Chefärztin verlässt Dr. von Ehrenwall´sche Klinik
Ein Wiedersehen mit Freunden
Dr. Susanna Smolenski wurde mit einem Symposium würdig verabschiedet
Ahrweiler. Sie stand im Mittelpunkt, aber sie drängte sich nicht in den Vordergrund. Dr. Susanna Smolenski, Chefärztin und Leiterin der Traumatherapie in der Dr. von Ehrenwall´schen Klinik in Ahrweiler, wurde am Freitag mit einem hochrangig besetzten Symposium verabschiedet, sie verlässt das Haus im Juli.
Bei ihrem letzten großen Auftritt in der weit über die Grenzen der Stadt anerkannten Klinik begrüßte sie die zahlreichen Gäste der Veranstaltung, die teilweise von weit angereist waren, um die beliebte Ärztin zu würdigen.
Kollegial ging es zu, aber vor allem freundschaftlich. „Schön, dass Du gekommen bist“, so nahm sie viele Ankommende in den Arm, musste natürlich Fragen um ihren Abschied beantworten und ob sie denn die wichtigen Ehrenämter, die sie teilweise über Jahrzehnte bekleidet hatte, aufgeben wird. „Den Runden Tisch Keine Gewalt werde ich verlassen, die Schirmherrschaft beim Förderverein Frauenhaus weiter ausüben“, sagte die bescheidene Medizinerin, die so engagiert über ihre Arbeit mit Kranken redet, aber nur ungern über privates Engagement.
Beim Blick in ihre Zukunft freute sie sich schon sehr auf die „Freizeit, die ich endlich bald haben und genießen werde“.
Hochkarätig besetzt war die eintägige Fachtagung in der Klinik. Dr. Christoph Smolenski eröffnete das Symposium in gleich mehreren Funktionen: als Geschäftsführer der Klinik, Chefarzt und natürlich Ehemann der Geehrten.
Gleichzeitig mit der Verabschiedung feierten die zahlreichen Fachbesucher, Wegbegleiter und Freunde der scheidenden Chefärztin ein Vierteljahrhundert Traumatherapie in der Ehrenwall´schen Klinik. Diesen Zweig der intensiven Behandlung hatte die Chefärztin ins Leben gerufen. Nachfolger und Mitarbeiter sagten der Noch-Chefin zu, diese Behandlungsform im ihrem Sinne fortzuführen.
In seiner humorvollen Art ließ Dr. Christoph Smolenski private und berufliche Ereignisse Revue passieren und würzte seine Rede mit lustigen Begebenheiten. Sehr ernst sprachen die Referenten das Thema Traumatherapie an, das noch recht neu ist und immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Während der Pausen zwischen den Vorträgen blieb dann nicht nur Zeit für Diskussionen, sondern auch für persönliche Gespräche. Schließlich endete das Symposium am Abend mit einer großen Fete.
