THW bereitet sich auf CBRN -Gefahren vor
Moritz Poser schließt Bereichsausbilder CBRN-Ausbildung beim THW in Ahrweiler ab
aus Köln
Ahrweiler. Moritz Poser vom THW (Technisches Hilfswerk) in Ahrweiler hat am THW-Ausbildungszentrum in Neuhausen die Ausbildung zum Bereichsausbilder CBRN (Chemisch, Biologisch, Radiologisch, Nuklear) abgeschlossen. Damit ist er berechtigt, THW-Einsatzkräfte für Einsätze mit CBRN-Risiken zu schulen. CBRN-Einsätze gehören zu den komplexesten Szenarien, für die spezialisierte und gut ausgebildete Kräfte benötigt werden.
„Durch die spezialisierten Kenntnisse in CBRN können wir schneller schützen und helfen. Davon profitieren sowohl unsere Einsatzkräfte als auch die Bevölkerung“, führt Moritz Poser zur Notwendigkeit einer CBRN-Ausbildung aus. Die CBRN-Ausbildung beim THW zielt darauf ab, im Ernstfall rasche, koordinierte und sichere Reaktionen zu ermöglichen. Die Teilnehmenden lernen, Gefahren früh zu erkennen, Schutzmaßnahmen korrekt anzuwenden sowie Evakuierung, Dekontamination, Notversorgung und technische Hilfe sicher durchzuführen.
Zu CBRN-Lagen kann es durch Unfälle oder Naturkatastrophen kommen, etwa durch Hochwasser oder Stürme, die verunreinigte Flächen freilegen. Speziell geschulte Einsatzkräfte identifizieren Gefahrenquellen mit Messgeräten und führen bei Bedarf Dekontaminationen durch.
Die Bereichsausbildung CBRN ergänzt die THW-Ausbildung um eine praxisnahe, regionale Spezialisierung. Sie vermittelt Orientierung in den Bereichen Gefahrenbewertung, Dekontamination, Schutzmaßnahmen, Mess- und Erfassungstechnik sowie Verhaltenstaktik unter CBRN-Bedingungen. THW-Einsatzkräfte wenden theoretische Kenntnisse unter realen Bedingungen an, reagieren flexibel auf lokale Gegebenheiten und arbeiten eng mit lokalen Behörden, Feuerwehren und Hilfsorganisationen zusammen. Diese Ausbildungsstufe stärkt die Einsatzbereitschaft, die Teamkoordination und die Sicherheit vor Ort, indem sie konkrete Abläufe, Zuständigkeiten und Kommunikationswege festigt.
