Schüler der Erich Kästner Realschule sind Teil der „Starken Schule“
„Nimm mich wie ich bin“
Schule aus Bad Neuenahr-Ahrweiler sicherte sich den 1. Platz
Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Was singt Ihr hier?“ hieß es im Intercity auf der Fahrt von Mainz nach Bad Neuenahr, als neun Schülerinnen und Schüler ihren Schulsong anstimmten. „Die haben den ersten Preis gewonnen“, wusste die ältere Dame, die neben der Schulleiterin der Erich Kästner Realschule plus, Barbara Lohmer, saß und brandheiß informiert war: „Die Schüler haben eine starke Präsentation bei der Preisverleihung im Kurfürstlichen Schloss vor Ministerin Vera Reiß abgeliefert. Das dürfen sie jetzt feiern.“
Bei der Preisverleihung saßen besonders die kleinen mitreisenden Schüler, bekleidet mit ihren Schul-Shirts auf heißen Kohlen: „Die sind genannt - und die Schule hat auch schon präsentiert - dann sind wir ja Erste!“ freuten sie sich wie Schneekönige. Auch Stefan Glöckner (Menino), der Schulpate war baff: „Damit habe ich nicht gerechnet.“ Obwohl er einen erklecklichen Anteil am Erfolg im Programm „Schule ohne Rassismus“ hatte.
Gegen 34 andere Schulen durchgesetzt
Beim größten Schulwettbewerb Deutschlands „Starke Schule“ werden alle zwei Jahre Schulen ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise für ihre Schüler einsetzen und diese ausbildungsreif machen. Anschließend sind alle ausgezeichneten Schulen für vier Jahre in ein Netzwerk aufgenommen, in dem 649 Bewerberschulen aus allen 16 Bundesländern von- und miteinander lernen.
In Rheinland-Pfalz hatte sich unter 35 gemeldeten Schulen die integrativ arbeitende Realschule der Kreisstadt auf den ersten Platz durchgesetzt.
„Ihr wart immer unser Favorit, die Diskussion ging um die weiteren Plätze“, hatte einer der Juroren des Kuratoriums von Vertretern aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft offline geplaudert. Hans-Hartwig Felsch von der Bundesagentur für Arbeit freute sich: „Ihr habt es uns einfach gemacht, eine Laudatio auf Euch zu schreiben.“
Die EKS darf nun am Bundeswettbewerb unter den „Top Ten“ teilnehmen, denn es sind statt 16 Schulen aus den Bundesländern nur zehn Schulen zugelassen. Der Preis wird am 21. April in Berlin durch Bundespräsident Joachim Gauck übergeben.
Ganz nebenbei überreichte die Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Vera Reiß, noch den Hauptpreis von 5.000 Euro an die Schulleiterin Barbara Lohmer, stellvertretend für alle an dem Erfolg der Schule beteiligten Lehr- und Fachkräfte.
