Einsatzübung Berg
Große Einsatzübung der Feuerwehren und Rettungsdienst in Berg-Freisheim 2026
aus Altenahr
Feuerwehren der Verbandsgemeinde Altenahr und Rettungsdienst Rheinbach üben die Zusammenarbeit bei einem schweren Verkehrsunfall
Berg-Freisheim / VG Altenahr. Am Montagabend, dem 21. September 2026, wurden die Freiwilligen Feuerwehren Berg, Krälingen, Altenahr und Kreuzberg sowie der Malteser Rettungsdienst aus Rheinbach über die Digitalen Meldeempfänger (DME) zu einem schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen am Erwin-Kessel-Platz in Freisheim alarmiert. Glücklicherweise handelte es sich bei der Einsatzmeldung um eine gemeinsame Großübung der Feuerwehr und des Rettungsdienstes.
Das von Dennis Kribs, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Berg, und Michael Schaefer, stellvertretendem Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Altenahr, ausgearbeitete Szenario verlangte den Kräften einiges ab: Drei Jugendliche hatten Opas Pkw entwendet und bei Fahrübungen auf einem Schotterplatz die Kontrolle verloren. Das Fahrzeug kollidierte mit einem Baum, welcher umstürzte und auf dem Dach des Pkw landete.
Der Gruppenführer der ersteintreffenden Einheit Berg erkundete umgehend die Lage und bestätigte der Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) in Altenahr den Verkehrsunfall mit drei im Fahrzeug eingeschlossenen und eingeklemmten Personen. Während der Angriffstrupp der Einheit Berg sofort die Erstversorgung der Insassen übernahm, traf kurz darauf die Einheit Krälingen ein. Nach Absprache der Gruppenführer wurde die Einsatzstelle abgesichert, das Fahrzeug stabilisiert, der zweifache Brandschutz sichergestellt und der Baum mittels Motorsäge entfernt.
Wenig später trafen die Einheiten Altenahr und Kreuzberg mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) sowie der Rettungsdienst Rheinbach mit mehreren Rettungswagen (RTW) und einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) an der Übungsstelle ein. Nach erneuter Abstimmung der Führungskräfte bereiteten die Feuerwehren Altenahr und Kreuzberg die technische Rettung vor, während sich der Rettungsdienst um die Patienten im Fahrzeug kümmerte.
Da keine lebensbedrohlichen Verletzungen vorlagen, entschieden sich die Einsatzkräfte für eine schonende Rettung: Nacheinander wurden der Beifahrer, der Insasse auf der Rückbank und schließlich der eingeklemmte Fahrer mit hydraulischem Rettungsgerät (Rettungsschere und Spreizer) aus dem Wrack befreit und dem Rettungsdienst übergeben. Im Realfall wären die Patienten in umliegende Krankenhäuser transportiert und die Einsatzstelle zur Unfallaufnahme an die Polizei übergeben worden.
Die Übung hat das hervorragende Zusammenspiel der Wehren untereinander sowie mit dem Rettungsdienst eindrucksvoll demonstriert. An die kurze Nachbesprechung schloss sich ein gemeinsamer Austausch bei Grillwürstchen und Kaltgetränken an.
Zur Befreiung des vermeintlich eingeklemmten Fahrers musste das Fahrzeugdach bei der Übung mit hydraulischem Rettungsgerät entfernt werden. Foto: Markus Lanser
Weitere Themen
Rettungskräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst übten Hand in Hand an einem PKW die Versorgung und Befreiung im Fahrzeug eingeschlossener oder eingeklemmter Personen. Foto: Markus Lanser