Politik | 21.03.2015

Grüne Jugend Ahrweiler

Wohnungsunterbringung von Flüchtlingen

Die Grüne Jugend Ahrweiler fordert das uneingeschränkte Recht zur selbstständigen Wohnungssuche für Flüchtlinge und keine neuen Gemeinschaftsunterkünfte im Kreis Ahrweiler.privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Grüne Jugend Ahrweiler ist für eine Aufnahme aller zuwandernden Menschen unter den gleichen guten Bedingungen, völlig unabhängig, aus welchen Gründen sie nach Deutschland gekommen sind. Bisher gibt es für die kommunale Unterbringung von Flüchtlingen in Rheinland Pfalz keine landesweiten Standards. Dies ist von Kommune zu Kommune unterschiedlich geregelt. Besonders kritisch ist dabei die Unterbringung in Sammelunterkünften zu sehen. Sie lassen keinerlei Privatsphäre zu, was häufig zu Konflikten führt. „Wenn sich bis zu acht Menschen ein Zimmer teilen müssen, ist das auch nicht sonderlich überraschend. Solche Probleme sind vermeidbar“, so Anna Belz, Sprecherin der Grünen Jugend Ahrweiler. Angriffe auf Flüchtlingsheime, Absonderung und Isolierung sind weitere Argumente, warum einer dezentralen Unterbringung in Wohnungen stets den Vorzug gegenüber Gemeinschaftsunterkünften zu geben ist. Rheinland-Pfalz ist mit einer Quote von 90,6 % im bundesweiten Vergleich bereits führend, was die Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnungen angeht. Dennoch finden wir das eine landesweite Regelung zur Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnungen eine spürbare Verbesserung der Lebenssituation vieler Flüchtlinge - auch im Kreis Ahrweiler - herbeiführen würde.

Nicht unerheblich dabei auch Angaben mehrere Städte. Zahlen aus Köln und Leverkusen belegen, dass es bei einer Erhöhung des Wohnraums pro Flüchtling gleichzeitig zu einer finanziellen Entlastung der Kommunen kommt. Im Vergleich zu Gemeinschaftsunterkünften können Wohnungen flexibel an- und abgemietet werden, was einen Leerstand verhindert. Nicht nur die Gemeinden werden entlastet. Flüchtlinge haben so die Möglichkeit, sich einzurichten und anzukommen, beschleunigt die soziale Integration und hilft Vorurteilen vorzubeugen. Außerdem will die Grüne Jugend Ahrweiler BürgerInnen dazu ermutigen, Flüchtlinge willkommen zu heißen, sich kennenzulernen und den Austausch zu fördern. Wie beispielsweise an der Uni Lübeck geschehen: In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Flüchtlingsforum werden dort Flüchtlinge in Wohngemeinschaften untergebracht. Zusammen mit Studierenden können Flüchtlinge dort menschenwürdig leben und Deutsch lernen. Auch der Gang zu Behörden oder auch die ausreichende medizinische Versorgung wird dadurch erleichtert. Es braucht eine Willkommenskultur und den Willen zum Miteinander, damit sich Vorurteile nicht in Hetze verkehren. Die Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnungen hat deutliche Vorteile nicht nur für die Flüchtlinge, sondern darüber hinaus auch für die Gesellschaft. Daher fordert die Grüne Jugend Ahrweiler das uneingeschränkte Recht zur selbstständigen Wohnungssuche für Flüchtlinge und keine neuen Gemeinschaftsunterkünfte im Kreis Ahrweiler.

Pressemitteilung der Grünen

Jugend Ahrweiler

Die Grüne Jugend Ahrweiler fordert das uneingeschränkte Recht zur selbstständigen Wohnungssuche für Flüchtlinge und keine neuen Gemeinschaftsunterkünfte im Kreis Ahrweiler.Foto: privat

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