Benefizkonzert bringt 800 Euro ein
Orchester und Solisten begeisterten die Besucher in der Heimersheimer Kirche St. Mauritius
Heimersheim. Wo am Morgen noch der sonntägliche Gottesdienst gehalten wurde, dominierten am späten Nachmittag Werke der Altmeister Händel, Bach und Haydn. Der Orgel- und Kirchenbauverein „St. Mauritius Heimersheim“ lud zum Orchester- und Solistenkonzert, und zahlreiche Gäste aus Heimersheim und Umgebung waren der Einladung gefolgt. Sie erlebten ein stimmungsvolles Adventskonzert unter Mitwirkung des Orchesters des Kreises Ahrweiler und mit Dekanatskantor Klaus-Dieter Holzberger an der Orgel. Die Musikerschar bot einen Streifzug durch die Jahrhunderte, von Bachs „Weihnachtsoratorium“, Jean Sibelius‘ „Andante festivo“ bis hin zum Weihnachtsklassiker „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“. Den Anfang machte Klaus-Dieter Holzberger an der Orgel im stimmigen Zusammenspiel mit dem Orchester des Kreises. Während Violinen, Klarinetten und Cellos Etienne Rogers „Concerto in D-Dur“ von Allegro über Adagio bis zum Presto intonierten, begleitete Norbert Nyikes mit einem festlichen Trompetensolo von der Empore aus. Der Klang erfüllte das ganze Gotteshaus, der Applaus war den Profi-Musikern sicher. So auch für eine gelungene Interpretation aus Haydns „Divertimento“. Das Zusammenspiel des kleinen Bläserensembles überzeugte dabei auf ganzer Linie. Die Promenade, der polnische Leiterwagen oder das alte Schloss - das alles sind Teile aus „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky, die das Orchester unter der Leitung von Susanne Harig in imposanter Weise darboten und dem kostenlosen Adventskonzert einen famosen Abschluss bereiteten. Seit die neue Kirchenorgel vor sieben Jahren fertiggestellt wurde, hat es sich der rührige Verein auf die Fahnen geschrieben, regelmäßig Konzerte im Heimersheimer Gotteshaus zu veranstalten. „Bisher konnten wir insgesamt zehn Konzerte mit verschiedenen Orchestern, Solisten und Chören aus der Region durchführen“, erklärt Heinz Müller als Vorsitzender des Fördervereins, der auch in nächster Zeit an dieser Tradition festhalten möchte. Die Konzerte sollen auf die Advents- und Weihnachtszeit einstimmen und zugleich bei der Sanierung des historischen Altbaus der Pfarrkirche unterstützen. Im nächsten Jahr sind unter anderem die Herrichtung des Bodens und möglicherweise die Ausbesserungsarbeiten an den Vierungspfeilern, den Gewölbedecken und -wänden im historischen Teil der Pfarrkirche geplant. Dafür sind durch das Konzert noch einmal rund 800 Euro zusammengekommen, berichtet Heinz Müller stolz. Einen besonderen Dank richtete er an die vielen privaten Spender, die Kreissparkasse Ahrweiler als Sponsor und an das Kreisorchester unter der Leitung von Susanne Harig, das auf einen Großteil seiner Gage verzichtet hatte. „Die Vorbereitungen für eine Neuauflage im nächsten Jahr laufen bereits auf Hochtouren“, versichert Heinz Müller hoffnungsvoll.
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