Ovvehöde Backesfest
Backesfest mit Musik und Erbsensuppe
Ahrweiler. Das diesjährige Backesfest der Ovvehöde war gleichzeitig auch eine kleine Premiere: Zum erste Mal führte Heiner Fuhs als Hutenmeister bei dem traditionellem Fest Regie, das von der Hutengemeinschaft St. Ursula organisiert wird. Die Mitstreiter der Ovvehöde und Heiner Fuhs, der Mitte März das Amt als Hutenmeister von Peter Müller übernahm, überlegten sich wieder ein kleines, aber feines Festprogramm am Platz vor dem Weißen Turm. Traditionell bietet das Fest immer wieder einen beliebten Treffpunkt von alt und jung- aber eben kein Backesbrot. „Das Backes der Ovvehöde ist zum Beheizen nicht mehr geeignet“, so Fuhs über den ehrwürdigen Ofen, der vor allem einen ideellen Wert hat. Das alte Backhaus erfüllt dafür gemeinschaftliches Aufgaben und wird vom Förderverein in Schuss gehalten. Statt Brot aus ehrwürdigen Öfen servierten die Ovvehöde ihren Gäste ähnlich Deftiges in Form von guter Erbsensuppe.
Leckeres aus dem Suppentopf
Diese war auch ein gern gesehener Bestandteil des Speiseplan, da sich das Wetter bereits bei der Eröffnung am Samstagnachmittag nicht so recht zwischen Sommer und düsterem Herbst entscheiden konnte. Passend zu dem dampfenden Eintopf konnte sich die Besucher mit Kaltgetränken am Bierbrunnen eindecken, während zu bester Nachmittagsstunde der selbst gebackene Kuchen und Kaffee der Renner waren. Wie immer erfüllt das Backesfest neben der Möglichkeiten zum Austausch und dem ein oder anderen „Klaaf“ auch einen hintergründigen Zweck. „Der Reinerlös kommt wie immer der Gestaltung der Seniorenfahrt zu Gute“, erklärt der Hutenmeister. Diese ist immer ein besonders wichtiger Bestandteil der Oberhut und die Fahrt bietet immer spannende Reiseziele. Dieses Jahr ging es per Bus nach Koblenz, wo ein Schiff gechartert wurde um rheinaufwärts nach Remagen zu fahren. Von dort aus ging es wieder über die Straße in die Marienthaler Klosterruine. Bei solche einem umfassenden Tagesprogramm müssen die Veranstalter der Ovvehöde nicht unerhebliche Geldmittel auftreiben. „Da legt man auch manchmal noch etwas drauf“, erklärt Fuhs die Finanzlage. Aber das Projekt kommt gut an: Dieses Jahr nahmen 48 Bürger teil; das Mindestalter um mitfahren zu dürfen liegt übrigens bei 75 Jahren. Damit auch etwas in die Kasse kommt wurde für ein musikalisches Rahmenprogramm am Festsonntag gesorgt. Nach dem traditionellem Besuch des Tambourcorps unterhielten auch die drei Eigengewächse der Oberhut Ellen Thies, Martin Brenner und Claus Mies als Trio „Barlala“ mit handgemachter Musik. Am Montag war das Backesfest besonders für Senioren ein beliebter Anlaufpunkt. Auch hier ging eine kleine Spendendose herum, dessen Inhalt diesmal nicht für Freizeitaktivitäten zu Gute kam. Die Spenden sind als Unterstützung der „Vor-Tour der Hoffnung“ gedacht, dem bekannten Radrennen zugunsten krebskranker Kinder. Fuhs und seinen Mitstreitern war es besonders wichtig genau dieses Projekt zu unterstützen.
Ausklang bei der „Marteljass“
Für die Ovvehöde begann zugleich am Montag der, laut Fuhs, schönste Teil des Backesfestes: Das Aufräumen. Nachdem der Platz vor dem Weißen Turm von Biergarnituren und Zelten befreit war, trafen sich die Ausrichter im Backes der Oberhut zur gemeinschaftlichen und gemütlichen „Marteljass“. Dass dieser Ausdruck nach den vielen Jahren des Gebrauchs noch für Irritationen sorgte, konnte Heiner Fuhs mit der Nachfrage einer besorgten Mitbürgerin beweisen. So interpretierte die Dame das Wort „Marteljass“ als ein bekannten Fischgericht und fragte den Hutenmeister Fuhs, ob sie an diesem Abend auch etwas anderes als Matjes serviert bekommen könnte. Doch schnell war das Missverständnis aufgeklärt und die Mitglieder feierten ihre „Martelsjass“ als toller Ausklang eines gelungenen Backesfestes. Vielleicht nicht unbedingt mit saurem Hering, aber dafür sicherlich mit leckerer Erbsensuppe.
