LitGruppe im SNW
Thomas Mann: TRISTAN
Kreis Ahrweiler. Jahrhundertwende 1900: In dieser Zeit lebt ein junger unbekannter Schreiberling mit bescheidenen Ansprüchen „in häufig wechselnden Wohnungen im Münchner Künstlerviertel Schwabing, in Dachzimmern und Kaffeehäusern, im halbseidenen Milieu von Literaten und Lektoren, Malern und Schauspielern.“ Nach einigen Versuchen ein Auskommen zu finden, entschied er sich für den Beruf eines freien Schriftstellers.
Die Rede ist von Thomas Mann. Damals – er ist 25 Jahre alt – entsteht die Novelle „Tristan“, die er eine Burleske nennt. Biographische Strukturen sind durchaus erkennbar, da Thomas Mann „ keinen Hehl daraus gemacht hat“, das Schreiben ihn anstrengt und alle Leichtigkeit nur Schein ist.“ Schon in seinem „Tristan“ sind bereits die typischen Stil-Merkmale seiner späteren großen Romane deutlich erkennbar.
Günter Garlet berichtet darüber, was er beim Lesen dieser Novelle empfunden hat und lässt bei seinem Vortrag viel Originalton einfließen.
Das Frühwerk „Tristan“ dürfte auch für Thomas-Mann-Fans eine Entdeckung sein. Treffpunkt dieser Veranstaltung der LitGruppe im SNW ist die Villa Sibilla und zwar am Donnerstag, 3. November, Beginn um 15.30 Uhr.
