Auszeichnung für verdienten Karnevalisten
Willi Hoffzimmer lebt nach dem Motto: „Frohsinn ist Massage für Herz und Gemüt“
Verdienstmedaille in Gold des RKK 20 Jahre Tätigkeit im Vorstand der Ringener Wendböggele
Ringen. Neuer Besitzer der Verdienstmedaille in Gold des RKK ist Willi Hoffzimmer von der Karnevalsgesellschaft „Ringener Wendböggele“. Der Bonner Regionalpräsident Wilfried Thünker aus Adendorf überreichte sie den Bengener bei der Prunksitzung der KG. Dort ist Hoffzimmer nämlich einer der wichtigsten Männer im Hintergrund, nicht umsonst lautet sein Spitzname im Kreise der Karnevalisten: „Der Berufsprinz“.
Geboren wurde Willi Hoffzimmer in Köln, sein Vater war Landwirt und Schmiedemeisters. Nach dem Krieg erhielt der Vater die ehrenvolle Aufgabe, beim Rosenmontagszug in Köln einige Straßen abzusperren und danach wieder freizugeben. Grund dafür: Er hatte die Idee, zwei Wagen zu einer fahrbaren Bühne zusammenzufügen. Schon frühmorgens zog damals die Familie Hoffzimmer zu den angegebenen Straßen, und während der Vater mit der Absperrung beschäftigt war, ging die Mutter mit ihren fünf Kindern durch die Straßen und schaute sich den Rosenmontagszug an. Die Folgen waren absehbar: Klein-Willi fing sich den Karnevalsbazillus ein, der bis heute unvermindert wirkt.
In Bengen das Vereinsleben entdeckt
Nach seiner Lehrzeit in Duisburg zog Hoffzimmer als Wandergeselle nach Köln, Bonn und Ahrweiler. Im Ahrtal gefiel es ihm hervorragend, er schulte um zu medizinisch orthopädischen Fußpfleger, Masseur, Kneipp- und Bademeister. Er ließ sich in Bengen nieder und entdeckte das Vereinsleben. So war er bei der Gründung der Karnevalsgesellschaft Bengen im Jahre 1982 dabei und trat 1993 der KG Ringener Wendböggele bei. Im gleichen Jahr präsentierte es sich als strahlender Prinz Willi I., wurde sofort in den Vorstand berufen und diente dort viele Jahre als Schriftführer, später als Pressewart und Beisitzer.
Seit 20 Jahren ist Willi Hoffzimmer nun Mitglied im Vorstand und kämpft seit zwei Jahrzehnten gegen Griesgram und Muckertum an. 2008 wurde er vom damaligen Ringer Dreigestirn zum Ehrenadjudanten ernannt, und es kam, wie es kommen musste: beim Karnevalsumzug wurde der eigentliche Adjudant krank, und Willi Hoffzimmer sprang ohne zu zögern ein und kümmerte sich um das Wohlergehen des Dreigestirns. Sein persönliches Lebensmotto ist nicht nur im Karneval: „Frohsinn ist Massage für Herz und Gemüt.“
