheit stärker vom Menschen her denken. Jeder vermiedene Krankenhausaufenthalt, jede verzögerte Pflegebedürftigkeit und jede erfolgreiche Rehabilitation entlastet langfristig unser Gesundheitssystem. Prävention und Rehabilitation sind deshalb keine Kostenfaktoren, sondern Investitionen in die Zukunft“, machte Ritter deutlich.
Dania Münch ergänzte: „Bad Neuenahr-Ahrweiler steht seit mehr als 160 Jahren für Gesundheit, Vorsorge und Rehabilitation. Mit dem Wiederaufbau schaffen wir nicht nur moderne Infrastruktur, sondern entwickeln den Standort konsequent weiter. Kurorte können eine wichtige Rolle bei der Gesundheitsförderung übernehmen und gleichzeitig als attraktive Reiseziele Menschen für einen gesundheitsbewussten Lebensstil begeistern.“
„Aus einer Baustelle ein Kurpark wird, aus Wiederaufbau wird Zukunft. Und aus einer traditionsreichen Kurstadt entsteht ein moderner Gesundheits- und Tourismusstandort mit Strahlkraft weit über das Ahrtal hinaus“, so Ritter abschließend. „Dieses Projekt verbindet Gesundheitsförderung, Lebensqualität, Tourismus und Wirtschaftsentwicklung und ist damit von zentraler Bedeutung für die Zukunft unserer Stadt und der gesamten Region.“
Weitere Themen
Jan Ritter (l.), Dania Münch (3. v .l.) und Bürgermeister Pascal Rowald (2. v. r.) stellten Bundeskanzler Friedrich Merz (3. v. r.) der stellvertretenden Ministerpräsidentin Sabine Bätzing Lichtenthäler (2. v. l.) und Ministerpräsident Gordon Schnieder (2.v.r.) die Bauprojekte im Kurpark vor. Foto: Lukas Holling