Allgemeine Berichte | 05.08.2014, 09:07 Uhr

Die Wirren des 1. Weltkrieges waren auch in Sinzig zu spüren

Von der Mobilmachung bis zum Feldpostversand

Sinziger Zeitung dokumentierte schon vor Jahren das lokale Geschehen - Vorgänger von Blick Aktuell

Von der Mobilmachung bis zum Feldpostversand
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Sinzig. Es war ein schrecklicher Automatismus: Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz-Ferdinand und seiner Frau am 28. Juni 1914 in Sarajewo gilt als die Initialzündung für den Ausbruch des 1. Weltkrieges. Ein serbischer Freiheitsnarr namens Gavrilo Princip hatte die Welt in Brand gesteckt. Als das mächtige Österreich-Ungarn dem kleinen unter dem Schutz Russland stehenden Serbien den Krieg erklärte, kam die gesamte unsinnige Bündnismaschinerie in Gang. Die Automatik der Bündnisabsprachen führte zur Mobilmachung und schnell übernahmen die Militärs das Kommando. Wo zunächst Freude und Enthusiasmus regierten, machte sich schnell das Gefühl der Ohnmacht breit. Denn der 1. Weltkrieg sollte eine Ära einläuten, eine Ära unbarmherziger Kriegstechnik mit teuflichen Waffen. So wurde der Weltkrieg nicht der erhoffte „Spaziergang“, bei dem man angeblich unvorbereitete Nachbarstaaten durch flotten Überfall in ihre Schranken weisen konnte; der Krieg wurde eine vierjährige grauenhafte Massenschlächterei, der rund 10 Millionen junger Männer zum Opfer fielen.

Auch zahlreiche junge Männer aus der Region verloren in den vier Kriegsjahren ihr Leben. Auf den Schlachtfeldern der Westfront starben sie den elenden „Heldentod“.

Sinziger Zeitung dokumentierte

Nah an den Menschen als öffentliches Bekanntmachungsorgan präsentierte sich auch schon vor 100 Jahren die Sinziger Zeitung. Daraus entwickelte sich der Blick Aktuell - die Heimatzeitung. Der Krupp-Verlag kann auf eine mehr als 100-jährige Tradition blicken. Durch die Sinziger Zeitung erfuhren die Männer, dass nun der Ernst der Lage eintreten sollte. Die Sinziger Zeitung hat schon damals das Lokalgeschehen dokumentiert und dabei einen Bogen zur Weltpolitik gespannt.rere

Es gab kein Pardon: Die Mobilmachung am 2. August 1914 bedeutete für die jungen Männer den Kampf an der Front.

Spätestens mit dieser Anzeige in der Sinziger Zeitung war es allen bewusst: Der Krieg hat begonnen. Hunderte Männer aus der Region waren von jetzt auf gleich angehalten, ihr Vaterland zu verteidigen. Fotos: privat

Von der Mobilmachung bis zum Feldpostversand

Von der Mobilmachung bis zum Feldpostversand

Aufruf! Der Bürgermeister höchstselbst fordert die Daheimgebliebenen auf, verwunderte Soldaten nach Kräften zu unterstützen. Er bezeichnet es als „Pflichterfüllung“.

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