Allgemeine Berichte | 28.04.2014

Banner am Bahnhof in Ahrweiler macht auf Caritas-Jahreskampagne aufmerksam

„Weit weg ist näher, als du denkst“

Caritas-Mitarbeiterin Nadine Jüsgen und Caritas-Geschäftsführer Richard Stahl weisen vor der Geschäftsstelle Ahrweiler auf die Caritas-Jahreskampagne mit Blow up und „CaritasBox“ hin. Privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Weit weg ist näher, als du denkst“ lautet das Jahresthema 2014 des Deutschen Caritasverbandes. Gleich mehrere Schwerpunkte will die Caritas in diesem Jahr in den Blick nehmen und Lösungen aufzeigen, die weltweit zu mehr Gerechtigkeit und Umweltverträglichkeit führen können.

Vor einem Jahr stürzte in der Stadt Sabhar in Bangladesch eine Kleiderfabrik ein. 1100 Menschen wurden getötet, Menschen, die billige Ware auch für den deutschen Textilmarkt produzierten.

Jeder Konsument kann dabei mithelfen, dass solche Unglücke nicht passieren. Es muss nicht das billigste T-Shirt zu einem unrealistisch günstigen Preis sein. Braucht es auch immer das aller neuste Smartphone?

Jedes Gerät enthält den wertvollen Rohstoff Tantal. Tantal aber wird unter menschenunwürdigen Bedingungen im Kongo gewonnen. Der Kauf eines Neugerätes unterstützt dieses kriminelle System.

Ein großes Banner, ein sogenanntes „Blow up“, am Alten Bahnhof in Ahrweiler will auf diese Problematik aufmerksam machen und zu einem verantwortungsvollen Konsum sensibilisieren.

Das Blow up thematisiert den Klimawandel. Es zeigt einen Mann, der seine Heizung aufdreht. Daneben ist ein Mann abgebildet, der in Afrika über kein Wasser verfügt, um seinen Garten zu bewässern.

Außerdem hat der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. im Eingangsbereich eine sogenannte „CaritasBox“ aufgestellt, in die Druckerpatronen und Tonerkartuschen, alte Handys und defekte Smartphones eingeworfen werden können. Diese Geräte werden hier in Deutschland fachgerecht zerlegt und entsorgt. Rohstoffe gehen nicht verloren und die Geräte landen nicht als Elektroschrott auf den Müllhalden Afrikas. „Die Globalisierung hat viele Facetten“, betont Caritas-Geschäftsführer Richard Stahl und ergänzt: „Über den verantwortungsvollen Umgang mit gebrauchten Dingen und Altgeräten kann das Bewusstsein für ein kritischeres Konsumverhalten geschärft werden.

Auch leere Druckerpatronen und Tonerkartuschen bestehen aus wertvollen Rohstoffen und gehören nicht in den Restmüll. Deshalb beteiligen wir uns im Caritasverband mit den ‚CaritasBoxen‘ an der Jahreskampagne des Deutschen Caritasverbandes.

Außerdem thematisieren wir Flucht und Vertreibung sowie Migration und Integration. All dies hängt irgendwie zusammen und hat in einer globalisieren Welt über den Handel mit Rohstoffen und Ware auch mit uns zu tun.“

Uns ist bewusst, dass Tiefstpreise nicht mit fairen Produktionsbedingungen einhergehen. Wir wissen um die Ausweglosigkeit von Flüchtlingen. Doch Wissen allein reicht nicht - Handeln tut Not. Niemand muss allein für eine bessere Welt kämpfen – doch gemeinsam kann jeder seinen Teil dazu tun. „Weit weg ist eben näher, als du denkst.“ Die „CaritasBox“ in der Bahnhofsstraße 5 kann montags bis freitags zu den Geschäftszeiten der Geschäftsstelle Ahrweiler genutzt werden.

Caritas-Mitarbeiterin Nadine Jüsgen und Caritas-Geschäftsführer Richard Stahl weisen vor der Geschäftsstelle Ahrweiler auf die Caritas-Jahreskampagne mit Blow up und „CaritasBox“ hin. Foto: Privat

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