Lokalsport | 06.06.2014

Taekwondoschule Bad Neuenahr

Manfred Müller und Ralf Ittermann gehören nicht zum „alten Eisen“

Manfred Müller (links) und Ralf Ittermann nahmen erfolgreich an der Landes-Dan-Prüfung in Bingen teil.privat

Bad Neuenahr. In der Taekwondoschule Bad Neuenahr herrscht Grund zur Freude, haben doch mit Manfred Müller und Ralf Ittermann gleich zwei ihrer Trainer an der Landes-Dan-Prüfung der Taekwondo-Union Rheinland-Pfalz (TURP) in Bingen erfolgreich teilgenommen. Die beiden stellten sich zusammen mit elf anderen Bewerbern dem Prüfungsausschuss, bestehend aus dem Landesprüfungsreferenten der TURP, Joachim Birkenbach, dem Präsidenten der TURP, Horst Sperling, sowie Rino Aita von der Sportschule Aita-Budosport, um ihre Leistungen für den angestrebten DAN-Grad (Schwarzgurt) unter Beweis zu stellen.

In der Disziplin Grundtechniken (traditionell und wettkampfmäßig) waren präzise Techniken, Kraft und Dynamik gefragt. Der anschließende Formenlauf verlangte ein Höchstmaß an Konzentration und Präzision, kann doch allein das Scheitern in dieser Disziplin den Erfolg der ganzen Prüfung infrage stellen. Doch beide gaben sich hier keine Blöße und meisterten diesen Teil mit Bravour. Im Einschrittkampf (abgesprochen) demonstrierten beide mit ihrer Technikvielfalt und vollem Einsatz eine selbstsichere Verteidigung. Auch in der freien Selbstverteidigung gegen waffenlose Angriffe (Halten, Klammern, Würgen, Bodenkampf) sowie Angriffe mit Stock und Messer überzeugten beide durch kompromisslose, aber dem Angriff angemessene Gegentechniken, dass sie jederzeit Herr der Lage waren.

Nach einem kontaktlosen Zweikampf stand am Ende noch die Demonstration von Technik und Schlagkraft bei der Ausführung von Bruchtests auf dem Programm. So musste sich Ralf Ittermann in drei verschiedenen Bruchtesttechniken beweisen. Manfred Müller absolvierte fünf Bruchtests, davon zwei im Sprung. Beiden gelangen diese Tests so eindrucksvoll, dass anschließender Beifall der Zuschauer garantiert war.

So konnte Ralf Ittermann, der noch durch eine zwei Tage vorher zugezogene Muskelverletzung erheblich gehandikapt war, aus der Hand des Landesprüfungsreferenten die Ernennung zum 1. DAN-Schwarzgurt entgegennehmen. Manfred Müller erhielt die Ernennung zum 3. DAN-Schwarzgurt. Gekrönt wurde diese Ehrung noch von Herbert Simon, Träger des 7. DAN-Schwarzgurt und damit der höchste Würdenträger in Rheinland-Pfalz, der beide in ihrer Vorbereitungszeit mit betreut hat und beiden eine sehr gute Prüfungsleistung bescheinigte. Obwohl Müller und Ittermann beide mit Abstand die ältesten Prüfungsteilnehmer waren, stellten sie doch eindrucksvoll unter Beweis, dass sie trotz Ü50 noch nicht zum „alten Eisen“ gehören.

Manfred Müller (53) betreibt seit 35 Jahren Taekwondo in der Taekwondoschule Bad Neuenahr und ist dort seit über 20 Jahren als Trainer tätig (Trainer-C-Lizenz für Taekwondo, Sportbund Rheinland). Seine letzte Prüfung legte er vor 18 Jahren ab und hat sich in der Zwischenzeit ausschließlich der Ausbildung seiner Schüler gewidmet. Mehr als 20-mal hat er seine Schüler zu ihrem Ziel, der DAN-Prüfung, begleitet, bevor er jetzt nach langer Zeit selbst noch einmal das Ziel erreicht hat.

Ralf Ittermann (54) betreibt seit zehn Jahren Taekwondo und ist seit drei Jahren als Trainer tätig.

Die DAN-Prüfung jetzt war die Krönung eines kontinuierlichen Werdeganges, der für ihn auch erst spät begann.

Manfred Müller (links) und Ralf Ittermann nahmen erfolgreich an der Landes-Dan-Prüfung in Bingen teil.Foto: privat

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