SC 07 Bad Neuenahr
Platz zwei beim SAP Hallen Cup der TSG 1899 Hoffenheim
Bad Neuenahr/Hoffenheim. Ein zweiter Platz war das Resultat für den SC 07 Bad Neuenahr, beim fünften SAP Hallen Cups der Frauen, der von der TSG 1899 Hoffenheim ausgerichtet wurde. Die gut besuchte Mannaberg Halle in Rauenberg war Austragungsort eines Turnieres, welches vor allem Trainer Colin Bell teilweise auf die Palme brachte. Denn seine Schützlinge brachten es nicht fertig, eine 3:0-Führung im Finale gegen Zweitligist Hoffenheim über die Zeit zu retten. Nach einem 3:3 nach regulärer Spielzeit verloren die Kurstädterinnen im folgenden Neunmeter Schießen mit 4:6. Auf dem Weg ins Finale übte sich die Bell Truppe im Tore schießen, wobei sich besonders Leonie Maier mit sechs Treffern hervortat. Bereits im ersten Spiel wurde Zweitligist 1. FFC Niederkirchen, durch Tor von Sofia Nati, Aylin Yaren und Leonie Maier (2) in die Schranken gewiesen. Auch der Sieger des am Tag zuvor stattfindenden Regio Cups, die TSG 1899 Hoffenheim II hatte beim 1:5 gegen die Kurstädterinnen keine Chance. Aylin Yaren, sowie Doppelpacks von Laura Störzel und Leonie Maier sorgten für klare Verhältnisse. Zu klar, wie es schien, denn der Süd-Zweitligist SC Sand brachte Colin Bell mit dem 2:1 Sieg gegen den SC 07 nicht gerade in Hochstimmung. Auch hier war Leonie Maier für ihre Farben erfolgreich. Das Halbfinale war gefährdet und die Zweitvertretung des 1. FFC Frankfurt musste nun für den Ausrutscher gegen Sand büßen. Mit einem 4:0 Sieg erreichten die Bell Schützlinge das Halbfinale, wobei Leonie Maier, Sofia Nati, Aylin Yaren und Peggy Kuznik keine Zweifel aufkommen ließen. Im Halbfinale des SAP Cups war Zweitligist TSV Crailsheim der nächste Prüfstein, der in der Gruppenphase immerhin die Bundesligisten SC Freiburg und VfL Sindelfingen hinter sich gelassen hatte. Durch Tore von Sofia Nati und Aylin Yaren ließ der SC 07 aber keine Zweifel aufkommen, welches Team an diesem Tag die Ehre hatte Gastgeber TSG 1899 Hoffenheim I im Finale herauszufordern. Und es begann gut im Finale, denn Leonie Maier, Marie Pyko und Aylin Yaren brachten den SC 07 mit 3:0 in Front. Doch die Kraichgauerinnen gaben nicht auf und egalisierten die klare Führung noch in der regulären Spielzeit von 14 Minuten. Da in der fünfminütigen Verlängerung keine Tore mehr fielen, musste das Neun-Meter-Schießen entscheiden. In dieser Saison kein gutes Omen für die Schwarz-Roten, denn bereits in der Vorwoche, beim DFB Hallenpokal war hier im Viertelfinale gegen Bayer 04 Leverkusen Endstation. So auch in Rauenberg, denn außer Torhüterin Almuth Schult konnte keine Spielerin des SC 07 verwandeln. 4:6 n.N. lautete das Endergebnis und brachte somit die Halle zum Kochen. So wie auch Colin Bell, der nach dem Finale entsprechend angesäuert war: „Unfassbar, dass wir eine 3:0-Führung im Finale noch verspielt haben. So etwas darf einfach nicht passieren, da waren sich die Mädels schon zu sicher. Das Neunmeterschießen ist immer Glückssache, insofern kein Vorwurf, aber wir haben im Finale den sicheren Sieg zu leicht aus der Hand gegeben.“ Ein kleines Trostpflaster dürfte allerdings die Wahl von Leonie Maier zur besten Torschützin (sieben Tore) und Spielerin des Turniers, sowie Almuth Schults Wahl zur besten Torfrau des Events sein.
