Allgemeine Berichte | 24.03.2016

Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler

Reise führt nach Berlin und Umgebung

Die Oberbaumbrücke gilt als eine der schönsten Brücken Berlins.Bernhard Meinke

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das Eichsfeld und die Harzregion sowie die Hauptstadt Berlin und seine Umgebung werden das Ziel der Gemeindereise der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler vom 20. bis 27. September sein - auf den ersten Blick so gar kein Ziel, das einen Hintergrund für eine Gemeindereise bieten könnte. „Nachdem wir die Ursprünge der großen Reformorden 2014 im Burgund erkundet haben, war es nun der Wunsch zu schauen, wie denn diese großartigen Erneuerungsideen des Glaubens in unserem Land gewirkt haben“, so Pfarrer Peter Dörrenbächer, der auch bei dieser Reise die geistliche Leitung übernimmt.

So ist das Eichsfeld eines der wenigen Gebiete auf dem Territorium der ehemaligen DDR, in dem es eine katholische Mehrheitsbevölkerung bis heute gibt. Auf der Reise wird besonders der Hauptort des Eichsfelds, Heiligenstadt, erkundet. Zunächst prägten die Zisterzienser, später im Zuge der Reformationsbestrebungen verstärkt die Jesuiten das Glaubensgeschehen im Eichsfeld.

In der Harzregion wird die Reise auch Gelegenheit bieten, neben einem herausragenden Kleinod romanischer Baukunst, der Stiftskirche von Gernrode, die UNESCO-Welterbestadt Quedlinburg mit ihren vielen Fachwerkhäusern und die Stadt Halberstadt mit ihrem kunsthistorisch bedeutsamen Dom kennenzulernen.

Nächste Station wird Magdeburg sein, das 1994 mit der Wiedererrichtung des Bistums an seine alte Bedeutung als Zentrum der Missionierung des Ostens anknüpft. Niemand Geringeres als Norbert von Xanten, der Gründer des Prämonstratenserordens, wirkte im Mittelalter als Bischof in Magdeburg.

Gleichsam mit Magdeburg spielte Brandenburg/Havel eine wichtige Rolle bei der Erschließung und Missionierung der Gebiete östlich der Elbe, dessen bedeutsamstes Zeugnis heute der Brandenburger Dom ist, der ebenfalls besucht wird.

Schwerpunkt des zweiten Teils der Reise wird Berlin sein, wo die Mitreisenden neben dem pulsierenden Leben der deutschen Hauptstadt feststellen werden, dass auch hier ein lebendiges Ordens- und Glaubensleben anzutreffen ist. Auf dem Programm stehen hier die Bischofskirche, die unter Friedrich II. errichtete Hedwigskathedrale am Forum Fridericianum in Berlin-Mitte und die Gedenkkirche Regina Martyrum, die an die Menschen, die wegen ihres Glaubens in der NS-Zeit auf barbarische Weise in der Hinrichtungsstätte Plötzensee ihr Leben lassen mussten, erinnert. Hier befindet sich auch die Urne von Erich Klausener, dem ehemaligen Landrat des damaligen Kreises Adenau (1917-1919), der am 30. Juni 1934 ermordet wurde. Seit 1982 befindet sie sich neben der Kirche der Karmel Regina Martyrum.

Auch wird die deutsch-jüdische Geschichte ein Thema sein - mit dem Besuch des Jüdischen Museums, dem größten Museum dieser Art in Europa, das in einen spektakulären architektonischen Rahmen eingebettet ist.

In der Umgebung Berlins sind die Besichtigung der ehemaligen Zisterzienserklöster von Chorin und Lehnin und ein Aufenthalt in Frankfurt/Oder mit der Marienkirche mit ihren mittelalterlichen Chorfenstern und ein Besuch der barocken Klosterkirche von Neuzelle vorgesehen.

Aber auch eine Schifffahrt auf der Spree quer durch das Herz Berlins, die Einkehr in ein Berliner Brauhaus und die Feier der Heiligen Messe in einer „Schwesterkirche“ der heimatlichen Rosenkranzkirche, die vom gleichen Kirchenbaumeister (August Menken) vor dem Ersten Weltkrieg errichtet worden ist, stehen auf dem Programm.

Alle, auch diejenigen, die nicht zur Kirchengemeinde gehören, können an dieser Reise teilnehmen, die neben geistlichen Impulsen und kunstgeschichtlichen Erkundungen wie bei allen vorherigen Reisen auch Gelegenheit zu unkonventionellem Kennenlernen sowie Spaß und Lebensfreude bietet“, so Pfarrer Dörrenbächer zum Charakter der Gemeindereise.

Wie alle vorherigen Reisen der Pfarreiengemeinschaft wird auch diese Reise von Bernhard Meinke, der inzwischen in Berlin wohnt, fachkundig begleitet.

Prospekte und Anmeldeformulare finden sich in den Schriftenständen der katholischen Kirchen der Stadt und in den Pfarrbüros der Pfarreiengemeinschaft.

Das Symbol der deutschen Einheit - das Brandenburger Tor.

Das Symbol der deutschen Einheit - das Brandenburger Tor.

Die Oberbaumbrücke gilt als eine der schönsten Brücken Berlins.Fotos: Bernhard Meinke

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