Extrem-Wanderung beim TuS Ahrweiler 1898 e.V.
Soweit die Füße tragen...
Auf dem AhrSteig von Blankenheim bis Ahrweiler an einem Tag
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Es war eine verrückte Idee, die beim wöchentlichen Jogging des TuS Ahrweiler Lauftreffs über einen kleinen Abschnitt des AhrSteigs entstand: „Die Strecke ist so schön, lasst uns doch mal den AhrSteig von Blankenheim bis zum Ahrweiler Ahrtor an einem Tag wandern.“ Als Spinnerei wurde die Aktion über ein Jahr lang vor sich hergeschoben, bis auf einmal der Termin feststand und sich tatsächlich ein paar Mitstreiter für die Extrem-Wanderung fanden, allerdings unter der Voraussetzung, dass der Ausstieg je nach persönlichem Befinden jederzeit möglich ist. Los ging es morgens um 4 Uhr mit dem Auto nach Blankenheim. Planmäßig um 5 Uhr starteten die sechs Teilnehmer im noch verschlafenen Eifeldörfchen an der Ahrquelle. Bei noch frischen zehn Grad und fast wolkenlosem Himmel wurden die Lebensgeister der kleinen Gruppe geweckt und es ging über stille Waldpfade mit immer wieder spektakulären Aussichten in Richtung Freilinger See, wo die erste verdiente kurze Rast eingelegt wurde. In zügigem Tempo und mit guter Laune wurde direkt im Anschluss auch die zweite offizielle Etappe des AhrSteigs über den Hühnerberg bis Aremberg abgehakt.
Inzwischen hatten die ausdauertrainierten Lauftreffler bereits weit über 20 Kilometer Wanderstrecke hinter sich gebracht, und so langsam machten sich die einen oder anderen Wehwehchen bemerkbar, die jedoch bei interessanten Gesprächsthemen und Ablenkung durch die schöne Natur immer wieder vergessen und verdrängt wurden.
Zwei Teilnehmer hielten bis zum Ahrtor durch
Bei steigenden Temperaturen bis an die 30-Grad-Grenze wurde Etappe 3 mit 18,7 Kilometern bis Insul in Angriff genommen, kurze Mittagspause inklusive. Nach kräftezehrenden 39 Kilometern mit reichlichen Höhenmetern hatten drei Teilnehmer stolz ihr persönliches Ziel erreicht und traten ab Kreuzberg mit dem Zug die Heimreise an.
Der nächste Aussteiger übertraf seine eigene Zielsetzung, die Marathon-Marke bei 42,2 Kilometern, um fünf Kilometer, ließ zufrieden die beiden übrig gebliebenen Gruppenmitglieder ziehen und feierte seinen Erfolg mit einem wohlverdienten isotonischen Erfrischungsgetränk in Insul.
Die beiden Wanderer setzten den Weg mit einer spontanen Planänderung fort: Wegen der bereits fortgeschrittenen Tageszeit wurde ab Altenahr der kürzere Radweg anstelle des AhrSteigs gewählt. Nach 16 Stunden und 78 Kilometern wurde das Ahrtor erreicht, und schnell stand fest, dass beim nächsten Mal mit allen zusammen noch mal die reguläre Strecke des AhrSteigs von Schuld bis zum Ahrtor in Angriff genommen wird.
