Kultursommer Highlights
Beschwingte Zeitreise in die „Goldenen Zwanziger“
aus Gerolstein
Antweiler. Vor hundert Jahren und nach der schweren Zeit des Ersten Weltkrieges erlebte Deutschland einen wirtschaftlichen Aufschwung in der Weimarer Republik, und mit ihm blühten Kunst, Kultur und Wissenschaft auf. Die „Goldenen Zwanziger“ schenkten Menschen Hoffnung, Lebensfreude und Aufbruchstimmung. Jazz, Tanz, Mut zu Neuem und ein Hauch von Freiheit prägten diese Epoche, die tonangebend im diesjährigen Kultursommer Rheinland-Pfalz ist. Auch für die Event-Reihe „Offene Gärten der Ahr“, erstmals Teil des Kultursommers, sind die „Goldenen Zwanziger“ eine Zeitreise wert – stilecht im großen und üppigen Garten der einstigen Bahnmeisterei Antweiler unter altem Baumbestand. Am Sonntag, 19. Juli, steht eine literarisch-musikalische Spurensuche von 17 bis 19 Uhr auf dem Programm.
Claudia Schmitz und Florian Trummer öffnen für maximal 25 Gäste ihren Garten: „Wir sitzen unter Apfelbäumen, lauschen den Liedern der Dreigroschenoper, erinnern uns an Bertold Brecht, Helene Weigel und Kurt Weill. Und fragen uns vielleicht, wie wir heute mit unseren Herausforderungen und Krisen positiv umgehen können – individuell, im Dorf, in der Region, in Deutschland und der Welt.“ Es geht nicht um Politik, sondern um Haltung, sagt Schmitz. Nicht um Meinungen, sondern um Lebensentwürfe. Und um Hoffnung: damit die beschwingte Vergangenheit glänzende Funken von Zuversicht in die gegenwärtigen Zwanziger Jahre sprüht.
Info: Tickets gibt es unter www.offeneahr.de