kfd St. Pius Bad Neuenahr-Ahrweiler
Babies inklusive Klapperstorch
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Hier gibt es ihn noch: den Karneval, der ausschließlich von „Eigengewächsen“ der kfd St. Pius mit viel Engagement, Spaß und Freude dargeboten wird. Allein die Dekoration zum Thema „Baby Doll“ war eine Augenweide. Die restlos ausverkaufte Veranstaltung im überfüllten Pfarrsaal platzte aus allen Nähten, als die „Babys“ der kfd inklusive Klapperstorch, Babysitter und Hebamme einzogen.
Fetziger "Baby-Boogie"
Schon zum Einzug hielt es das Publikum nicht mehr auf den Plätzen und der Truppe schwappte eine Welle der Begeisterung entgegen. Erste Lachsalven ernteten sie derweil sich das „Baby im Spezialgefährt“ als Pastor Peter Dörrenbächer entpuppte. Die bunt kostümierten Jecken wurden mit einem fetzigen „Baby-Boogie“ auf das Motto eingestimmt. Matthias Gampe, „de liebe Jung“ am Klavier, erwies sich wieder einmal als die perfekte musikalische Begleitung. Die Vorsitzende Anne Ahrend übergab nach ihrer närrischen Begrüßung das Mikrofon an Baby „Liesel“ (Gering), die in gekonnter Manier souverän, schlagfertig und witzig das vierstündige Nonstop-Programm moderierte.
„Urgesteine“ des St. Pius-Karnevals
Als Eisbrecher stieg Annegret Müller-Henning mit ihrem Vortrag „Klappi Klapperstorch“ in die Bütt. Die Lacher auf ihrer Seite hatten ein stoischer Bahnbeamter und ein uneinsichtiger Fahrgast bei ihrem Disput über die Berechnung eines neu eingeführten Gewichtszuschlags im Sketch „Am Fahrkartenschalter“. Schon trumpften die beiden Karnevalsgranaten, die „Urgesteine“ des St. Pius-Karnevals, alias Gisela Weber und Rosemarie Lingen, im Schlepptau Anne Ahrend, mit ihrem Vortrag „Sag mal, Mutti“ auf und ernteten prompt die erste Rakete.
Pikante Details der Kundschaft
Karin Beissel als „Masseur“ reizte die Lachmuskulatur der Zuhörer mit allerlei Interna über pikante Details ihrer Kundschaft. Zu welchen Tricks gegriffen wird, um der Verwandtschaft das liebe Geld aus der Tasche zu ziehen, demonstrierten gekonnt Beate Stadtfeld, Daniela Dostert, Birgit Meyer und Petra Adenäuer. Zu Recht wurden die Zwerchfelle strapaziert. Pastoralreferent Markus Annen tat sich schwer als „Kaplan allein zu Haus“. Als Küchenfee im Pfarrhaus sich selbst überlassen, trieb es ihm die Schweißperlen auf die Stirn und dem begeisterten Publikum die Lachtränen in die Augen. Als die komplette Mannschaft der kfd als Orchester einzog und unter Dirigentin Anne Ahrend lautstark und musikalisch begnadet mittels Fahrradpumpen eine Polka intonierte, gab es im Saal kein Halten mehr. Ohne Zugabe war kein Entkommen möglich. Der Einzug der KG Rot-Weiß Bachem geriet auch ohne Prinz zu einem farbenfrohen Augenschmaus. Sie ließ es sich nicht nehmen, den Nachmittag mit einer schmissigen Tanzdarbietung zu bereichern. Man muss schon ein guten Nervenkostüm haben, um den eklatant schlechten Manieren zweier Kulturbanausen (Gisela Weber, Rosemarie Lingen) Herr zu werden. Das mussten die distinguiert-intellektuellen Opernkenner aus der High Society, Eva Pfanner und Claudia Pinger, feststellen. Das Publikum honorierte den spritzigen Sketch mit Beifallsstürmen.
Karger Service der "Holzklasse"
Petra Adenäuer als rustikale Flugbegleiterin jagte ihre Passagiere „Im Flugzeug“ drakonisch durch den kargen Service der „Holzklasse“, während in der First Class Stewardess und Passagier (Ulla Hansonis, Karin Beissel) in feudalem Luxus versanken. Bei der klamaukhaften Inszenierung diverser Sparmaßnahmen über den Wolken war den Akteuren Karin Bristot, Ursula Hammer, Birgit Meyer, Anne Weigand, Diakon Bernhard Stahl und Beate Stadtfeld der Applaus der Jecken sicher.
Das krachende Finale
Die Stimmung kochte als Pastor Peter Dörrenbächer in Gestalt des Erzengel Gabriel, international kommunizierend, über den „Sündenfall“ im Paradies parlierte. Was passiert, wenn ein Patient bei einem experimentierfreudigen Professor landet, wurde in dem Sketch „Die Wunderbox“ zum Besten gegeben. Das Pfarrheim bebte. Höhere Mathematik im Schlafgemach (Anne Ahrend, Eva Pfanner, Claudia Pinger) spielte sich bei „Da stimmt was nicht“ ab und wurde prompt mit einer Rakete belohnt. Zum krachenden Finale zogen noch einmal alle Aktiven mit dem „Baby Blues“ auf die Bühne und verabschiedeten ein ausgelassenes Publikum. Der Vorstand der kfd bedankt sich bei alle Helfer/innen und Kuchenbäcker/innen, ohne die solch eine Sitzung gar nicht möglich gewesen wäre. Ein besonderes Dankeschön galt Matthias Gampe für seine tolle musikalische Unterstützung.
Große Überraschung: Das Baby entpuppt sich als Pastor Peter Dörrenbächer.
