Krippenausstellung in Bölingen unterstützt „Ahrweiler Tafel“
Krippen für den guten Zweck
Grafschaft. Bereits zum dritten Mal fand in Grafschaft-Bölingen am Wochenende vor dem 1. Advent eine große Krippenausstellung statt. Dort präsentierte Rudolf Schell seiner neuen, kunstvoll gestalteten Krippen, eine Leidenschaft, die sehr früh begann. „Bereits mit meinem Vater habe ich Krippen gebaut“, erinnert sich Rudolf Schell. In vielen Jahren hat er Talente und Fertigkeiten gesammelt und seine Liebe zu authentischem Material entwickelt. Zeigt eine Krippe Fachwerk, so ist diese auch mit echtem Lehm und Holz und in traditioneller Technik gebaut, wie die historischen Eifler Bauernhäuser im Original. Gestaltet der Krippenbauer eine Bruchsteinwand, so sammelt er die Steine bei seinen Spaziergängen und bearbeitet diese mit Zangen in seiner Gartenwerkstatt. Auch die verwendeten Schiefersteine stammen aus den Weinbergen, die Äxte und Sägen sind aus echtem Metall, nur die Petroleumlämpchen werden mit Strom betrieben. Demnächst will der Bölinger Krippenbauer die Zimmermann-Werkstatt des Heiligen Josef schaffen und hält sich bei der Durchführung an alte Originalzeichnungen. Es ist die Detailverliebtheit, die Rudolf Schell immer bekannter gemacht hat. Trotz des sehr großen Erfolges möchte er sein Hobby keinesfalls professionell betreiben: „Das mache ich nur zum Ausgleich zu meinem Beruf.“ Dabei ist Rudolf Schell dankbar für die tatkräftige Unterstützung seiner Frau Uschi, ohne die er das alles nicht schaffen könnte. Und auch Tochter Theresia und Schwiegersohn Tobias Wronka packten bei der diesjährigen Krippenausstellung mit an, verkauften Glühwein, Kaffee und Waffeln und sammelten fleißig für die „Ahrweiler Tafel“. Rudolf Schell: „Wir wollten was für eine gute Sache tun, die den Menschen hier zugutekommt.“ Caritas-Mitarbeiterin Christiana Böttcher und Hans Schlömer von der Steuerungsgruppe der „Ahrweiler Tafel“ nahmen die Spende dankbar entgegen. „Das ist Weihnachten, wenn anderen Menschen geholfen wird“, meinte, Christiane Böttcher, die von den filigran gestalteten Krippen begeistert ist und sich für die Spende, die Rudolf Schell übrigens nicht in ihrer Höhe veröffentlichen möchte, herzlich bedankte. Christiane Böttcher: „Mit ihrer Spende kann auch die Tafel plus unterstützt werden: Tafel plus bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe, denn die Kunden sollen ja nicht abhängig von der Tafel werden.“ So erfahren sie beispielsweise im Tafel plus-Projekt „Kartoffel & Co“, wie aus preisgünstigen Lebensmitteln mit wenig Aufwand leckere heiße Speisen gekocht werden können. Mehr über Rudolf Schell und die Originalkrippen im Internet: www.krippenunikate.de.
