Regionale Resilienz stärken
Resilienz im Ahrtal: Unterstützung für Familien und soziale Einrichtungen in Bad Neuenahr-Ahrweiler
aus Bad Neuenahr-Ahrweiler
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Staatssekretärin Kathrin Anklam-Trapp besucht die Familienbildungsstätte und das Ahrtal
Vertrauen wächst nicht erst in der Krise.
Wie wird eine Region widerstandsfähig? Diese und andere Fragen standen im Mittelpunkt des Besuchs von Staatssekretärin Kathrin Anklam-Trapp in der Katholischen Familienbildungsstätte Bad Neuenahr-Ahrweiler am Freitag, 26.06.26. Im Rahmen einer Besuchsreihe des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend RLP tauschte sie sich gemeinsam mit weiteren Vertreterinnen des Hauses über die Entwicklung der Familienbildungsstätte seit der Flut und die aktuellen Herausforderungen für Familien aus.
Schnell wurde deutlich: Eine resiliente Region entsteht nicht erst in der Krise. Sie wächst dort, wo Menschen einander kennen, Vertrauen entsteht und soziale Netzwerke den Alltag tragen. Familienbildungsstätten, Mehrgenerationenhäuser und viele weitere soziale Einrichtungen sorgen Tag für Tag dafür, dass Menschen sich begegnen, Vertrauen aufbauen und sich gegenseitig unterstützen können. Genau diese Beziehungen werden in Krisenzeiten zu einer tragenden Kraft.
Im Gespräch ging es unter anderem um die veränderten Bedarfe von Familien, die Förderung vulnerabler Zielgruppen, Inklusion sowie die Rahmenbedingungen freier Träger. Auch die Frage, wie Politik, Verwaltung und soziale Einrichtungen gemeinsam gute Bedingungen für Familien schaffen können, spielte eine wichtige Rolle.
„Die Flut hat uns gezeigt, dass Krisen nicht erst in der Krise bewältigt werden. Sie werden dort bewältigt, wo Menschen Vertrauen zueinander aufgebaut haben und wo tragfähige Beziehungen bereits bestehen. Genau dafür arbeiten wir jeden Tag“, betonte Christine Kläser, Leitung der Familienbildungsstätte.
Gemeinsam mit Marion Surrey, Leiterin des Mehrgenerationenhauses und des Hauses der Familie, führte Christine Kläser die Gäste durch das Haus. Den Abschluss bildete der Besuch des Kurses „Starker Schulstart: Starkmacher-Kurs für Vorschulkinder“, ein lebendiges Beispiel dafür, wie Familienbildung Kinder und Familien im Alltag begleitet und stärkt.
Der Besuch machte deutlich: Soziale Infrastruktur ist weit mehr als ein Angebot. Sie ist eine Voraussetzung dafür, dass Menschen Krisen gemeinsam bewältigen und Zukunft gestalten können.