Allgemeine Berichte | 07.09.2014

Zwischen Ehlingen und Löhndorf sorgt Müll am Straßenrand für Unmut – gefährliche Situationen

Müll an der Straße ruft Bürger auf den Plan

Müll an der Straße ruft Bürger auf den Plan

Ehlingen. Die Bürger zwischen Heimersheim, Ehlingen und Löhndorf sind verärgert: Bereits Anfang des Jahres und seit Kurzem wieder regelmäßig entsorgt ein Unbekannter seinen Biomüll auf der Straße. Und das vornehmlich auf der Kreisstraße 44, die die Stadtteile Heimersheim, Ehlingen und Löhndorf (Sinzig) verbindet. Besonders an Wochenenden liegen bis zu sechs zerrissene Kunststoffbeutel voller Müll auf der Straße – und das in zentimetergenauen Abständen. Abgesehen von der Umweltverschmutzung stellt der Abfall eine große Gefahr für Autofahrer dar: Erst vergangenen Donnerstag befuhr die Schülerin Julia die K44 in Richtung Löhndorf. In einer scharfen Kurve musste sie abrupt abbremsen. Ein Reh ließ sich die Abfälle schmecken und stand mitten auf der Straße. Julia konnte noch rechtzeitig bremsen, aber die Situation hätte auch anders ausgehen können. Den Waldbewohnern schmecken die Abfälle so gut, dass sie die Straße in letzter Zeit regelmäßig überqueren.Waren es in den vergangenen Monaten hauptsächlich Orangen- und Mandarinenschalen, die über die Straße verteilt lagen, so sind es derzeit Gemüsereste aller Art. Im kleinen Örtchen Ehlingen werden freilich viele Vermutungen angestellt, wer für den Dreck verantwortlich sein könnte. Aber es sind lediglich Vermutungen: Manche sind überzeugt, dass es sich nur um einen Fahrradfahrer handeln könne, der seine Müllbeutel so präzise in immer gleichen Abständen abstellt. Andere Bürger schließen auch nicht aus, dass der Beifahrer eines PKW die Beutel ablegen könnte. Auffallend: Die Beutel liegen immer in Richtung Löhndorf – ein Indiz? Viele Bürger in Ehlingen glauben das. Sie sind sich einig: Der Schmutzfink kommt vermutlich aus Heimersheim.Beim Ordnungsamt kennt man die Problematik, zeigt sich aber machtlos. Stattdessen setzen die Beamten auf aufmerksame Mitbürger – und die Jäger in dem betreffenden Revier. Eventuell können sie mit ihren Nachtsichtgeräten verdächtige Beobachtungen machen. Überlegt wird auch, so genannte Wildkameras einzusetzen, um dem schmutzigen Unterfangen ein Ende zu setzen. Sachdienliche Hinweise nehmen das Ordnungsamt und auch die Polizei gern entgegen. Die Ehlinger Bürger machen ihrem Ärger derweil mit einem Transparent Luft: Am Ortsausgang von Ehlingen warnt ein buntes Schild: „Vorsicht! Idiot wirft mit Dreck!“  rere

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