Allgemeine Berichte | 21.02.2013

Areaner auf politischer Studienfahrt nach Berlin

Unmenschlichkeit des DDR-Regimes hautnah erlebt

Die Schüler vor dem Brandenburger Tor.Privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Berlin. Unter dem Motto „Demokratie leben, Demokratie mitgestalten“ waren zu Beginn des neuen Jahres rund 50 Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Are-Gymnasiums mit ihren Sozialkundelehrerinnen, Catharina Hertlein, Ilka Dahlmanns und Ingrid Näkel-Surges in der deutschen Hauptstadt unterwegs. Bereits am ersten Tag galt es für die Schüler, früh aufzustehen.Beim Besuch des ZDF-Morgenmagazins waren sie live „auf Sendung“. Im Stelenfeld, dem Denkmal für die ermordeten Juden in Europa, hatte jeder einzelne Schüler Gelegenheit, sich individuell mit der Ausstellung im „Ort der Information“ auseinanderzusetzen. Auf Einladung von Andrea Nahles, Bundestagsabgeordnete der SPD aus dem Wahlkreis Ahrweiler besuchte die Schülergruppe die SPD-Parteizentrale im Willy-Brand-Haus und das Paul-Löbe-Haus, wo sich viele Abgeordnetenbüros befinden und diverse Ausschüsse tagen, und erfuhren, dass die SPD für die nächste Bundestagswahl die Wahlkampfzentrale „Kampa“ reaktiviert hat. Die hatte einst Gerhard Schröder zur Kanzlerschaft verholfen. Inmitten des Regierungsviertels bot sich die Gelegenheit, mit Mechthild Heil über ihre Arbeit als Bundestagsabgeordnete zu sprechen und Fragen zu aktuellen politischen Themen zu stellen. In einer kontroversen Diskussion äußerte sich die CDU-Abgeordnete zu zahlreichen politischen Fragen. Aufgrund einer Schüler-Frage stellte sie fest, dass soziale Netzwerke auch von ihr intensiver genutzt werden müssen, um vor allem Jugendliche besser erreichen zu können. Bei ihrem Besuch im Kanzleramt verpassten die Oberstufenschüler Bundeskanzlerin Angela Merkel nur knapp. Die Führung durch das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen ging vielen Schülern unter die Haut: Die Besichtigung der Gefängniszellen und Räumlichkeiten samt Dokumentation der Verhörmethoden führten allen Teilnehmern den Alltag eines politisch Inhaftierten und die Unmenschlichkeit des DDR-Regimes vor Augen.

Während des Besuches im Bundesrat spielten die Schüler bei einem Rollenspiel eine Sitzung über den Antrag „Rente bis 67 „ nach. Sie sind gerade diejenigen , die diese Reform am meisten betrifft.

Es war ihnen deshalb wichtig, dass sie die „Rente mit 67“ auch aus der Perspektive ihrer eigenen Generation diskutieren konnten. Abgerundet wurde die Studienfahrt mit einer Besichtigung des Reichstagsgebäudes und dem Besuch des Plenarsaals samt Reichstagskuppel. Trotz der vielen Programmpunkte blieb für die Gymnasiasten dennoch genug Zeit, um die Millionenstadt selbstständig zu erkunden.

Die Schüler vor dem Brandenburger Tor.Foto: Privat

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