Lokalsport | 08.07.2013

Downhillfahrer Jacques Bouvet aus Spessart belegt vordere Plätze

Bewährungsprobe im Europacup bestanden

Auch Jacques Bouvet war - wie viele andere Fahrer - der Meinung, dass die Strecke im österreichischen Leogang zu einfach und darum sehr schnell war. privat

Spessart/Kreis Ahrweiler. Nach den ersten erfolgreichen Auftritten in nationalen Wettbewerben standen für Jacques Bouvet vom „Basislager-Ghost-Racing-Team“ Ende Juni die ersten beiden Läufe im iXS European Downhill Cup (EDC) an. Die Konkurrenz für den 18-Jährigen aus Spessart war dabei groß: Denn nicht nur die gesamte europäische Elite hatte gemeldet, sondern auch Fahrer aus Neuseeland, Australien, Südafrika oder den USA, darunter viele Profis aus dem Worldcup. Das Eröffnungswochenende für den EDC 2013 fand vom 21. bis 23. Juni im österreichischen Leogang statt. Mit großer Zuversicht reiste der Nachwuchsfahrer in den Pinzgau an, versprach doch selbst die Wettervorhersage für den Event - nach den bisher meist verregneten Rennwochenenden - überwiegend trockene Bedingungen. Dies bestätigte sich zunächst bei den Trainingssessions am Freitag. Die trockene Strecke erwies sich als sehr schnell und dadurch nach Ansicht vieler Fahrer - auch Bouvets - als zu einfach und dadurch zu schnell. Dennoch verlief das Training am folgenden Samstagvormittag wie schon der Auftakt am Freitag für den Spessarter hervorragend. „Ich hatte ein gutes Gefühl auf der Strecke“, kommentierte er seine Trainingsläufe. Bald darauf musste er sich allerdings auf neue Streckenbedingungen einstellen.

Denn unmittelbar vor der Qualifikation setzte Regen ein, der sich in der Folgezeit zu einem Starkregen mit Blitz und Donner steigerte.

Dennoch konnte sich Bouvet gut an die veränderten Verhältnisse auf der Piste anpassen und erreichte einen sehr guten zehnten Platz, mit dem er hochzufrieden war. Am Abend fanden die Regengüsse ein Ende, worauf der Kurs abzutrocknen begann, was sich beim sonntäglichen Abschlusstraining stark bemerkbar machte. Zum Rennen hin war die Strecke wieder nahezu trocken. Der 18-Jährige hatte direkt zu Beginn des Laufs einige Fehler, landete aber dennoch auf einem starken 20. Platz unter 270 Fahrern aus 29 Nationen. Nur ein deutscher Konkurrent konnte sich dabei vor ihm platzieren.

Jähes Ende nach gutem Training

Der 2. EDC-Lauf wurde am folgenden Wochenende im tschechischen Špicák ausgetragen. Bereits die Wettervorhersage prognostizierte schwierige Bedingungen und niedrige Temperaturen. Statt der gemeldeten 15 bis 20°C waren es vor Ort dann sogar nur neun bis 13 Grad. Die Strecke im Böhmerwald nahe der deutschen Grenze entpuppte sich als das genaue Gegenteil von Leogang: eng, langsam, steinig und somit technisch sehr anspruchsvoll. Das Training am Freitag und auch am Samstagmorgen verlief dennoch sehr gut für Bouvet. Allerdings setzte genau wie in Leogang unmittelbar nach Ende der Trainingsläufe Regen ein.

Die ohnehin schon schwere Strecke zeigte sich dadurch ein weiteres Stückchen anspruchsvoller, da die vielen Steine nun zudem sehr rutschig wurden.

Während des Qualifikationslaufs hatte der junge Downhillpilot aus der Voreifel kein gutes Gefühl und baute zudem einige Fehler in den Run ein. Deshalb war er im Ziel verwundert, einen zwölften Platz unter 228 Fahrern erreicht zu haben. Dieser ließ ihn zuversichtlich in das Rennen am Sonntag gehen. Die Strecke war zur sonntäglichen Trainingssession zunächst sehr nass, trocknete aber zusehends ab. Das Rennen fand für Bouvet allerdings bereits nach 300 Metern ein schnelles Ende, da einem der Reifen an seiner 17,3 Kilo schweren Rennmaschine vom Typ Ghost DH 9000 die Luft ausging. „So etwas kommt vor, ist aber sehr schade. Ich hoffe, dass mir das nicht noch einmal passiert“, zeigte sich der junge Mann enttäuscht, nachdem er den Lauf aufgeben musste.

Die nächste Bewährungschance, um diese Scharte auszuwetzen, lässt allerdings nicht lange auf sich warten. Denn mit der Deutschen Meisterschaft vom 19. bis 21. Juli in Bad Wildbad steht einer der Saisonhöhepunkte der Downhillszene und natürlich auch von Jacques Bouvet bevor.

Auch Jacques Bouvet war - wie viele andere Fahrer - der Meinung, dass die Strecke im österreichischen Leogang zu einfach und darum sehr schnell war. Fotos: privat

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