Bildhauerei in Ahrbrück
Kunstwerke vereinen Trockenmauern und Blumenbeete
aus Gerolstein
Ahrbrück. „Mit 59 Jahren habe ich 2013 mit der Bildhauerei angefangen. Erst aus Neugier auf diese Kunstform. Schnell habe ich gemerkt, wie mich das Arbeiten mit einem Stein fesselt und die Frage: Welche Kunstwerke trägt er in sich?“ Auf jeden Fall einige, schaut man sich heute in Garten und Atelier der Ahrbrücker Bildhauerin Ingrid Schütz um. Sie arbeitet hauptsächlich mit Marmor, „da mir dieser Stein eine vielfältige Schönheit offenbart und als fertige Skulptur eine Weichheit ausstrahlt“. Beides möchte sie Gästen zeigen – und ist nun eine der neuen Gastgeber in der Event-Reihe „Offene Gärten der Ahr“. Um 11 Uhr beginnt am Sonntag, 12. Juli, ihre Matinee, die musikalisch begleitet wird von Flötistin Anna Katharina May.
Faszination Steine: Ingrid Schütz hat sie gerne im Blick in Atelier und Garten, die bearbeiteten, aus denen Skulpturen entstanden sind, und die eigens im Denn- und Kesselinger Tal gesammelten Natursteine, die sich zu Trockenmauern zusammenfügen und Blumenbeete umranden. Und alle gemeinsam ergeben ein eigenes Bild, das beim Event zu erleben sein wird. Bis dahin will sie ihr jüngstes Werk vollendet haben: ein Kopf ohne Ohren, Arbeitstitel: gehörlos.
Etwa ein Jahr braucht sie für eine neue Skulptur, die sie ausschließlich von Hand fertigt, mit Hammer und Meißel. Jedes Werk ist nur so groß, wie seine Erschafferin es tragen kann, „so zwischen fünf und zehn Kilo“. Und rund muss es sein. Denn so fügt sich alles stimmig in eine harmonische Gesamtkomposition, die ihr naturnaher Garten bietet. Da haben Bäume und Sträucher genauso ihren Platz wie Stauden und Kräuter. Die Besucher natürlich auch: Mehrere Sitzgelegenheiten laden ein, Kunstwerke wie Aussicht zu betrachten oder zuzuhören, wie Musikstücke und Naturgeräusche Schaffensfreude wecken können.
Info: Maximal zwölf Gäste können an der Matinee teilnehmen. Tickets gibt es unter www.offeneahr.de