LitGruppe im SeniorenNetzWerk
Streifzug durch die Welt der Bücher und Literaten
Vorstellung der Neu- und Wiederentdeckungen der Leipziger Buchmesse am Donnerstag, 7. April
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Buchmessen sind geeignete Orte für literarische Nachwuchsautoren ebenso wie für weltbekannte Autoren und Wiederentdeckungen. Das gilt auch für die Buchmesse 2016 in Leipzig. Das Bücherangebot dort war ausgesprochen umfangreich. Überrascht hat die Wahl der diesjährigen PreisträgerInnen: Im Bereich Belletristik wurde Guntram Vesper für seinen Roman „Frohburg“ ausgezeichnet. Erzählt wird vom deutschen Leben im zwanzigsten Jahrhundert, von Kultur, Politik, Krieg und Nachkrieg. Der Weiteren erhielt Jürgen Goldstein für sein Sachbuch „Georg Forster - Zwischen Freiheit und Naturgewalt“ eine Ehrung. Diese Biografie lässt das ereignisreiche Leben des Georg Forsters, eines engagierten Intellektuellen der deutschen Aufklärung noch einmal Revue passieren, der unter anderem in Mainz 1793 die erste Republik auf deutschem Boden ausrief. Für die Übersetzung von „Die Tutoren“ von Bora Cosic wurde Brigitte Döbert geehrt. In diesem Roman wird ein Bogen über 150 Jahre europäische Gesichte gespannt. Brigitte Döbert ist das Wagnis der Übersetzung eingegangen und erschließt den Lesern damit einen der großen mitteleuropäischen Autoren der Gegenwart neu. Spannendes und Interessantes gab es auch jenseits der Buchmesse zu entdecken. Mit den Lebenserinnerungen der Else Sohn-Rethel „Ich war glücklich, ob es regnete oder nicht“ hat Hans Pleschinski ein Panorama der Ära zwischen circa 1850 und 1900, also der Gründerzeit und der Belle Epoque, herausgebracht, wie es aus dieser Zeit bisher nicht bekannt war. Thea Dorn hat mit „Die Unglückseligen“ dem urdeutschen Faust-Thema, eine moderne Variante vorgelegt und Vince Ebert mit „Unberechenbar“ ein gelungenes und humorvolles Plädoyer für den Zufall geschrieben. Erika Weiß und Anne Pförtner stellen die oben genannten Bücher und Autoren sowie eine weitere Übersicht an Buchtiteln vor, die Bücherfreunden helfen sollen, sich im Dschungel der Neuerscheinungen und Wiederentdeckungen zurechtzufinden. Ganz nach der Erkenntnis von Kurt Tucholsky, der einmal treffend sagte „der Leser hat’s gut, er kann sich seine Schriftsteller selbst aussuchen!“ Das Treffen der LitGruppe im SeniorenNetzWerk findet am Donnerstag, 7. April um 15.30 Uhr in der Villa Sibilla statt, zu der wie stets Gäste willkommen sind.
