KFD St. Pius hatte wieder zum „Karnevalistischen Kaffeeklatsch“ geladen
Mit den „Hula Girls“ Südseeträumen nachhängen
Kreisstadt. Die katholische Frauengemeinschaft St. Pius hatte wieder zum „Karnevalistischen Kaffeeklatsch“ geladen. Die komplett ausverkaufte Sitzung ist seit Jahren der Geheimtipp im Stadtkarneval. Die Damen boten unter dem Motto „Aloha-He“ ein Spitzenprogramm, die Stimmung kochte vier Stunden lang unentwegt um den Siedepunkt. Bereits die Dekoration zum Thema war eine Augenweide.
Der überfüllte Pfarrsaal platzte aus allen Nähten, als die „Hula Girls“ der KFD und Pastor Peter Dörrenbächer als „Traumtourist“ in aparten Kostümen zu hawaiianischen Klängen einzogen. Die bunt kostümierten Jecken wurden mit einer kurzen Tanzdarbietung der „Südseeträume“ auf das Motto eingestimmt. Organist Matthias Gampe am Klavier erwies sich dabei als perfekte musikalische Begleitung. Die Vorsitzende Anne Ahrend begrüßte die närrischen Gäste und übergab das Mikrofon an Liesel Gering, die in gekonnter Manier souverän und professionell das vierstündige Programm moderierte, das ausschließlich von „Eigengewächsen“ der Piusiannerinnen dargeboten wurde. Karin Beissel als verwöhnte Hausfrau, deren Traum vom perfekten Mann wie eine Seifenblase zerplatzt, reizte als Eisbrecher die Lachmuskulatur des begeisterten Publikums.
Schon trumpften die beiden Karnevalsgranaten, zwei Urgesteine des St. Pius Karnevals, alias Gisela Weber und Rosemarie Lingen mit der Suche nach der Lösung „Mit oder ohne Hut“ auf und ernteten prompt die erste Rakete. Hände zu wenig hatte Annegret Müller-Henning bei der großen Schlacht am kalten Buffet. Die Jecken honorierten ihre Bemühungen zur Nahrungsbeschaffung mit begeistertem Applaus. Diakon Bernhard Stahls Versuche, seinen Rollator als Kontaktbörse zu nutzen, schlugen fehl. Leider zeigte ihm seine Angebetete (Beate Stadtfeld) trotz intensiver Bemühungen die kalte Schulter. Bei Rosel Mahler als „Unerwünschtem Gast“ bekamen die Gremien der Pfarreiengemeinschaft ordentlich ihr „Fett“ weg.
Dass Mütter niemals krank sind, inszenierten gekonnt Martina Schönewald, Beate Stadtfeld, Ulla Hansonis, Anne Weigand, Daniela Dostert und Markus Annen. Da musste „Mutti“ schon ein gutes Nervenkostüm haben, um dem permanenten Gequengele und den täglichen Blessuren ihrer Lieben Herr zu werden. Wer so alles für des Pfarrherrn Wohl im Pfarrhaus zuständig ist, demonstrierte rigoros sein „Personalpool“ (Claudia Pinger, Eva Pfanner, Anne Ahrend, Petra Adeneuer, Beate Stadtfeld, Annegret Müller-Henning und Matthias Gampe) im musikalischen Vortrag „Pfarrhausballett“. Pastor Dörrenbächer trieb es den Angstschweiß auf die Stirn, den begeisterten Jecken die Lachtränen in die Augen.
Prinz Silvio l. (Faulstich) und Kinderprinzessin Laura l. (Assenmacher) mit ihrem Gefolge der KG Rot-Weiß Bachem ließen es sich nicht nehmen, den lnsulanerinnen einen Besuch abzustatten. lhrAuftritt geriet zu einem farbenfrohen Augenschmaus. Der Vorstand der KFD hatte als fesche Nixen im aufregenden Badeoutfit ein „Synchronschwimmen“ einstudiert. Als sich zum Schlussakkord der Performance Pastor Peter Dörrenbächer als grazile Balletteuse aus den Fluten erhob, stand das Pfarrheim Kopf. Ohne Zugabe war kein Entkommen möglich. Wie man mit „Heimarbeit am Telefon“ schlagartig die desolate Haushaltskasse saniert, bewiesen Claudia Pinger und Eva Pfanner als gewiefte Beziehungsexpertinnen im Sketch „Eine ganz heiße Nummel“. Die Lacher auf ihrer Seite hatte Vorsitzende Anne Ahrend, als sie „leidgeprüft“ über die Midlife-Krise ihres Angetrauten dozierte. Markus Annen, ehemaliger Pastoralreferent und seit Jahren ein äußerst beliebter Stimmungsgarant, hatte es leicht: Er gab den stoischen „Saaläänna“. Was passiert, wenn ein propperes Funkenmariechen alias Pastor Peter Dörrenbächer anmutig die Beine schwingt? Es gibt kein Halten mehr - der Saal tobte.
Der Gruppensketch zum Schluss, „Me kann och alles üwerdrieve“ (Beate Stadtfeld, Petra Adeneuer, Birgit Meyer-Hillboll, Daniela Dostert), rundete ein grandioses Programm ab, bevor die „Hula Girls“ noch einmal einzogen und das närrische Publikum in Bombenstimmung verabschiedeten.
