THC lässt den Vulkan-Ladies keine Chance
Auf Trainer Caslav Dincic wartet viel Arbeit
Bad Langensalza. Eines wollte der neue Trainer der Vulkan-Ladies, Caslav Dincic, von seiner Mannschaft beim favorisierten Thüringer HC sehen: Einsatz und Kampf. Doch sein Team konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Beim Serienmeister kassierten die Vulkan-Ladies eine deutliche 36:17-Niederlage. Bereits zur Pause führte der THC mit 10 Toren (19:9). Dincic, der seine Mannschaft erst drei Mal vor dem Auswärtsspiel trainieren konnte, war natürlich trotzdem angefressen. „Der THC war heute ein bis zwei Klassen besser als wir“, resümiert er. „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht; auf eine gute Aktion, folgten bei uns zwei schlechte. So kann man hier nichts holen, wir haben phasenweise sehr undiszipliniert gespielt!“
Die schlechten Aktionen der Vulkan-Ladies waren gleichzeitig die Einladung an den THC, das eigene Gegenstoßspiel zu perfektionieren. Thüringens Svenja Huber erzielte elf Tore, davon die Mehrzahl durch Tempogegenstoß-Tore. Ein ums andere Mal landeten die Pässe der THC-Torhüterinnen zielgenau bei Huber, die Koblenz´ Evelien Grob im Tor keinerlei Chancen ließ. Doch Grob kann man die Niederlage nicht anlasten. Sie hielt in den 60 Minuten, was zu halten war. Sie musste durchspielen, da die zweite Vulkan-Ladies-Torhüterin, Branka Zec, verletzt ist. Neben dem schlechten Rückzugsverhalten und der nicht aggressiv genug agierenden Abwehr lief auch im Angriff wenig zusammen. Lotte Prak versuchte das Spiel der der Vulkan-Ladies schnell zu gestalten, doch ihre Mitspielerinnen konnten ihr heute nicht zur Seite stehen. Lotte Prak warf die Tore dann selbst. Sie traf neun Mal, darunter vier sicher verwandelte Strafwürfe.
„Das Positive ist: Ich habe die Mannschaft live in Aktion gesehen. Das war sehr aufschlussreich und wir werden einige Dinge ändern“, sagt Caslav Dincic. „Wir können froh sein, dass wir nach drei Trainingseinheiten gegen den Meister spielen mussten und nicht gegen einen direkten Konkurrenten. Jetzt werden wir noch härter arbeiten und es besser machen“, ergänzt er. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich den Vulkan-Ladies am Sonntag, 11. Januar. Dann spielt das Team von Caslav Dincic gegen den Buxtehuder SV. Bedeutend einfacher wird dieses Spiel jedoch nicht werden. Buxtehude gewann das Nordderby gegen Oldenburg mit 30:29 und steht damit auf dem zweiten Tabellenplatz. Anwurf am 11. Januar ist um 16 Uhr in der Koblenzer Conlog Arena auf dem Oberwerth.
Pressemitteilung der
Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern
