Zehnter Gesamtsieg bei der ADAC-Rallye Köln-Ahrweiler
Georg Berlandy baut den Rekord aus
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zehnter Gesamtsieg beim 14. Start: Georg Berlandy bleibt der König der ADAC-Rallye Köln-Ahrweiler. Erstmals teilte sich der 45-Jährige bei der 38. Auflage des Herbst-Klassikers das Cockpit mit Ulrike Schmitt (Gutenberg). Nach fünf Erfolgen im eigenen Opel Ascona A kam dieses Mal ein geliehener Opel Ascona B 400 zum Einsatz. Der Stromberger benötigte 1:22:49,7 Stunden für die 14 Wertungsprüfungen im Gebiet zwischen Ahrtal und Hocheifel, auf denen er - bis auf eine Ausnahme - grundsätzlich auch die Bestzeit markierte. 90 Teams rollten über die Start- und Zielrampe in Mayschoß, 65 wurden gewertet. „Ich kann es noch gar nicht richtig glauben, aber es war mit dem Leihwagen eine Punktlandung“, strahlte Berlandy. „Dieses Fahrzeug ist definitiv noch besser als mein eigenes. Dazu die gemischten Wetterverhältnisse und die großartigen Fans: Ich habe mich in einen Rausch gefahren.“
Vorjahressieger Anton Werner (Landshut) mit Beifahrerin Gabi Fischer (Heilinghausen) im Audi Quattro musste sich mit nur 2:22,3 Minuten Rückstand im Ziel geschlagen geben. „Glückwunsch an Berlandy, wir hatten heute gegen ihn und den Ascona keine Chance. Ich glaube, wir müssen im nächsten Jahr aufrüsten“, sagte Werner im Ziel. Ein weiteres Spitzenresultat landeten Michael Küke/Joachim Carl (Essen/Oberhausen), die mit dem Porsche 911 RS nur 22,2 Sekunden länger brauchten als der Ingolstädter Allradler und auf dem dritten Platz ins Ziel kamen. Der bildschöne Ford Escort RS 1800 im legendären 1981er Rothmans-Design von Thomas Kleinwächter (Moers) und dem Düsseldorfer Rüdiger Baehr, der erstmals das Gebetbuch las, folgte auf Rang vier. „Wir müssen auch akzeptieren, wenn andere schneller sind“, sagte Kleinwächter. „Ich habe schon richtig Gas gegeben. Mehr war für uns mit der momentanen Leistung des Escorts einfach nicht drin. Und wir sind ohne Kratzer ins Ziel gekommen.“ Für den Moerser war es erst der dritte Start beim ADAC-Event. Ihm blieb als Trost der Klassensieg sowie die Ehre, als bestes Fahrzeug mit weniger als zwei Litern Hubraum gewertet worden zu sein.
Die Belgier Rainer Hermann/Gabriel Hüweler (St. Vith/Amel) kamen mit ihrem Opel Ascona 400 nach Problemen am Freitagabend und durchwachsenem Samstagmorgen zum Schluss richtig in Fahrt und rollten als Fünfter über die Zielrampe. Die Mitfavoriten Walter Gromöller/Klaus Brökelmann (Gütersloh/Rietberg) verabschiedeten sich mit einem weiteren Ascona 400 auf der sechsten Prüfung und schieden nach Unfall aus. Hinter den Luxemburgern Yann Munhowen/Alain Pier im BMW 323i folgte auf dem siebten Gesamtrang mit dem BMW M3-Duo Martin De Jong/Jonas Tischner (Essen/Mülheim) der Sieger der Gruppe A. Bei seiner erst zweiten Teilnahme freute sich der Wermelskirchener Marvin Jerlitschka, der mit dem routinierten Beifahrer Dietmar Moch (Kürten) im Ford Sierra Cosworth unterwegs war, über Rang acht. Ein überaus positives Fazit konnten die Verantwortlichen rund um Rallyeleiter Klaus von Barby und Organisationsleiter Hans-Werner Hilger ziehen. „65 von 90 Fahrzeugen haben bei diesen teilweise schwierigen Wetterbedingungen das Ziel erreicht, das ist schon ein gutes Ergebnis“, waren sich beide einig. „Wir hatten keinerlei Personenschäden zu beklagen und sind dankbar für das sehr disziplinierte Verhalten der Fahrer und der zahlreichen Fans. Das macht es uns einfacher, auch im nächsten Jahr wieder ein solches Highlight anbieten zu können.“
Ein weiteres Spitzenresultat landeten Michael Küke/Joachim Carl, die mit dem Porsche 911 RS auf Rang drei landeten.
